• 25.06.2018
      06:00 Uhr
      Der taumelnde Kontinent - 1900-1914 (2/3) Rasende Veränderungen | phoenix
       

      Die dreiteilige Reihe "Der taumelnde Kontinent" blickt nicht nur auf das prägende Ereignis des Ersten Weltkriegs, sondern stellt die Zeit von 1900 bis 1914, in der Europa ins Wanken geriet, in den Fokus der Betrachtung. "Der taumelnde Kontinent" zeigt die Umbrüche dieser Zeit und zeichnet ihre Auswirkungen auf unsere heutige Welt nach.

      Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Beschleunigung des Alltags - zunächst in Gestalt von Maschinen und Technik, aber auch durch gesellschaftliche Entwicklungen.

      Montag, 25.06.18
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die dreiteilige Reihe "Der taumelnde Kontinent" blickt nicht nur auf das prägende Ereignis des Ersten Weltkriegs, sondern stellt die Zeit von 1900 bis 1914, in der Europa ins Wanken geriet, in den Fokus der Betrachtung. "Der taumelnde Kontinent" zeigt die Umbrüche dieser Zeit und zeichnet ihre Auswirkungen auf unsere heutige Welt nach.

      Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Beschleunigung des Alltags - zunächst in Gestalt von Maschinen und Technik, aber auch durch gesellschaftliche Entwicklungen.

       

      Jugendkultur, Fitness, Burnout, Globalisierung der Nahrungsströme, Medien, die Politiker ins Straucheln bringen - vieles von dem, was man für typische Kennzeichen der Gegenwart hält, hat es schon vor über 100 Jahren gegeben, vor 1914, vor dem Ersten Weltkrieg.
      Es war eine Zeit des Aufbruchs, sagt der Historiker Philipp Blom in seinem Buch "The Vertigo Years", das unter dem Titel "Der taumelnde Kontinent" auf Deutsch erschienen ist. "Alles", schreibt Blom, "was im 20. Jahrhundert wichtig werden sollte, das entfaltete zwischen 1900 und 1914 erstmals seine Massenwirkung oder wurde sogar dann erfunden."

      In den ersten 15 Jahren des 20. Jahrhunderts wurde vorgebildet, was später das 20. Jahrhundert ausmachte - vor allem eine ungeheure Beschleunigung in allen Lebensbereichen, die eine Verunsicherung der Menschen mit sich brachte, Unbehaustheit, transzendentale Obdachlosigkeit, Entfremdungsgefühle: alles wesentliche Charakteristika der Moderne. Ebenso begannen in dieser Zeit der Siegeszug der Technik, der Maschine - und die Defensivstrategien, mit denen viele Menschen, vor allem Intellektuelle und Künstler, auf die sich so rasant verändernde Welt reagierten. Niedergangs-Diskurse, Antisemitismus, spirituelle Erneuerungen, Radikalisierung und Formzertrümmerung in den Künsten: Das alles waren Reaktionen auf die Modernisierung.

      Film von Philipp Blom und Robert Neumüller

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      Montag, 25.06.18
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.03.2021