• 14.11.2010
      03:30 Uhr
      Jäger verlorener Schätze Der versteinerte Code | phoenix
       

      Ein faszinierendes Abenteuer der Wissenschaftsgeschichte. Versteinerte Schätze wiesen William Smith (1769 - 1839) den Weg durch das Labyrinth der Erdschichten. In ganz England sammelte er Daten für seine einzigartige Schatzkarte.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 14.11.10
      03:30 - 04:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Ein faszinierendes Abenteuer der Wissenschaftsgeschichte. Versteinerte Schätze wiesen William Smith (1769 - 1839) den Weg durch das Labyrinth der Erdschichten. In ganz England sammelte er Daten für seine einzigartige Schatzkarte.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Luise Wagner-Roos
      Johann Müller

      Der Pionier lieferte das Modell für die moderne High-Tech-Durchleuchtung der Erde und für die Jagd nach Öl. Als Wegweiser nutzen auch heute seine Erben den versteinerten Code der Fossilien.

      Als junger Landvermesser, kaum 20 Jahre alt, zog William Smith durch seine Heimat und lernte in der Landschaft zu lesen, wie andere in Büchern - ausgestattet mit einem phänomenalen Sinn für die sichtbaren und unsichtbaren Zeichen der Natur.

      In den Hügeln von Wales entdeckte er den Code, der die Erdgeschichte verschlüsselt. Ganz England machte Smith zu seinem Jagdrevier. Abertausende Meilen. Fast 30 Jahre lang sammelte er ungezählte Daten, Beobachtungen und Skizzen.

      Schon seit seiner Kindheit war der Sohn eines Dorfschmieds fasziniert von der magischen Schönheit der Steine. Seine Reisen boten ihm eine willkommene Gelegenheit, seinem Forschertrieb zu folgen. Vom schottischen Norden bis zur Kanalküste versuchte er die Botschaft der Steine zu entziffern.

      Landvermesser war ein Beruf mit Zukunft im England der Bodenreform. Landsitze wurden erfasst und mit buschigen Hecken eingehegt, Flüsse begradigt und Kanäle gebaut. Die Welt am Ende des 18. Jahrhunderts stand vor dem Aufbruch in die Moderne. Bald prägten exakt vermessene Straßen, Schienen und Wasserwege die Landschaft. Smiths Erkenntnisse trugen dazu bei, das Bild der Erde für immer zu verändern.

      Die erste Station seines Forscherlebens war die Rugborne Farm nahe Bath. Das Anwesen lag in einem Kohlerevier und gehörte einer Zechenbesitzerin. Hier fand der ambitionierte Smith seine erste Anstellung. Wenn Smith von der Arbeit kam, setzte er sich immer in die gleiche Mauernische. Revolutionären Gedanken über den Aufbau der Erde bewegten ihn. Jede freie Minute nutzte er, um die Bilderrätsel im Stein zu lösen - vor allem bei Exkursionen in die finstere Welt der Kohleminen.

      Beim Abstieg in die Tiefe registrierte er die Folge der Gesteine, in die das schwarze Gold der Gruben eingebettet ist. Erstmals begann er das Prinzip der Erdschichten zu durchschauen. Fasziniert stellte er fest, dass jede Kohleart ihre eigenen Merkmale hat. Ein unverwechselbares Muster von Fossilien ist darin eingeschlossen. In ihnen erkannte er den Wegweiser für die Exploration der Erdschichten.

      Fasziniert beobachtete der Pionier der Unterwelt das Gefüge der Felsbänder - und erkannte, dass in der Tiefe der Erde eine wundersame Ordnung herrscht. Jede Erdschicht beherbergt typische Fossilien-Arten, versteinerte Pflanzen und Tiere, die vor Jahrmillionen die Erde besiedelten. In ihnen buchstabierte Smith das Alphabet der Gesteine.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 14.11.10
      03:30 - 04:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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