• 11.08.2018
      19:30 Uhr
      Brasilien Der brennende Regenwald | phoenix
       

      Die Abholzung des Amazonaswaldes in Brasilien hat wieder dramatisch zugenommen. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Vernichtung des Regenwaldes 2016 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. 8000 Quadratkilometer Wald vernichtet in diesem Zeitraum - das entspricht der neunfachen Größe Berlins. Und die Geschwindigkeit der Zerstörung nimmt zu. Rücksicht auf Menschen, die in oder an diesen Gebieten leben, wird keine genommen. Kleinbauern oder Gummizapfer werden mit Morddrohungen konfrontiert. Im Bundesstaat Rondonia, in dem ARD-Korrespondent Michael Stocks unterwegs war, gab es im letzten Jahr 21 solcher Morde.

      Samstag, 11.08.18
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Die Abholzung des Amazonaswaldes in Brasilien hat wieder dramatisch zugenommen. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Vernichtung des Regenwaldes 2016 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. 8000 Quadratkilometer Wald vernichtet in diesem Zeitraum - das entspricht der neunfachen Größe Berlins. Und die Geschwindigkeit der Zerstörung nimmt zu. Rücksicht auf Menschen, die in oder an diesen Gebieten leben, wird keine genommen. Kleinbauern oder Gummizapfer werden mit Morddrohungen konfrontiert. Im Bundesstaat Rondonia, in dem ARD-Korrespondent Michael Stocks unterwegs war, gab es im letzten Jahr 21 solcher Morde.

       

      Es sind traurige Bilder. Bäume und Sträucher in Flammen, Tiere, die versuchen dem Inferno zu entfliehen, die Abholzung des Amazonaswaldes in Brasilien hat wieder dramatisch zugenommen. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Vernichtung des Regenwaldes 2016 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. 8000 Quadratkilometer Wald vernichtet in diesem Zeitraum - das entspricht der neunfachen Größe Berlins.

      Und die Geschwindigkeit der Zerstörung nimmt zu. Auch wenn Brasiliens Präsident Temer beschwichtigt und vor der UN davon gesprochen hat, dass die Abholzung um 20 Prozent reduziert worden wäre. Tatsächlich aber gibt es klare Pläne, um für die Rohstoffgewinnung im Amazonasgebiet und für die Agrarlobby den Regenwald weiter zu reduzieren. Präsident Temer will Schutzgebiete wie den Jamanxim Nationalpark verkleinern lassen. Das hat Norwegens Regierung jetzt dazu bewogen, ihren Anteil an finanzieller Unterstützung am Amazonas-Fond für den Schutz des Regenwaldes zu kürzen.

      Vor Ort herrscht ein Klima wie im Wilden Westen. Illegale Holzfäller schaffen Fakten, Großgrundbesitzer, die mehr Weidefläche für ihr Vieh brauchen und größere Anbaugebiete für ihr Soja, lassen einfach roden. Und oftmals haben sie die Rückendeckung der Regierung in Brasilia. Rücksicht auf Menschen, die in oder an diesen Gebieten leben, wird keine genommen. Reservate von Indios werden kleiner. Kleinbauern oder Gummizapfer werden mit Morddrohungen konfrontiert.

      Im Bundesstaat Rondonia, in dem ARD-Korrespondent Michael Stocks und sein Team unterwegs waren, gab es im letzten Jahr 21 solcher Morde. Elizeu Berçada ist dort ein Umweltaktivist, kämpft für den Regenwald und versucht zu dokumentieren, was sich vor Ort abspielt. Er setzt sich für die Rechte der Gummizapfer ein. Das missfällt seinen Gegnern. Vier Mal schon gab es Versuche, ihn zu erschießen.

      Es sind traurige Bilder. Bäume und Sträucher in Flammen, Tiere, die versuchen dem Inferno zu entfliehen, die Abholzung des Amazonaswaldes in Brasilien hat wieder dramatisch zugenommen. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Vernichtung des Regenwaldes 2016 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. 8000 Quadratkilometer Wald vernichtet in diesem Zeitraum - das entspricht der neunfachen Größe Berlins.

      Und die Geschwindigkeit der Zerstörung nimmt zu. Auch wenn Brasiliens Präsident Temer beschwichtigt und vor der UN davon gesprochen hat, dass die Abholzung um 20 Prozent reduziert worden wäre. Tatsächlich aber gibt es klare Pläne, um für die Rohstoffgewinnung im Amazonasgebiet und für die Agrarlobby den Regenwald weiter zu reduzieren. Präsident Temer will Schutzgebiete wie den Jamanxim Nationalpark verkleinern lassen. Das hat Norwegens Regierung jetzt dazu bewogen, ihren Anteil an finanzieller Unterstützung am Amazonas-Fond für den Schutz des Regenwaldes zu kürzen.

      Vor Ort herrscht ein Klima wie im Wilden Westen. Illegale Holzfäller schaffen Fakten, Großgrundbesitzer, die mehr Weidefläche für ihr Vieh brauchen und größere Anbaugebiete für ihr Soja, lassen einfach roden. Und oftmals haben sie die Rückendeckung der Regierung in Brasilia. Rücksicht auf Menschen, die in oder an diesen Gebieten leben, wird keine genommen. Reservate von Indios werden kleiner. Kleinbauern oder Gummizapfer werden mit Morddrohungen konfrontiert.

      Im Bundesstaat Rondonia, in dem ARD-Korrespondent Michael Stocks und sein Team unterwegs waren, gab es im letzten Jahr 21 solcher Morde. Elizeu Berçada ist dort ein Umweltaktivist, kämpft für den Regenwald und versucht zu dokumentieren, was sich vor Ort abspielt. Er setzt sich für die Rechte der Gummizapfer ein. Das missfällt seinen Gegnern. Vier Mal schon gab es Versuche, ihn zu erschießen.

      Film von Michael Stocks

      Film von Michael Stocks

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.06.2019