• 09.04.2010
      17:25 Uhr
      MAYBRIT ILLNER Thema: "Ausgespäht und abgezockt - Wie gefährlich ist das Internet?" | phoenix
       

      Gäste:

      • Ilse Aigner, CSU, Bundesverbraucherschutzministerin
      • Kay Oberbeck, Google-Unternehmenssprecher
      • Frank Schirrmacher, Herausgeber FAZ
      • Constanze Kurz, Sprecherin Chaos Computer Club
      • Andrea Kiewel, ZDF-Moderatorin
      • Ibrahim Evsan, Unternehmer

      Freitag, 09.04.10
      17:25 - 18:30 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      VPS 17:30
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo

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      • Ilse Aigner, CSU, Bundesverbraucherschutzministerin
      • Kay Oberbeck, Google-Unternehmenssprecher
      • Frank Schirrmacher, Herausgeber FAZ
      • Constanze Kurz, Sprecherin Chaos Computer Club
      • Andrea Kiewel, ZDF-Moderatorin
      • Ibrahim Evsan, Unternehmer

       

      "Das Internet macht unser Hirn kaputt", behauptet der FAZ-Herausgeber und Bestseller-Autor Frank Schirrmacher. Ein fortschrittsfeindlicher Intellektueller, der nicht mitgekriegt hat, dass E-Mail und SMS, Twitter und Internet für zwei Drittel aller Deutschen inzwischen zum Alltag gehören? Nein, auch Schirrmacher arbeitet nicht mehr mit Kladde, Bleistift und Radiergummi. Auch er benutzt die neuen Medien - bezeichnet die ständige Flut von Mails und SMS trotzdem aber als "Körperverletzung".

      Schirrmacher steht mit seiner Skepsis gegenüber einer immer stärker digitalisierten Welt nicht allein. Da gibt es Kreditkartenbetrug und Kinderpornografie, Viren und Trojaner - die Kriminalität steigt, und die Hoffnung sinkt, mit umstrittenen Sperren oder gezieltem Löschen im Netz mehr Sicherheit zu schaffen. Und schließlich geht es auch um die Freiheit. Dass Länder wie China oder Irak das Internet bekämpfen, spricht für sich. Außerdem: Was wäre mit Haiti passiert, wenn die Meldungen über das verheerende Erdbeben nicht so schnell gekommen wären - über das Internet?

      Freiheit im Netz oder Zensur?

      Dass das bisher geheime Video über ein von der US-Armee im Irak verübtes Blutbad jetzt veröffentlicht wurde, ist allein einem Internetdienst zu verdanken. Informationen rund um die Uhr, Kontakte in alle Welt: Das sind die Vorzüge einer Welt auf der Datenautobahn. Doch alles, was wir im Internet tun, hinterlässt Spuren. Und für die interessieren sich Kriminelle genauso wie Politiker und natürlich Unternehmen wie Microsoft, Apple, Yahoo oder Google. Wie gefährlich ist das Internet? Macht es uns dumm? Zerstört es unsere Denk- und Kommunikationsfähigkeit, wenn wir mit Freunden nur noch chatten, statt mit ihnen einfach zu reden?

      In sozialen Netzwerken wie Facebook hinterlassen 7,5 Millionen Menschen allein in Deutschland täglich freiwillig ihre persönlichen Daten. Wie sicher ihre Angaben dort sind, ist ungewiss: Denn das weltgrößte soziale Netzwerk ändert erneut seine Datenschutzregeln zu Lasten der Nutzer, will persönliche Profile automatisch an Dritte weitergegeben. Genau dagegen protestiert Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Doch kann die Politik in der virtuellen Welt überhaupt Macht oder Kontrolle ausüben?

      Droht uns die Totalüberwachung?

      Oder braucht es die schon gar nicht mehr, weil wir mittlerweile freiwillig unsere Geheimnisse und peinlichsten Bilder ins Netz stellen und alles über uns verraten?

      Moderation: Maybrit Illner

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