• 25.07.2011
      03:25 Uhr
      Asiens Ströme - Asiens Zauber (1/3) Der Brahmaputra - Flussfahrt auf dem Dach der Welt | phoenix
       

      Die Tibeter verehren ihn als den "Fluss, der vom Himmel kommt". Er entspringt am Eisdom des Kailasch, dem "Berg der Götter" in Westtibet, und fließt auf dem Dach der Welt von West nach Ost.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 25.07.11
      03:25 - 04:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 03:30
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo

      Die Tibeter verehren ihn als den "Fluss, der vom Himmel kommt". Er entspringt am Eisdom des Kailasch, dem "Berg der Götter" in Westtibet, und fließt auf dem Dach der Welt von West nach Ost.

       

      Der Brahmaputra ist einer der mächtigsten Ströme Asiens - 2.900 Kilometer lang. In Tibet heißt er Tsangpo. Dort sind Dietmar Schulz und sein Team drei Wochen lang seinem Lauf gefolgt - bis zur Hauptstadt Lhasa. Lhasa, der "Stadt der Götter", hat die Pekinger Regierung in den letzten Jahren ein chinesisches Gesicht gegeben. Hier geht es vielen nur noch ums schnelle Geld. "Das gefährdet unsere tibetische Kultur", meint ein junger Musiker, den das Team in der Altstadt trifft. Zusammen mit fünf Freunden hat er die erste Rock'n'Roll-Band gegründet und alte tibetische Texte zeitkritisch umgeschrieben und vertont. Im Krankenhaus in der Nähe des Jokhang-Klosters weiht ein Doktor die deutschen Besucher in die Geheimnisse der tibetischen Naturheilkunde ein.

      Weiter ostwärts geht die Reise mit Booten, die mit der Haut von Yaks bespannt sind, zu einem Fischerdorf, in dem Angehörige der Hui-Volksgruppe leben. Von buddhistischen Tibetern, denen die Religion das Schlachten von Tieren verbietet, werden sie als "Fischtöter" geächtet.

      Mit einer Fähre wird der mächtige Tsangpo überquert, an dessen Ufern sich gewaltige Bergrücken zu einem faszinierenden Panorama erheben. Eine Stunde dauert die Überfahrt zum Kloster Samya - das älteste in Tibet. Nach langen Verhandlungen lassen die Mönche die Kamera zu, als sie sich zum Gebet versammeln und ihre Gesänge anstimmen. Mit einer Fähre wird der mächtige Tsangpo überquert, an dessen Ufern sich gewaltige Bergrücken zu einem faszinierenden Panorama erheben. Eine Stunde dauert die Überfahrt zum Kloster Samya - das älteste in Tibet. Nach langen Verhandlungen lassen die Mönche die Kamera zu, als sie sich zum Gebet versammeln und ihre Gesänge anstimmen.
      Im engen Flusstal geht es weiter gen Osten bis sich hinter einer Passhöhe die Landschaft schlagartig ändert. Das Klima wird milder, die Vegetation vielseitiger. Auf den Feldern arbeiten Bauern, die buntgeschmückte Yaks vor ihren Holzpflug gespannt haben. Die Wollkuh ist so etwas wie eine lebende Vorratskammer der Bauern und Hirten, denn es gibt praktisch nichts an den Yaks, was sich nicht verwenden lässt: Kein Buttertee ohne seine Milch, kein Überleben im Winter ohne sein Fleisch oder sein Fell, keine Boote ohne seine Haut.

      Das viele Gold für die Pagoden kommt vor allem aus dem lrrawaddy. Er ist Burmas goldene Ader. 150 Kilometer nördlich von Mandalay tauchen die ersten Boote der Goldsucher auf. Dieselpumpen spülen Sand aus der Flussmitte in lange Kisten, die mit Filz ausgelegt sind. Im Filz fangen sich die Goldpartikel. Hochgiftiges Quecksilber wird dazu gegeben, um das Gold zu binden. Mit dem Abwasser geht auch das Quecksilber zurück in den Fluss. Ein lebensgefährliches Verfahren.

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      03:25 - 04:10 Uhr (45 Min.)
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