• 24.02.2012
      06:00 Uhr
      Geheimnis Mensch (1/2) Die Kinder des Feuers | phoenix
       

      Im ersten Teil des Zweiteilers "Geheimnis Mensch" erzählt der französische Regisseur Jacques Malaterre in stimmungsvollen und anrührenden Szenen die Geschichte unserer Ahnen von den ersten Zweibeinern bis zum Homo erectus.

      Freitag, 24.02.12
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im ersten Teil des Zweiteilers "Geheimnis Mensch" erzählt der französische Regisseur Jacques Malaterre in stimmungsvollen und anrührenden Szenen die Geschichte unserer Ahnen von den ersten Zweibeinern bis zum Homo erectus.

       

      Neben Orrorin, der als erster Hominide den neuen Lebensraum Savanne erkundet, lernen wir auch die berühmt gewordene Lucy kennen, die nach den neuesten Forschungsergebnissen nun doch nicht die Urmutter aller Menschen ist. Schließlich erleben wir den großen Moment, in dem Homo habilis erkennt, welche Vorteile ein scharfer Stein für die Nahrungsbeschaffung hat, wir werden Zeuge der ersten Träne, die Homo ergaster um seine tote Gefährtin weint, und begleiten Homo erectus zu seiner ersten großen Jagd. In den vergangenen Jahren erklärten zahlreiche Dokumentationen die Evolution des Menschen als Entwicklung seiner Körperteile.

      "Geheimnis Mensch" versucht dagegen, der Evolution des menschlichen Bewusstseins und der menschlichen Gefühlswelt nachzuspüren. Für wissenschaftliche Genauigkeit garantieren namhafte internationale Paläoanthropologen wie zum Beispiel Yves Coppens, Simon Peacock und Evie Mark. Den frühen Hominiden wurden mithilfe des Computers durch erstaunlich realistische Animationen Leben eingehaucht, während Schauspieler den späteren Formen ihr typisch "menschliches" Erscheinungsbild gaben. In Frankreich wurde das Programm bereits ausgestrahlt und erreichte in France 3 mit 8,7 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote seit Bestehen des Senders.

      Die Dokumentation von Jacques Malaterre möchte vor allem der Evolution des menschlichen Bewusstseins und der menschlichen Gefühlswelt auf die Spur zu kommen. Vor acht Millionen Jahren erhoben sich die ersten großen Affen auf ihre wackeligen Beine. Sie fristeten mehr schlecht als recht ihr Dasein in einer dürren Savanne.

      Ihre Vorfahren hatten als Waldbewohner gelebt, bis eine gewaltige Naturkatastrophe - die Bildung des ostafrikanischen Grabenbruchs - ihre Umwelt drastisch veränderte. Die üppigen Urwälder waren verschwunden, die Clans hatten sich auf die wenigen Bauminseln einer riesigen Graslandschaft verteilt. Die Bäume boten zwar Deckung und Schlafplätze, aber nicht genug Nahrung. Die Jungen, die zu dieser Zeit geboren wurden, hatten kaum eine Überlebenschance. Schließlich machte sich einer von ihnen, Orrorin, mit seinem Clan auf, um in der Savanne nach Futter zu suchen. Angst war der ständige Begleiter der Gruppe. Die nur 1,20 Meter großen Primaten waren weder stark, noch besonders schnell - für die immer hungrigen Säbelzahntiger eine leichte Beute. Andere Tiere, die zunächst allein durch ihre Größe Furcht erregend wirkten, lernten Orrorin und seine Gefährten als harmlose Zeitgenossen kennen - zum Beispiel das eigentümliche Chalicotherium, ein zweieinhalb Meter großer Pflanzenfresser, der auf seinen Fingerknöcheln ging.

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      Freitag, 24.02.12
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

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