• 27.10.2020
      19:15 Uhr
      Damals in Amerika Die Geschichte der Arbeiter | phoenix
       

      Amerika als wilder Westen, als weites Land der Cowboys und ihrer Viehherden - dieses Bild ändert sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Metamorphose der USA zur größten Industrie- und Konsumkultur der Welt Fahrt aufnimmt. Elektrokonzerne wie Westinghouse legen mit der Bereitstellung von Strom den Grundstein für die technische und industrielle Entwicklung. Allein im Hauptwerk sind 10.000 Menschen beschäftigt. Arbeitssicherheit und Entlohnung der Arbeiter*innen hat die boomende Produktion dabei nicht im Blick.

      Dienstag, 27.10.20
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Amerika als wilder Westen, als weites Land der Cowboys und ihrer Viehherden - dieses Bild ändert sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Metamorphose der USA zur größten Industrie- und Konsumkultur der Welt Fahrt aufnimmt. Elektrokonzerne wie Westinghouse legen mit der Bereitstellung von Strom den Grundstein für die technische und industrielle Entwicklung. Allein im Hauptwerk sind 10.000 Menschen beschäftigt. Arbeitssicherheit und Entlohnung der Arbeiter*innen hat die boomende Produktion dabei nicht im Blick.

       

      Amerika als wilder Westen, als weites der Land der Cowboys und ihrer Herden – dieses Bild ändert sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Metamorphose der USA zur größten Industrie- und Konsumkultur der Welt Fahrt aufnimmt.

      Elektrokonzerne wie Westinghouse legen mit der Bereitstellung von Strom den Grundstein für die technische und industrielle Entwicklung. Allein im Hauptwerk sind 10.000 Menschen beschäftigt. Arbeitssicherheit und Entlohnung der Arbeiter*innen hat die boomende Produktion dabei nicht im Blick.

      1911 sterben bei einem Brand in der New Yorker Triangel-Textilfabrik 146 vor allem junge Immigrantinnen. Die Notausgänge waren versperrt. Damals nachgestellte historische Aufnahme zeigen die schwierigen Löschversuche der Feuererwehr. Arbeiter und Arbeiterinnen der großen Betriebe im ganzen Land beginnen sich gegen die ausbeuterischen Bedingungen zu organisieren. Gewerkschaften erleben mit der Großen Depression, der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre, einen Höhenflug.

      Das Elend, insbesondere das der schwarzen Landarbeiter im Süden, die es zuhauf in die großen Städte im Norden zieht, kann allerdings nur über privat organisierte Mildtätigkeit gelindert werden. Historische Aufnahmen zeigen, wie der umjubelte afroamerikanische Reverend Father Devine mit Tafeln und Unterkünften für die schwarze Gemeinde die schlimmste Not lindert.

      1935 verkündet Frances Perkins, die erste Arbeitsministerin der amerikanischen Geschichte, die ebenfalls erste Sozialversicherung Amerikas. Jetzt bedeutet es nicht mehr alles zu verlieren, wenn man seinen Job verliert. Perkins hatte den Brand in der Triangle-Fabrik“ mit ansehen müssen. Fortan setzt sie sich insbesondere für Frauen im Beruf ein. Auch die Gewerkschaften erreichen einiges und verlieren am Ende mit Jimmy Hoffa wieder vieles von ihrer Reputation. Einmalige Aufnahmen zeigen den legendären Chef der Transportgewerkschaft Mitte 50er Jahre vor Gericht, wo er sich wegen seiner Mafia-Verstrickungen verantworten muss.

      Haben viele Arbeiter und Arbeiterinnen lange Not gelitten, prosperiert das Amerika der Nachkriegszeit. Fernsehen und Werbung machen aus Unternehmen wie Coca Cola und Heinz-Ketchup internationale Giganten. Die amerikanische Gesellschaft wird wohlständig. 13 Millionen neue Dienstleistungs-Jobs lassen ein ganz neues, Amerika fortan charakterisierendes Arbeitsfeld entstehen.

      Die Vorstädte wachsen und die Amerikaner ziehen mit Kind und Kegel und Windelservice ins Eigenheim. Pan Am fliegt Business-Reisende und die Stewardessen lächeln wie Filmstars. Das Image des modernen „american way of life“ ist vollendet. Mit der Realität hat es auch in den 1960er Jahren nicht immer etwas zu tun.

      Ein Film von Charles Colville

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      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
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