• 08.03.2010
      06:20 Uhr
      Wohnungen der Götter (2/5) Eine Reise zum heiligen Berg Kailash | phoenix
       

      Der Kailash ist 6.714 Meter hoch und bildet den höchsten Punkt auf dem Dach der Welt in Tibet. Unter den heiligen Bergen der Welt gilt der Kailash als der heiligste, als der Berg der Berge.

      Montag, 08.03.10
      06:20 - 07:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Der Kailash ist 6.714 Meter hoch und bildet den höchsten Punkt auf dem Dach der Welt in Tibet. Unter den heiligen Bergen der Welt gilt der Kailash als der heiligste, als der Berg der Berge.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Michael Albus
      Sonstige Mitwirkung Reinhold Messner

      Ein alter Mythos aus urferner Zeit erzählt davon, in der Mitte der Erde, in Asien, erhebe sich ein Berg, der die Achse der Welt bildet, ein ruhender Pol im ewigen Kreisen, eine Eispagode, ein Schneejuwel. Um ihn herum entstanden die Berge und Kontinente, geboren aus der Tiefe der Erde.

      Seit ältester Zeit wird der Kailash auch als Ursprung der vier großen Flüsse Asiens verehrt. Und tatsächlich entspringen die Quellen vier großer Ströme - des Indus, des Brahmaputra (tibetisch: Tsang-po), des Karnali, der schließlich zum heiligen Ganges wird und des Satledsch - die den Himalaya durchschneiden und getrennte Wege fließen, in einem Umkreis von ungefähr einhundert Kilometern um den Berg.

      Der Kangrinpoche, wie er tibetisch heißt, ist für die Buddhisten, für die Hindus, für die Jains und Bönpos, die Anhänger der regionalen Urreligion, seit tausenden von Jahren der Mittelpunkt des Universums, das Zentrum der Erde, die Achse der Welt. Eine Pilgerreise zu diesem Berg ist für die Gläubigen ein erhabenes Ziel, oft das Ziel ihres Lebens. Sie nahmen und nehmen unsägliche Mühen in Kauf, um sich diesem heiligen Zentrum der Erde zu nähern.

      Die Risiken und Gefahren einer Reise in den Westen Tibets sind groß. Schon allein vom Klima und von der Höhenlage her: Trockenheit, eisige Kälte und große Höhe sind die bestimmenden äußeren Faktoren. Selten wird die Höhenmarke von 4.500 Metern unterschritten.

      Das Fernsehteam mit Reinhold Messner und Kameramann Arno Scheffler - das einzige westliche Kamerateam, das im Jahre 1996 eine Drehgenehmigung bekam - hat unter extremen äußeren Bedingungen die Reise unternommen. Mehrmals war das ganze Unternehmen durch Steckenbleiben in tiefen Flüssen, durch Erdrutsche und frühen Wintereinbruch bedroht. Der Film zeigt Bilder von tiefer Eindringlichkeit und Schönheit und berichtet vom Leben, vom Wandern und dem tiefen Glauben der Tibeter.

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      Montag, 08.03.10
      06:20 - 07:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

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