• 04.06.2011
      08:15 Uhr
      Mao, Marx und Märkte Chinas Aufstieg zur Weltmacht | phoenix
       

      Jeder 60-jährige Chinese könnte mühelos einen Politthriller schreiben über das, was er seit Gründung der Volksrepublik erlebt hat.

      Samstag, 04.06.11
      08:15 - 09:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Jeder 60-jährige Chinese könnte mühelos einen Politthriller schreiben über das, was er seit Gründung der Volksrepublik erlebt hat.

       

      Denn als Mao am 1. Oktober 1949 die Macht erobert hatte, stürzte er das größte Volk der Erde in eine endlose Abfolge kommunistischer Laborversuche und Säuberungskampagnen. Zhang Sizhi etwa, KP-Mitglied und Gründungsveteran, war Chinas erster Rechtsanwalt, der unter Mao vor fast 50 Jahren zugelassen wurde. Wenige Jahre später fiel er als "Rechtsabweichler" in Ungnade. Verbannung, 15 Jahre Zwangsarbeit. Nach Maos Tod wurde er rehabilitiert und praktiziert bis heute: "Mit einem Bein im Gefängnis, als ich die Studenten der 89er Demokratiebewegung verteidigt habe."

      China ist auch heute, zwei Jahrzehnte und ein beispielloses Wirtschaftswunder später, noch kein Rechtsstaat. "Als Rechtsanwälte sind wir gerade in China von Natur aus Menschenrechtler," sagt der 82-jährige KP-Veteran.
      Ausgehend vom modernen China zeigt der Film des ARD-Korrespondenten aus Peking, Jochen Graebert, wie das riesige Reich der Mitte dort angekommen ist, wo es heute steht. Mit allen Chancen, aber auch Risiken für das 21. Jahrhundert, das China politisch, wirtschaftlich und ökologisch mit gestalten wird keines zuvor.

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      Samstag, 04.06.11
      08:15 - 09:00 Uhr (45 Min.)
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