• 12.03.2010
      19:15 Uhr
      Giftgas für Alaska Der Fall Adolf-Henning Frucht | phoenix
       

      Ausgehend vom wohl schwersten Fall der DDR-Spionage in den 60er Jahren verfolgt der Film die Entwicklung des Wissenschaftlers Adolf-Henning Frucht. Was trieb Frucht dazu, auf eigene Faust militärische Geheimnisse der DDR an die US-Geheimdienste zu verraten?

      Freitag, 12.03.10
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Ausgehend vom wohl schwersten Fall der DDR-Spionage in den 60er Jahren verfolgt der Film die Entwicklung des Wissenschaftlers Adolf-Henning Frucht. Was trieb Frucht dazu, auf eigene Faust militärische Geheimnisse der DDR an die US-Geheimdienste zu verraten?

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Reinhard Joksch
      Helmut Wonschick

      Kaum waren Günter Guillaume, Stasi-Spion bei Kanzler Willy Brandt, und seine Frau Christel verurteilt, da versuchten DDR-Regierungsstellen, die beiden auszulösen. Sie boten für das Ehepaar nicht nur Dutzende von Häftlingen an, sondern Anfang 1976 auch einen Mann "von Kaliber", wie sie meinten: Adolf-Henning Frucht. In Westdeutschland sorgte der Name zunächst für Ratlosigkeit. Wer war dieser Mann?

      Rückblende: Ende 1962 erfährt Frucht in seinem Institut für Arbeitsphysiologie beim Besuch von einem der führenden Militärmediziner der DDR von einem neuen Kampfstoff. Ein chemischer Kampfstoff der Amerikaner sei so modifiziert worden, dass er nicht gefrieren würde. Damit könnten nun die Radarstationen des Westens für mindestens zwölf Stunden ausgeschaltet werden. Amerikas Norden wäre dann einem Angriff schutzlos ausgeliefert. Der Arzt und Physiologe Frucht ist von diesem militärischen Geheimnis schockiert. Er beschließt zu handeln. Über familiäre Verbindungen nach West-Berlin stellt Frucht Kontakt zum amerikanischen Geheimdienst her. Er will den Westen vor dieser Gefahr warnen. Fünf Jahre später wird Frucht verhaftet. Er bekommt lebenslänglich. Ein Glücksfall, wie sein Anwalt Wolfgang Vogel meint. Es hätte auch die Todesstrafe sein können. Zehn Jahre später wird Frucht ausgetauscht. So ungewöhnlich wie der "Fall Frucht" ist auch sein Austausch: Sein Gegenüber ist der chilenische Kommunist Jorge Montes, den Honecker unbedingt aus den Fängen des Pinochet-Regimes befreien will.

      Ein Film von Reinhard Joksch und Helmut Wonschick

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      Freitag, 12.03.10
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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