• 28.08.2012
      06:50 Uhr
      Sibiriens Schicksalsstrom: Der Jenissei (3/3) Bis ans Ende der Welt | phoenix
       

      Die Natur im Norden Sibiriens ist für das Auge zu allen Jahreszeiten schön: die unberührte Weite des Landes, die spektakulären Dramen, mit denen Sonnenstrahlen und Wolken den Himmel zu einer grandiosen Bühne machen. Allein - für Besiedlung durch Menschen ist die Region kaum geeignet. Dennoch trifft man auf Helden, die den Widrigkeiten trotzen, Menschen, denen das beschwerliche Dasein im Norden besser erscheint als ein Leben in der Zivilisation.

      Dienstag, 28.08.12
      06:50 - 07:30 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      VPS 06:45
      Stereo

      Die Natur im Norden Sibiriens ist für das Auge zu allen Jahreszeiten schön: die unberührte Weite des Landes, die spektakulären Dramen, mit denen Sonnenstrahlen und Wolken den Himmel zu einer grandiosen Bühne machen. Allein - für Besiedlung durch Menschen ist die Region kaum geeignet. Dennoch trifft man auf Helden, die den Widrigkeiten trotzen, Menschen, denen das beschwerliche Dasein im Norden besser erscheint als ein Leben in der Zivilisation.

       

      Die letzte Etappe am Jenissei beginnt in den einsamen Siedlungen am Mittellauf des Flusses, in denen der Niedergang der sowjetischen Planwirtschaft die Menschen ins Unglück stürzte. Im Winter, der acht Monate dauert, sind sie in der Einsamkeit von Schnee und Eis eingeschlossen.Die Deutschen August und Lydia sind als kleine Kinder nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion hierher verbannt worden. Damals wurden alle Russlanddeutschen pauschal als Faschisten verfolgt und verdammt. August und Lydia sind am Jenissei geblieben.

      In der kleinen Stadt Turuchansk, die einen Bezirk verwaltet, der halb so groß ist wie Frankreich, setzt die couragierte Landrätin Simona Jurtschenko auf Bodenschätze tief unter der sumpfigen Tundra. Sie hofft darauf, dass mit dem Öl Arbeit und Geld in die Stadt kommen. Viele Jugendliche haben mit dem Leben im Norden allerdings abgeschlossen. Vadim, der gerade die Schule beendet hat, weiß genau was er will: Er möchte Flugzeugingenieur werden und dann sofort nach Deutschland auswandern.

      Die einzigen Orte, an denen sich der Traum von den sibirischen Schätzen erfüllt hat, sind Norilsk und Dudinka - weit im Norden gelegen. In den Berg- und Hüttenwerken werden kostbare Metalle wie Palladium, Platin, Kobalt und Kupfer gewonnen. Die Milliardengewinne aus dem Verkauf gehen allerdings nach Moskau.

      An der Mündung, dort, wo sich die Wassermassen des Jenissei im Nordmeer verlieren, liegt Dikson. Von den 8.000 Menschen, die hier einst lebten, sind nur noch 1.000 geblieben - auch im Unglück unverzagte Pioniere die einen, andere im Elend gefangen, weil sie nicht wissen, wie sie dem Ort des Niedergangs entkommen können.

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      06:50 - 07:30 Uhr (40 Min.)
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