• 10.04.2010
      05:15 Uhr
      Offiziere gegen Hitler (2/3) Aufstand des Gewissens | phoenix
       

      Einer der wenigen Offiziere, die versuchten, gegen Hitlers verbrecherische Befehle während des Russlandfeldzuges vorzugehen, war Henning von Tresckow im Stab der Heeresgruppe Mitte.

      Samstag, 10.04.10
      05:15 - 05:55 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Einer der wenigen Offiziere, die versuchten, gegen Hitlers verbrecherische Befehle während des Russlandfeldzuges vorzugehen, war Henning von Tresckow im Stab der Heeresgruppe Mitte.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Maurice Philip Remy

      Er bildete mit einer Hand voll Vertrauten eine Zelle, die fortan zum Zentrum des militärischen Widerstandes werden und deren Bemühungen schließlich im Attentat vom 20. Juli 1944 gipfeln sollte.

      Seit dem Novemberpogrom 1938 war von Tresckow zum Regimegegner geworden, ohne sich dabei ganz von der Faszination für die außenpolitischen Erfolge und militärischen Siege Hitlers lösen zu können. Als er aber nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Sommer 1941 erfuhr, dass die Einsatztruppen im Rücken der Front dazu übergingen, auch jüdische Frauen und Kinder zu ermorden, fasste er den einsamen Entschluss, Hitler zu beseitigen, um dem Morden ein Ende zu setzen.

      Nachdem Tresckows erster Plan, mit Hilfe der Oberbefehlshaber der Heeresgruppen gegen Hitler vorzugehen, an deren Zaudern gescheitert war, verlagerte sich der Schwerpunkt des geplanten Staatsstreichs nach Berlin. Vor allem durch Hans Oster wurde die Verbindung zu jenen Verschwörern hergestellt, die sich schon seit 1938 im Widerstand befanden.

      Im Herbst 1942 begannen dann die Planungen unter dem Decknamen "Walküre". Immer klarer zeichnete sich nun auch die Niederlage von Stalingrad ab, die den Nimbus des "Feldherrn" Hitler schwer beschädigte. Die Stunde Tresckows kam am 13. März 1943. Nach einem Besuch Hitlers bei der Heeresgruppe Mitte gelang es, eine Bombe in sein Flugzeug zu schmuggeln. Ohne Erfolg - der Zünder versagte. Das war der Auftakt einer Kette von Zufällen, die dem Diktator ein ums andere Mal das Leben retten sollten.

      Mittlerweile war Tresckow zum Chef des Stabes der 2. Armee an der Ostfront ernannt worden. Eine Aufgabe, die ihn aus dem Zentrum der Verschwörung heraus katapultierte. Die Zeit bis zu seiner neuen Aufgabe im Sommer 1943 hatte er noch genutzt, um die "Walküre-Planungen" in Berlin voranzutreiben. Hierbei wurde er von Claus Graf Stauffenberg unterstützt, der in Afrika schwer verwundet worden war und als Stabschef des Allgemeinen Heeresamtes in Berlin seine neue Verwendung fand. Mit Stauffenberg, der sich schon im Mai 1942 zum Widerstand gegen Hitler entschlossen hatte, stieß ein Mann zum militärischen Widerstand, der ebenso entschlossen war wie Tresckow.

      Eine Dokumentation von Maurice Philip Remy

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      Samstag, 10.04.10
      05:15 - 05:55 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

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