• 31.03.2021
      17:15 Uhr
      mein ausland Die Stimme des Berges - Felsstürze in den Alpen | phoenix
       

      Steinschläge und Felsstürze mehren sich in den Alpen. Verantwortlich hierfür ist auch der Klimawandel. Mit dem Auftauen des Permafrosts werden die Berge instabiler. Dadurch wird das Leben an vielen alpinen Orten bedroht. Wissenschaftler versuchen mit neuen Messmethoden, die Bewohner in den Tälern rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. ARD-Korrespondent Wolfgang Wanner hat in der Schweiz Bewohner in bedrohten Dörfern getroffen und Forscher bei ihrer Arbeit begleitet.

      Mittwoch, 31.03.21
      17:15 - 17:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Steinschläge und Felsstürze mehren sich in den Alpen. Verantwortlich hierfür ist auch der Klimawandel. Mit dem Auftauen des Permafrosts werden die Berge instabiler. Dadurch wird das Leben an vielen alpinen Orten bedroht. Wissenschaftler versuchen mit neuen Messmethoden, die Bewohner in den Tälern rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. ARD-Korrespondent Wolfgang Wanner hat in der Schweiz Bewohner in bedrohten Dörfern getroffen und Forscher bei ihrer Arbeit begleitet.

       

      Steinschläge und Felsstürze nehmen in den Alpen zu. Verantwortlich hierfür ist auch der Klimawandel. Mit dem Auftauen des Permafrosts werden die Berge instabiler. Dadurch wird das Leben an vielen Orten in den Bergen bedroht. Wissenschaftler versuchen mit neuen Messmethoden, die Bewohner in den Tälern rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. Die Bewohner des Dorfes Randa im Mattertal im Wallis werden mit einem ausgeklügelten Frühwarnsystem bei Fels- und Bergstürzen alarmiert. Wegen des auftauenden Permafrosts sind manche Berge inzwischen so instabil geworden, dass Bergstürze das Leben im Tal bedrohen. So wie 2017 in Bondo in Graubünden, als bei einem Bergsturz acht Menschen ums Leben kamen und das Dorf teilweise zerstört wurde. Auch die Einwohner des kleinen idyllischen Bergdorfes Brienz in Graubünden leben mit der Gefahr eines drohenden Bergsturzes. Die Gemeinde unternimmt alles, um das Dorf zu retten. Mit aufwendigen Bohrungen wollen Forscher dort herausfinden, warum der Berg so instabil ist. Um die Bewohner rechtzeitig zu warnen, wird mit verschiedenen Messgeräten jede noch so kleine Bewegung des Berges registriert. Um Fels und Bergstürze künftig besser vorherzusagen, hat ein Forscherteam von verschiedenen Schweizer Universitäten auf dem Matterhorn auf 3200 Metern Höhe ein Felslabor eingerichtet. Jan Beutel von der ETH Zürich und der Universität Innsbruck hört in den Berg hinein und versucht, die "Stimme des Berges" zu entschlüsseln. Jede Felspartie hat ein spezielles Schwingungsmuster. Mit den daraus entstehenden Tönen könne man vorhersagen, ob ein Bergsturz droht, so Beutel. ARD-Korrespondent Wolfgang Wanner hat in der Schweiz Bewohner in bedrohten Dörfern getroffen und Forscher bei ihrer Arbeit begleitet.

      In "mein ausland" berichten ARD- und ZDF-Korrespondenten über ihre Eindrücke, Erlebnisse und Besonderheiten in "ihren" Ländern und Regionen: Ob die langen Sandstrände von Marokko, das Lebensgefühl in Brooklyn oder der bedrohte Regenwald am Amazonas - "mein ausland" zeigt die Vielfalt der Kontinente und Länder. Auch Krisenregionen werden besucht, die politische Situation beleuchtet, die Menschen in ihrem Alltag begleitet. Die 45-minütigen Reportagen werden exklusiv für phoenix produziert. Sie bieten tiefe Einblicke in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anderer Länder und Kontinente und helfen, die politischen Ereignisse und Krisen in der Welt besser zu verstehen.

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