• 14.11.2012
      17:15 Uhr
      Kampf um den Fisch Deutsche Trawler vor Afrikas Küsten | phoenix
       

      Ein Schlauchboot von Greenpeace rast auf einen deutschen Trawler zu. Aktivisten wollen eine Boje am Netz eines Fangschiffes anbringen. Plötzlich verfängt sich das Boot der Umweltschützer in den Tauen des Trawlers und wird in die Tiefe gezogen. Der Bootsführer kann sich retten, seine Begleiterin wird vom Netz erfasst und nach unten gedrückt. In letzter Minute kann sich die schwer verletzte Frau befreien.

      Mittwoch, 14.11.12
      17:15 - 17:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ein Schlauchboot von Greenpeace rast auf einen deutschen Trawler zu. Aktivisten wollen eine Boje am Netz eines Fangschiffes anbringen. Plötzlich verfängt sich das Boot der Umweltschützer in den Tauen des Trawlers und wird in die Tiefe gezogen. Der Bootsführer kann sich retten, seine Begleiterin wird vom Netz erfasst und nach unten gedrückt. In letzter Minute kann sich die schwer verletzte Frau befreien.

       

      Diese spektakuläre Aktion gegen die Ausplünderung der Meere findet nicht etwa in den traditionellen Fanggebieten deutscher Hochseefischer statt, sondern vor der Küste Westafrikas, in den Hoheitsgewässern von Mauretanien.
      Das arme Land in der Sahelzone hat seine Fangrechte für 70 Millionen Euro an die EU verkauft. Seither ziehen europäische Hochseetrawler jährlich Tausende Tonnen Fisch aus dem Meer. Die einheimischen Fischer werden dadurch in den Ruin getrieben, was die Europäer anscheinend billigend in Kauf nehmen. Ein einziger Trawler kann rund 250 Tonnen Fisch am Tag herausziehen und verarbeiten. Das ist so viel, wie 56 traditionelle Fischerboote in einem ganzen Jahr fangen. Dr. Iris Menn, Fischereiexpertin und Expeditonsleiterin von Greenpeace, patrouilliert mit dem Schiff "Arctic Sunrise" sechs Wochen lang mit ihrer Crew durch mauretanische Gewässer. Sie dokumentieren, wie viele europäische Trawler im Seegebiet vor Mauretanien im Einsatz sind.

      Mit ihrer Protestaktion wollen die Umweltschützer auf die umstrittene Fischereipolitik der EU aufmerksam machen, die dem Verbraucher bisher weitestgehend unbekannt ist. NDR Autor Michael Höft begibt sich mit seinem Team auf Recherchetour. Er will wissen: Stimmt es, dass auch deutsche Trawler die einheimischen Fischer in den Ruin treiben? Und: Was sagen deutsche Reeder und Behörden zu den Vorwürfen der Umweltschützer?

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      Mittwoch, 14.11.12
      17:15 - 17:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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