• 18.11.2020
      11:15 Uhr
      corona nachgehakt Wie funktioniert die Nachverfolgung? | phoenix
       

      Aufgrund rasant steigender Infektionszahlen ist in Deutschland mittlerweile ein Großteil der 375 Gesundheitsämter überlastet. Die Folge ist, dass Infektionsketten nicht mehr schnell genug verfolgt werden können. Als Maßnahme sollen weitere Helfer von Bund und Polizei hinzugezogen werden. Gleichzeitig versucht die Bundesregierung durch den derzeit stattfindenden Lockdown die Infektionszahlen zu senken – und somit auch die Kontaktverfolgung wieder mehr gewährleisten zu können.

      Mittwoch, 18.11.20
      11:15 - 11:30 Uhr (15 Min.)
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      Aufgrund rasant steigender Infektionszahlen ist in Deutschland mittlerweile ein Großteil der 375 Gesundheitsämter überlastet. Die Folge ist, dass Infektionsketten nicht mehr schnell genug verfolgt werden können. Als Maßnahme sollen weitere Helfer von Bund und Polizei hinzugezogen werden. Gleichzeitig versucht die Bundesregierung durch den derzeit stattfindenden Lockdown die Infektionszahlen zu senken – und somit auch die Kontaktverfolgung wieder mehr gewährleisten zu können.

       

      Aufgrund rasant steigender Infektionszahlen ist in Deutschland mittlerweile ein Großteil der 375 Gesundheitsämter überlastet. Die Folge ist, dass Infektionsketten nicht mehr schnell genug verfolgt werden können. Als Maßnahme sollen weitere Helfer von Bund und Polizei hinzugezogen werden. Gleichzeitig versucht die Bundesregierung durch den derzeit stattfindenden Lockdown die Infektionszahlen zu senken – und somit auch die Kontaktverfolgung wieder mehr gewährleisten zu können.

      Überlastung der Gesundheitsämter: In Deutschland wird zurzeit ein starker Anstieg von Corona-Infektionen festgestellt. Die relevanten Kontakte der infizierten Menschen müssen ermittelt und nachverfolgt werden. In einigen Regionen kommt es jedoch zu Problemen in den Gesundheitsämtern. So liegen dem Robert-Koch-Institut (RKI) 41 Meldungen von Gesundheitsämtern vor, von denen 34 Ämter angeben, Infektionsschutzmaßnahmen nicht mehr vollständig vornehmen zu können. Bei den restlichen sieben heißt es, dieser Fall werde zeitnah eintreffen.

      Ute Teichert, Ärztin und Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, begründet dies mit dem sprunghaften Anstieg der Corona-Fälle, wie sie dem Deutschlandfunk (Dlf) in einem Interview mitteilte. Sie äußerte sich auch gegenüber den Dlf, dass die Gesundheitsämter eine schlechte personelle Ausstattung haben – die Aufstockung des Personals etwa mit Aushilfen laufe nur bis zum Sommer. Bei den Helfern handelt es sich um Beschäftigte des RKI sowie 5350 Soldaten, welche bei der Testung oder in den Gesundheitsämtern helfen.

      Eigene Kontakte merken: Auch die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg arbeiten bei ihrer Arbeit der Kontaktverfolgung derzeit am Limit, wie der Leiter Peter Friebel am Mittwoch, den 04.11.20, dem SWR mitteilte. Es gebe eine große Anzahl von Überstunden und viele Mitarbeiter seien überlastet. Hier forderte das Sozialministerium die Bevölkerung auf, sich die eigenen Kontaktpersonen zu merken. Im Falle eines positiven Testergebnisses könnten diese so schneller benachrichtigt werden, als es derzeit über das Gesundheitsamt der Fall ist. Nun erhalten die Gesundheitsämter in dem Bundesland Unterstützung mit 16 Soldaten von der Bundeswehr, mit 20 Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie mit 40 neu eingestellten Mitarbeitern. Auch Mitglieder des Freiwilligen Polizeidienstes werden in Kürze in den Gesundheitsämtern zur Unterstützung eingesetzt.

      Meldungen an das Gesundheitsamt: Wenn Menschen vermuten, dass sie sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, insbesondere bei bestehenden Krankheitssymptomen, wird die Durchführung eines Corona-Tests empfohlen. Beim Auftreten von Krankheitszeichen für eine Covid-19-Erkrankung wie Husten oder Fieber sollte man zu Hause bleiben, Abstands- und Hygieneregeln befolgen und beim Arzt anrufen. Im Falle einer bestätigten Corona-Infektion müssen die Ärzte bei Verdacht auf einer Corona-Infektion eines Patienten das Gesundheitsamt informieren. Das Labor, in dem eine SARS-CoV-2-Nachweis bestätigt wird, muss dies auch an das Gesundheitsamt melden. Dem Gesundheitsamt werden dann Name, Adresse und Kontaktdaten der erkrankten Person gemeldet, das dann wiederum Kontakt zu der Person aufnimmt. Die Gesundheitsämter geben auf elektronischem Wege die Informationen der Corona-Fälle an die zuständige Landesbehörden, die die Informationen dann an das Robert Koch-Institut weitergeben. Diese Informationen enthalten keine Angaben zum Namen, Wohnort und Kontaktdaten der erkranken Personen. Zudem werden auch meist Corona-Tests bei engen Kontaktpersonen des an Covid-19 Erkrankten durchgeführt. Wenn man Kontakt zu einer positiv getesteten Person Kontakt hatte, die man in den letzten 14 Tagen getroffen hat, sollte man auch zu Hause bleiben und sich beim Gesundheitsamt melden.

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