• 14.01.2018
      23:15 Uhr
      Geheimsache Tiertransporte Wenn Gesetze nicht sch├╝tzen | phoenix
       

      Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.
      Seit 1991 hat der "37┬░"-Autor Manfred Karremann oft im ZDF ├╝ber das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

      Sonntag, 14.01.18
      23:15 - 00:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.
      Seit 1991 hat der "37┬░"-Autor Manfred Karremann oft im ZDF ├╝ber das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

       

      Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.
      Seit 1991 hat der "37┬░"-Autor Manfred Karremann oft im ZDF ├╝ber das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

      Das braun-wei├če Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillk├╝rlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Au├čengrenze zur T├╝rkei. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempf├Ąnger f├╝r lebende Tiere ist neben der T├╝rkei der Nahe Osten. Schon kleine K├Ąlber werden ├╝ber 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der T├╝rkei oder im Nahen Osten ein Ende mit uns├Ąglichen Schrecken.

      Auch Tiersch├╝tzer schlagen erneut Alarm: Niemand schert sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am t├╝rkischen Grenz├╝bergang. Von einer uns├Ąglichen Qu├Ąlerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika.

      Erst k├╝rzlich wurden deshalb eine Million Protestunterschriften an die EU-Kommission in Br├╝ssel ├╝bergeben. Der Hintergrund: Der Europ├Ąische Gerichtshof hat entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss. Doch: Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben. Das best├Ątigt auch "37┬░"-Autor Manfred Karremann. Schon kurz hinter den EU-Au├čengrenzen trifft er auf verdurstete Rinder, ebenso auf Zuchtk├╝he, die auf den Lastwagen geb├Ąren und sterben.

      Manfred Karremann wollte wissen: Sind die Bilder vom Tierleid Ausnahmen? Oder wird hier systematisch ein Gesetz nicht eingehalten? In einer mehrmonatigen, investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernh├Âfen ├╝ber Bulgarien und die T├╝rkei bis in den Libanon gef├╝hrt hat, geht er dieser Frage nach. Mit einem erschreckenden Ergebnis. "37┬░" zeigt seine Bilanz.

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