• 22.10.2011
      01:30 Uhr
      Die Wikinger - Die Entdecker Amerikas THEMA: Island | phoenix
       

      Die Zivilisation der Wikinger, sie werden auch Normannen, Waräger oder Rus genannt, erlebte ihre Blütezeit von etwa 700 bis 1000 nach Christus im nördlichen Europa.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 22.10.11
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Zivilisation der Wikinger, sie werden auch Normannen, Waräger oder Rus genannt, erlebte ihre Blütezeit von etwa 700 bis 1000 nach Christus im nördlichen Europa.

       

      Mit ihren einzigartigen Langbooten und fortschrittlichen Waffen erwarben sich die seefahrenden Krieger aus Skandinavien den Ruf, ein furchtloses und eroberungsfreudiges Volk zu sein. Der Begriff Wikinger leitet sich vermutlich von dem altnordischen Verb "vikingr" ab, das so viel bedeutet wie "rauben" oder "plündern".

      Die Heimat der Wikinger umfasste Dänemark, Schweden und Norwegen. Über die Gründe ihres enormen Expansionsdranges kann nur spekuliert werden. Vermutlich spielten wirtschaftliche Beziehungen ebenso wie Abenteuerlust eine große Rolle. Die geräumigen Transportschiffe leisteten im Güterfernverkehr wertvolle Dienste und verhalfen den Wikingern zu einem einträglichen Handelsimperium. 986 nach Christus bricht Erik der Rote mit ungefähr 500 Männern, Frauen und Kindern nach Grönland auf. Erst wenige Jahre zuvor hatte er das "grüne Land" entdeckt und getauft. Um das Jahr 1000 segelt Eriks zweiter Sohn Leif mit 35 Mann Besatzung weiter Richtung Südwesten. Zunächst erreichen die Entdecker die raue Küste von "Helluland".

      Von dort fahren sie weiter nach Süden und gelangen nach "Vinland". In den folgenden Jahrzehnten nehmen zahlreiche Expeditionen Kurs auf das heutige Neufundland. Snorri, der Sohn des isländischen Kaufmanns Thorfinn Karlsefni, gilt als der erste Europäer, der in Nordamerika zur Welt kam. Die Wikinger erkunden die Ostküste des Kontinents und treiben Handel mit der Bevölkerung. Sie nennen sie "Skrälinger", die "Schmächtigen". Nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen ziehen sich die Nordmänner wieder nach Grönland zurück. Zunächst mündlich weitergegeben, wird die Erkundung Nordamerikas etwa 200 Jahre später als "Grönland Saga" und "Eriks Saga" aufgeschrieben. In den Sechzigerjahren entdecken Archäologen die ersten Beweise für die Präsenz der Wikinger in Nordamerika. Funde aus neuerer Zeit bestätigen, dass die skandinavischen Seefahrer bereits um die Kugelform der Erde wussten und über ausgeprägte astronomische Kenntnisse verfügten.

      Die Dokumentation erzählt die Geschichte der eigentlichen "Entdeckung Amerikas" durch Europäer. Eindrucksvolle Spielszenen verdeutlichen die historische Fakten, die Wissenschaftler aus archäologischen Daten gewinnen.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 22.10.11
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 28.01.2021