• 10.04.2010
      05:55 Uhr
      Offiziere gegen Hitler (3/3) Staatsstreich im Untergang | phoenix
       

      In einem dramatischen Appell forderte Regimegegner Henning von Tresckow "...es kommt nicht mehr auf den Zweck an, sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat."

      Nacht von Freitag auf Samstag, 10.04.10
      05:55 - 06:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In einem dramatischen Appell forderte Regimegegner Henning von Tresckow "...es kommt nicht mehr auf den Zweck an, sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat."

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Maurice Philip Remy

      Am 20. Juli 1944 sollte es soweit sein. Doch wie so oft stand der Zufall auch diesmal wieder gegen die Attentäter.

      Tresckow hatte im Juli 1944 einen Emissär nach Frankreich geschickt, der den Oberbefehlshaber im Westen, Hans Günther von Kluge, davon überzeugen sollte, den Briten und Amerikanern die Westfront zu öffnen; Kluge aber winkte ab, weil er den Durchbruch in spätestens sechs Wochen von selber erwartete.

      Anders Rommel, der erst spät zum militärischen Widerstand gestoßen war. Er plante, auf eigene Faust zu handeln. Schon hatte er damit begonnen, die Truppenführer im Westen auf seine Seite zu bringen, da riss ihn ein Tieffliegerangriff aus dem Geschehen. Für die Verschwörer in Berlin und an der Ostfront hatte Kluges falsche Einschätzung fatale Folgen. Sie hatten gehofft, nach einem gelungenen Attentat einen Separatfrieden mit den westlichen Alliierten zu schließen, um die deutsche Grenze im Osten verteidigen zu können. Jetzt blieb ihnen nur noch die Tat als Fanal.

      Am 20. Juli 1944 war es soweit. Im entscheidenden Moment jedoch wurde Stauffenberg im Führerhauptquartier gestört, als er die zweite Bombe in seine Tasche packen wollte. Unter den misstrauischen Blicken eines Feldwebels blieb ihm nichts anderes übrig, als mit nur einer Bombe in Hitlers Lagebesprechung zu gehen. Damit war ihre Sprengwirkung zu schwach - der Diktator überlebte auch dieses Attentat.

      Im Moment, als Hitler nur leicht verletzt aus der Baracke geführt wurde, war der Umsturz endgültig und unwiderruflich gescheitert.

      Kurz vor Mitternacht desselben Tages stürmte eine Kompanie des Wachbataillons den "Bendlerblock", das Allgemeine Heeresamt an der Bendlerstraße, wo sich die Verschwörer aufhielten. Graf Stauffenberg und drei seiner Mitkämpfer wurden kurz darauf standesrechtlich er schossen. Der gewaltige Terrorapparat des Regimes überzog das Land mit einer Verhaftungswelle.

      Am 8. August, nur 18 Tage nach dem Attentat, begann im Plenarsaal des Berliner Kammergerichts die erste Verhandlung gegen die Hauptbeteiligten der Verschwörung. Den Vorsitz führte der berüchtigte Roland Freisler. Mit unflätigen Hasstiraden demütigte er die Beschuldigten. Die Urteile standen bereits im Voraus fest.

      Ein Film von Maurice Philip Remy

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 10.04.10
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