• 08.10.2017
      12:45 Uhr
      Presseclub nachgefragt Stürzt Katalonien die EU in eine neue Krise? | phoenix
       

      Gäste:

      • Gabriel González Zorrilla, Spanische Redaktion, Deutsche Welle
      • Ulrike Guérot, Publizistin und Gründerin des „European Democracy Lab“, European School of Governance in Berlin
      • Markus Preiß, Leiter des ARD-Europastudios in Brüssel
      • Dirk Schümer, Europakorrespondent, Die Welt/Welt am Sonntag

      Diskussionsleitung: Volker Herres

      Sonntag, 08.10.17
      12:45 - 13:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Gäste:

      • Gabriel González Zorrilla, Spanische Redaktion, Deutsche Welle
      • Ulrike Guérot, Publizistin und Gründerin des „European Democracy Lab“, European School of Governance in Berlin
      • Markus Preiß, Leiter des ARD-Europastudios in Brüssel
      • Dirk Schümer, Europakorrespondent, Die Welt/Welt am Sonntag

      Diskussionsleitung: Volker Herres

       

      Nach dem Referendum der Katalanen steckt Spanien in einer Staatskrise. Madrid und Barcelona wirken wie zwei aufeinander zufahrende Züge, die keiner aufhalten kann. Der spanische Ministerpräsident Rajoy beharrt auf der in der Verfassung garantierten Einheit des Landes, was die katalanische Regierung aber nicht kümmert: Sie will am kommenden Montag die Unabhängigkeit ausrufen. Droht dann mitten in Europa ein Bürgerkrieg?

      Der Konflikt ist aber nicht nur innenpolitisch brisant, sondern auch für ganz Europa von zentraler Bedeutung. Denn die Katalanen stehen mit ihrem Unabhängigkeitsstreben nicht allein. Die Basken, Flamen, Schotten und Nordiren träumen alle den Traum der wiedererlangten Souveränität.

      Die EU-Kommission hat den katalanischen Separatisten bisher die kalte Schulter gezeigt: Sie will weder eine Vermittlerrolle übernehmen noch eine Mitgliedschaft in der EU in Aussicht stellen, wenn die Katalanen ernst machen. Brüssel hat kein Interesse daran, dass sich ein Mitgliedsland in einzelne Bestandteile zerlegt. Auch deshalb nicht, weil man Nachahmer unter allen Umständen vermeiden will. Ist diese Zurückhaltung gerechtfertigt oder eher ein Zeichen politischer Schwäche? Woher rührt eigentlich der Wunsch nach regionaler Selbstständigkeit? Müssen wir uns möglicherweise darauf einstellen, dass aus dem Europa der Nationen ein Europa der Regionen wird, wenn wir das europäische Projekt nicht gefährden wollen?

      Die Gäste:

      • Gabriel González Zorrilla

      Spanische Redaktion, Deutsche Welle
      Gabriel González Zorrilla ist freier Journalist und seit 2001 Mitarbeiter der spanischen Redaktion der Deutschen Welle. Als Sohn spanischer Gastarbeiter wuchs er zweisprachig in Deutschland auf. Er studierte Geschichte, Germanistik und Romanistik in Köln und Madrid. In den 90er Jahren arbeitete er auch als Kulturkorrespondent für die Tageszeitung El País und als Synchronsprecher für Spielfilme. Zwischen 2005 und 2016 war er Projektleiter eines internationalen Awards für Onlineaktivismus und Meinungsfreiheit in 11 Sprachen der Deutschen Welle.

      • Ulrike Guérot

      Publizistin und Gründerin des „European Democracy Lab“, European School of Governance in Berlin
      Ulrike Guérot studierte Politikwissenschaften in Münster und arbeitete schon früh am Thema „Europa“. Sie arbeitete 1995 – 1998 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Organisation „Notre Europe“ in Paris und anschließend als Juniorprofessorin an der John Hopkins University in Washington, USA, im Fachbereich „European Studies“. Von 2000 – 2003 leitete sie die Programmgruppe „Europa“ der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin und von 2007 bis 2013 das Berliner Büro des „European Council on Foreign Relations“. 2014 gründete sie das „European Democracy Lab“ an der European School of Governance in Berlin. Seit April 2016 ist Ulrike Guérot Professorin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems in Österreich.

      • Markus Preiß

      Leiter des ARD-Europastudios in Brüssel
      Markus Preiß leitet seit 2016 das ARD-Europastudio in Brüssel. Seine journalistische Karriere begann er als freier Autor bei der "Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen" und der "Thüringischen Landeszeitung". Später schrieb er unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung" in München und schloss ein Studium der Journalistik und Politik in Dortmund an. 2003 wurde Markus Preiß Redakteur in der "Tagesschau/Tagesthemen"-Redaktion des WDR in Köln. Ende 2006 wechselte er als ARD-Korrespondent nach Brüssel und im Juli 2013 als ARD-Korrespondent nach Paris. Ab Ende 2014 bis 2016 leitete Markus Preiß die "Tagesschau/Tagesthemen"- Redaktion des WDR.

      • Dirk Schümer

      Europakorrespondent, Die Welt/Welt am Sonntag
      Dirk Schümer volontierte nach dem Abitur zunächst bei der „Westfalenpost“, absolvierte seinen Zivildienst in einem Altenheim und studierte im Anschluss Mittelalterliche Geschichte in Hamburg und Paris. 1991 begann er als Redakteur im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, wechselte 1996 als Korrespondent nach Hamburg. Seit 1999 berichtet Dirk Schümer als Europakorrespondent zunächst aus Venedig, dann Wien und seit 2014 wieder aus Venedig. Er veröffentlichte mehrere Bücher, unter anderem 2004 „Das Gesicht Europas – ein Kontinent wächst zusammen“. 2014 erhielt er den Erich-Fromm-Preis sowie den „Premio Venezia“.

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      Sonntag, 08.10.17
      12:45 - 13:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

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