• 21.02.2020
      15:00 Uhr
      Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland Die Story im Ersten - Thema: Rechtsradikale in Deutschland | phoenix
       

      Der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke gilt als Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik: Zum ersten Mal tötet ein Rechtsextremer gezielt einen Politiker. Doch Terrorismus von rechts ist kein neues Phänomen. Im Gegenteil: Seit den 70er Jahren haben Rechtsextreme mehr als 200 Menschen getötet. Dazu kommen mehr als 2000 Sprengstoff- und Brandanschläge."Die Story im Ersten“ taucht tief ein in die seit Jahrzehnten existierende rechtsextreme Szene in Deutschland und zeigt, wie heute Hass und Hetze im Netz und auf der Straße für eine politische Stimmung sorgen, in der sich Rechtsextreme in ihren Gewaltfantasien bestärkt fühlen.

      Freitag, 21.02.20
      15:00 - 15:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 10:45
      Stereo

      Der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke gilt als Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik: Zum ersten Mal tötet ein Rechtsextremer gezielt einen Politiker. Doch Terrorismus von rechts ist kein neues Phänomen. Im Gegenteil: Seit den 70er Jahren haben Rechtsextreme mehr als 200 Menschen getötet. Dazu kommen mehr als 2000 Sprengstoff- und Brandanschläge."Die Story im Ersten“ taucht tief ein in die seit Jahrzehnten existierende rechtsextreme Szene in Deutschland und zeigt, wie heute Hass und Hetze im Netz und auf der Straße für eine politische Stimmung sorgen, in der sich Rechtsextreme in ihren Gewaltfantasien bestärkt fühlen.

       

      Der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke gilt als Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik: Zum ersten Mal tötet ein Rechtsextremer wohl gezielt einen Politiker. Die Dokumentation beleuchtet die engen Verbindungen, die der mutmaßliche Haupttäter in die rechtsextreme Szene hatte. Jahrelang beging er Gewalttaten gemeinsam mit anderen militanten Neonazis - bis er sich scheinbar zurückzog.

      Diese rechtsextremistische Grundierung des Attentats auf den Kasseler Regierungspräsidenten rückt die These vom Einzeltäter in ein neues Licht. Parallelen zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds - kurz NSU - scheinen offensichtlich: Auch das NSU-Trio tötete seine Opfer aus nächster Nähe, per Kopfschuss, und agierte nach der Strategie des "führerlosen Widerstandes" - ein Konzept, das in gewaltbereiten Neonazi-Kreisen propagiert wird. Auch der Mord an Walter Lübcke passt in dieses Muster.

      Das Prinzip rechtsextremer Einzeltäter und Kleingruppen stellt unseren Rechtsstaat vor eine grundsätzliche Frage: Ab wann ist rechte Gewalt Terrorismus? Und wie umgehen mit Gruppen-Chats in denen Mord- und Umsturzfantasien gesponnen werden? Auch im Gerichtsprozess gegen die Gruppe „Revolution Chemnitz“, der in diesen Tagen beginnt, wird es genau um solche Fragen gehen.

      Dabei erzählt die Dokumentation auch: Terrorismus von rechts ist kein neues Phänomen in Deutschland. Das Gegenteil ist der Fall: In der Bundesrepublik haben Rechtsextreme seit den 1970er Jahren mehr als 200 Menschen getötet. Dazu kommen mehr als 2000 Sprengstoff- und Brandanschläge.

      Damit wurden mehr Menschen Opfer von rechter Gewalt als von jeder anderen Form von Terrorismus. Doch meist waren Migranten die Opfer und keine „deutschen“ CDU-Politiker. Der Aufschrei blieb daher aus.

      "Die Story im Ersten: Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland“ taucht tief ein in die seit Jahrzehnten existierende rechtsextreme Szene in Deutschland und zeigt, wie heute Hass und Hetze im Netz und auf der Straße für eine politische Stimmung sorgen, in der sich Rechtsextreme in ihren Gewaltfantasien bestärkt fühlen.

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