• 20.05.2018
      01:00 Uhr
      Historische Ereignisse Frauen, die Geschichte machten, Teil 1-4 | PHOENIX
       

      Frauen, die Geschichte machten: Katharina die Große, Elisabeth I., Jeanne d'Arc oder Kleopatra sind einige von vielen Frauen, die noch heute als weibliche Vorbilder oder Heldinnen verehrt werden. Schauspielerinnen schlüpfen in die Rollen der bekannten Figuren und porträtieren sie.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 20.05.18
      01:00 - 02:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Frauen, die Geschichte machten: Katharina die Große, Elisabeth I., Jeanne d'Arc oder Kleopatra sind einige von vielen Frauen, die noch heute als weibliche Vorbilder oder Heldinnen verehrt werden. Schauspielerinnen schlüpfen in die Rollen der bekannten Figuren und porträtieren sie.

       
      • Frauen, die Geschichte machten (1/4) - Kleopatra

      Film von Christian Feyerabend und Susanne Utzt
      Ihre Geschichte liefert Stoff für unzählige Romane und Filme, sie ist Heldin von Comics und Hauptfigur von Videospielen. Mythos Kleopatra - ihr Aussehen ist in der Vorstellung der Welt verschmolzen mit jenem der jungen Elizabeth Taylor, die im gleichnamigen Monumentalfilm von 1963 die ägyptische Königin einzigartig verkörperte.
      Eine betörende Schönheit von exotischer Undurchschaubarkeit. Tatsächlich war sie wohl gar nicht so außergewöhnlich anmutig. Ihre Attraktivität beruhte vielmehr auf ihrer Intelligenz und Willensstärke. Sie setzte sie ein, um die mächtigsten Römer ihrer Zeit für sich zu gewinnen.
      Kleopatra VII. ist die Tochter von Ptolemaios XII. Neos Dionysos. Wer ihre Mutter war ist unklar. Zwei ihrer jüngeren Brüder waren zeitweise Ehepartner und Mitregenten. Sie selbst hatte vier Kinder, eines von Julius Cäsar und drei mit Marcus Antonius. Nachdem sie und ihr geliebter Marcus Antonius den Krieg gegen Octavian verloren hatten, nahm sie sich im August 30 v. Chr. das Leben.
      48 v. Chr. begann ihre Liebesbeziehung mit Julius Caesar. Die Verbindung mit dem gefeierten Feldherrn, dem sie einen Sohn schenkte, bewahrte Ägypten vor der totalen Vereinnahmung durch das römische Reich. Im Juni 46 v. Chr. folgte Kleopatra mitsamt Kind ihrem Geliebten nach Rom - es muss damals gegenüber Alexandria wie ein Provinznest angemutet haben. Der Wechsel von ihrer prächtigen Heimatstadt an den Tiber kam dem Umzug in eine kulturelle Einöde gleich. Doch die kämpferische Königin verstand es, aus dem Mangel an gesellschaftlichem Esprit Vorteile zu schöpfen. Sie lud Roms Schickeria in ihr Haus ein, führte ihr vor Augen, wie opulent man in ihrer Welt zu leben verstand. Die Römerinnen bestaunten ihren Schick und schauten bei ihr Frisur und Mode ab. In wenigen Monaten avancierte Kleopatra zur Trendsetterin der römischen Gesellschaft. Beachtet war sie - aber sicher nicht beliebt und vor allem mit Neid und Missgunst bedacht.

      • Frauen, die Geschichte machten (2/4) - Jeanne d'Arc

      Film von Christian Twente, Susanne Utzt und Michael Löseke
      Man mag in ihr die früheste Heldin unserer abendländischen Geschichte sehen: Jeanne d'Arc. Sie war eine junge Frau, die felsenfest von ihrem göttlichen Auftrag und ihrer Mission überzeugt war und, auf dem Höhepunkt des "Hundertjährigen Krieges", zur Retterin Frankreichs wurde.
      Eine Frau - eher noch ein Mädchen - aus dem einfachen Volk, die sich beherzt und unbeirrt gegen alle Institutionen durchzusetzen versuchte. Ihre Siege verhalfen dem französischen Dauphin Karl zur Krönung in der Kathedrale von Reims, doch am Ende wurde sie Opfer eines politisch motivierten Prozesses und scheiterte an der starren Ordnung des mittelalterlichen Gesellschaftssystems. 1431 starb sie auf dem Scheiterhaufen in Rouen.
      Die Passion der Jeanne d'Arc bewegt die Gemüter bis heute, in Frankreich wird sie als Nationalheldin und Heilige verehrt. Dabei war ihre Ausgangslage denkbar schlecht: Sie hatte das falsche Alter, die falsche Herkunft, das falsche Geschlecht.
      Um 1412 in Domrémy, einem kleinen Dorf in der Region Lothringen, geboren, war sie als Tochter eines freien Bauern wie damals üblich schon früh einem jungen Mann zur Ehefrau versprochen worden. Doch Jeanne weigerte sich. "Innere Stimmen", die sie später als Stimmen des Erzengels Michael, der Heiligen Katharina und der Heiligen Margarethe deutete, hätten ihr geraten, keusch zu bleiben und Frankreich von den Engländern zu befreien.

      Frauen, die Geschichte machten (3/4) - Elisabeth I.
      Film von Christian Twente, Cristina Trebbi und Michael Löseke
      In einer von Männern beherrschten Zeit hat Elisabeth I. als einzige Frau in Europa Weltpolitik gemacht. 45 Jahre lang herrschte sie über England, bis ins hohe Alter hinein mit wachem Verstand. Unter ihrer Herrschaft wurde das Fundament für den Aufstieg des britischen Empire zu einer globalen Seemacht gelegt. Als die Monarchin am 24. März 1603 verstarb, ging ein Zeitalter zu Ende, das später ihren Namen tragen sollte.
      Niemand, am wenigstens wohl die Monarchin selbst, hätte dies in ihren Jugendjahren für möglich gehalten. Elisabeth wurde nicht nur in eine Zeit hineingeboren, in der jedermann eine Frau auf dem Thron für ein Unglück hielt, sondern wurde von ihren Gegnern als "Hurenbastard" beschimpft.

      • Frauen, die Geschichte machten (4/4) - Katharina die Große

      Film von Friederike Haedecke
      Mit 14 Jahren ging Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst nach Russland. Sie war eine Prinzessin aus einem unbedeutenden deutschen Fürstenhaus, und doch hatte man sie ausgewählt, den als Thronfolger vorgesehenen Großfürsten Peter zu ehelichen.
      Für die Heirat konvertierte Sophie vom protestantischen zum orthodoxen Glauben und erhielt den Namen, mit dem sie in die Geschichte einging: Katharina.
      18 Jahre lang lebte sie am Zarenhof, gefangen in einer Ehe, die für sie zur Qual wurde. Peter und sie waren noch Kinder, als man sie zum Paar machte. Der junge Großfürst war voller Komplexe und kindlicher Leidenschaften. Am liebsten spielte er mit Holzsoldaten oder musizierte. Katharina langweilte sich in der höfischen Gesellschaft und empfand die Feste und Lustbarkeiten als öde und sinnlos. Sie entdeckte die Welt der Bücher für sich: Romane, antike Historiker und vor allem die Schriften der Aufklärer zogen sie in ihren Bann.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 20.05.18
      01:00 - 02:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.03.2019