• 26.01.2021
      18:00 Uhr
      Piste ohne Party Skifahren trotz Corona | phoenix
       

      Auf den Gletschern in den Alpen liegt Neuschnee, die Skisaison könnte vielversprechend starten. Und das wäre zumindest für die Tourismusindustrie wichtig. Die finanziellen Einbußen aus der vergangenen Saison sind hoch. Allein in Österreich errechnen Marktforscher einen Umsatzverlust von 1,8 Milliarden Euro, davon 250 Millionen bei den Liftbetrieben. Über den Sommer haben die Skigebiete Hygienekonzepte erarbeitet. Sicherheit hat Priorität. Das Wort "Après Ski" nimmt hier längst keiner mehr in den Mund. Ein zweites Ischgl, wo sich im Winter 2020 viele Urlauber mit dem Virus ansteckten, soll unbedingt vermieden werden.

      Dienstag, 26.01.21
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Auf den Gletschern in den Alpen liegt Neuschnee, die Skisaison könnte vielversprechend starten. Und das wäre zumindest für die Tourismusindustrie wichtig. Die finanziellen Einbußen aus der vergangenen Saison sind hoch. Allein in Österreich errechnen Marktforscher einen Umsatzverlust von 1,8 Milliarden Euro, davon 250 Millionen bei den Liftbetrieben. Über den Sommer haben die Skigebiete Hygienekonzepte erarbeitet. Sicherheit hat Priorität. Das Wort "Après Ski" nimmt hier längst keiner mehr in den Mund. Ein zweites Ischgl, wo sich im Winter 2020 viele Urlauber mit dem Virus ansteckten, soll unbedingt vermieden werden.

       

      Am Stubaier Gletscher kontrolliert die Gendarmerie die Einhaltung der Regeln. Die Botschaft ist klar: "Sicheres Skifahren ist möglich!" Ein zweites Ischgl, wo sich im Winter 2020 viele Urlauber mit dem Virus ansteckten, soll unbedingt vermieden werden. Denn für viele Regionen ist der Skitourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

      Doch Skifahren ist mehr als das. Frische Spuren in den Pulverschnee zu ziehen, ist ein Lebensgefühl: Viele Deutsche, die zum Saisonbeginn auf den Gletscher kommen, suchen die Freiheit und Weite der Berge. Zu Corona-Zeiten dringender denn je.

      Doch diesen Winter womöglich wieder vergeblich. Die Infektionszahlen steigen, schon Anfang November 2020 müssen Lifte und Hotels schließen. Österreich will durch strenge Maßnahmen im November die Skisaison ab Dezember ermöglichen. Der Tiroler Hotelier Thomas Fresser ist voller Hoffnung: "Wenn wir uns jetzt an alle Regeln halten, können wir in ein paar Wochen wieder aufsperren - dann ist die Skisaison gerettet."

      Sölden in Tirol. Hoteliers und Gastronomen stehen in den Startlöchern. Doch ob die Skisaison tatsächlich wie geplant starten kann, ist ungewiss. Während Deutschland, Frankreich und Italien die Lifte bis in den Januar 2021 geschlossen lassen wollen, sollen die Menschen in der Schweiz und Österreich Ski fahren dürfen. "Egal ob in Wien, Berlin oder München, die Menschen steigen in Busse und Bahnen - warum soll eine Gondelfahrt schlimmer sein?", wundert sich Jack Falkner, der Herr der Söldener Bergbahnen. "Aber darum geht es jetzt gar nicht mehr. Jetzt geht es um Politik."

      In Österreich sollen die Lifte an Weihnachten öffnen dürfen, doch Hotels und Gastronomie bleiben geschlossen. Und: Wer aus einem Risikogebiet nach Österreich einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Damit ist das Weihnachtsgeschäft ruiniert. Für Sölden ist das eine Katastrophe - der Ort lebt fast ausschließlich vom Tourismus.

      Aber immerhin - während in der "Alpenrepublik" an Weihnachten das Pistenvergnügen beginnen soll, stehen in Deutschland die Lifte still. Wer hierzulande auf den Berg will, muss zu Fuß hinauf. Skitouren dürften der Wintertrend 2020/2021 werden - und eine Herausforderung für die bayerischen Bergwachten. Denn wo Tausende Bergverrückte auf Tourenski die Gipfel stürmen, sind viele dabei, die sich überschätzen. Es gibt kaum einen Wintersport, der kräftezehrender ist

      Film von Annette von Donop

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      Dienstag, 26.01.21
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.05.2021