• 17.04.2018
      06:00 Uhr
      Kieling - Expedition zu den letzten ihrer Art (2/3) Film von Andreas Kieling | PHOENIX
       

      Auch in seiner neuesten Dokumentationsreihe gelingt es Andreas Kieling, in entfernten Regionen der Welt außergewöhnliche Begegnungen mit faszinierenden Tieren im Film festzuhalten. Dieses Mal zieht es den Abenteurer und Tierfilmer zunächst in eisige Regionen. Seit 20 Jahren filmt und beobachtet Andreas Kieling Eisbären rund um den Nordpol. Jetzt will er mit der Kamera dabei sein, wenn Eisbärenjunge mit ihrer Mutter zum ersten Mal ihre Wurfhöhle unter dem Schnee verlassen und auf Wanderschaft gehen.

      Dienstag, 17.04.18
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 06:30
      Stereo

      Auch in seiner neuesten Dokumentationsreihe gelingt es Andreas Kieling, in entfernten Regionen der Welt außergewöhnliche Begegnungen mit faszinierenden Tieren im Film festzuhalten. Dieses Mal zieht es den Abenteurer und Tierfilmer zunächst in eisige Regionen. Seit 20 Jahren filmt und beobachtet Andreas Kieling Eisbären rund um den Nordpol. Jetzt will er mit der Kamera dabei sein, wenn Eisbärenjunge mit ihrer Mutter zum ersten Mal ihre Wurfhöhle unter dem Schnee verlassen und auf Wanderschaft gehen.

       

      Eine extreme Herausforderung bei Temperaturen um Minus 50 Grad Celsius. Ende Februar ist es soweit. In den polaren Regionen kehrt langsam das Tageslicht ein. Um diese Zeit verlassen die Eisbärenmütter mir ihrem etwa 3 Monate alten Nachwuchs ihre Höhlen. Seit über einem halben Jahr haben die Mütter nichts mehr gefressen, nachdem sie im Herbst ihre Wurfhöhle gegraben, im Winter ihre Jungen geboren und sie nur von ihren körpereigenen Reserven gesäugt haben.

      Jetzt sind die Kleinen kräftig genug, um auf die strapaziöse Wanderung bis zur weit entfernten Packeisgrenze zu gehen. Eine Woche muss Andreas Kieling bei diesen mörderischen Temperaturen vor einer Wurfhöhle ausharren, bis es endlich soweit ist. Vorsichtig schiebt sich die Nasenspitze der Eisbärenmutter durch den festen Schnee. Dann kommen drei kleine Fellknäuel mit ihr ans Licht. Der über 60 Kilometer lange Marsch zum Packeis ist für alle eine riesige Strapaze und kostet eines der Jungen schließlich das Leben.

      Immer wieder müssen die Bärin und ihre Jungen vor den eisigen Polarstürmen Schutz in eilig gegrabenen Schneemulden suchen. Die extreme Witterung geht auch an Andreas Kieling nicht spurlos vorüber: Erfrierungen im Gesicht und an den Händen des Tierfilmers sind der Preis für sensationelle und tief beeindruckende Aufnahmen.Als Bärenmann hat sich Andreas Kieling auch in anderen Regionen längst einen Namen gemacht. Er ist einer der wenigen Menschen weltweit, denen es bisher gelungen ist, den Riesengrizzlies im hohen Norden so nahe zu kommen.

      Auch dieses Mal will der Grizzlymann wieder Auge in Auge den Giganten gegenüber stehen - und sie endlich sogar in den Flüssen unter Wasser filmen: Ein Tauchgang mit dem größten Landraubtier der Erde. Das erfordert vor allem Erfahrung und sehr viel Wissen um die Giganten, das sich Andreas Kieling wie kaum ein anderer im Laufe seines Tierfilmerlebens erworben hat.

      Doch nicht nur die Bären haben es ihm angetan. Auf einer Expedition ins tiefe Sibirien will er eine der größten Raubkatzen der Welt in freier Wildbahn aufspüren und filmen: den sibirischen Tiger. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts stand der sibirische Tiger oder Amurtiger am Rande der Ausrottung. Nur noch 20 bis 30 dieser einzigartigen Tiere sollen damals noch gelebt haben.

      Erst durch strenge Schutzbestimmungen stieg ihre Anzahl wieder an. Doch noch immer machen Wilderer das Überleben der letzten sibirischen Tiger fraglich. Das Verbreitungsgebiet der Großkatze umfasst im fernen Osten Russlands mehr als 150 000 Quadratkilometer. In diesem riesigen Gebiet macht sich Andreas Kieling auf die Suche nach dem charismatischen Tier. Keine leichte Aufgabe, die sich der Tierfilmer gestellt hat. An seine Umgebung perfekt angepasst, ist der sibirische Tiger kaum zu entdecken. In den dichten Wäldern sollen aufgestellte Fotofallen Hilfe bieten.

      Doch als sich Andreas Kieling die Kamerabilder ansieht, erlebt er eine Überraschung. Statt eines sibirischen Tigers ist eine noch seltenere Katze, von der es nur noch weniger als 40 Tiere in der Welt gibt, fotografiert worden: Der Amurleopard. Eine Sensation, denn diese Raubkatze ist noch niemals zuvor so gefilmt worden.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.07.2018