• 23.10.2019
      18:00 Uhr
      Überleben im Straßenverkehr Vorfahrt für mehr Sicherheit | phoenix
       

      Auf Deutschlands Straßen verlieren jedes Jahr mehr als 3000 Menschen ihr Leben, Hunderttausende werden verletzt. Viele Unfälle könnten aber mit einfachen Rezepten verhindert werden. Unsere Nachbarn in der Schweiz verfahren nach dem Prinzip der "Via Sicura" – der sichere Weg. Dabei setzen sie auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, auf Bestrafung und Aufklärung. So ist in der Schweiz "Rasen" kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.

      Mittwoch, 23.10.19
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Auf Deutschlands Straßen verlieren jedes Jahr mehr als 3000 Menschen ihr Leben, Hunderttausende werden verletzt. Viele Unfälle könnten aber mit einfachen Rezepten verhindert werden. Unsere Nachbarn in der Schweiz verfahren nach dem Prinzip der "Via Sicura" – der sichere Weg. Dabei setzen sie auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, auf Bestrafung und Aufklärung. So ist in der Schweiz "Rasen" kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.

       

      Auf Deutschlands Straßen verlieren jedes Jahr mehr als 3000 Menschen ihr Leben, Hunderttausende werden verletzt. Viele Unfälle könnten aber mit einfachen Rezepten verhindert werden.

      Unsere Nachbarn in der Schweiz verfahren nach dem Prinzip der "Via Sicura" - der sichere Weg. Dabei setzen sie auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, auf Bestrafung und Aufklärung.

      So ist in der Schweiz "Rasen" kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Frank Rüfenacht von der Kantonspolizei Bern weiß: "Geschwindigkeit ist seit Jahren eine der Hauptursachen für Unfälle im Kanton Bern. Und unsere Verkehrskontrollen sind ein gutes Mittel, um die Unfallzahlen rückläufig zu machen."

      Bei Tempoverstößen drohen harte Strafen, das reicht von hohen Bußgeldern über Führerscheinentzug bis zur Gefängnisstrafe. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, müssen außerdem alle Autofahrer ab einem Alter von 75 Jahren eine verkehrsmedizinische Fahrtauglichkeitsuntersuchung machen. Daneben sind der intensive Ausbau sicherer Verkehrswege und die Entschärfung von Unfallschwerpunktstellen fester Bestandteil der Schweizer Verkehrspolitik.

      In Deutschland gibt es ebenfalls Programme, die abschrecken und aufklären sollen. Die 26-jährige Sandra Kocer erfuhr am eigenen Leib, wie gefährlich Autofahren sein kann: Sie wurde unverschuldet Opfer eines Frontalunfalls mit einem entgegenkommenden Auto. Der Fahrer stand unter Einfluss von Drogen und Alkohol. Damit andere dieses Schicksal nicht erleiden, engagiert sich Sandra in einem Präventionsprogramm für Jugendliche. In der Unfallchirurgie der Berufsgenossenschaftsklinik in Ludwigshafen erzählt sie den Schülern ihre Geschichte: "Wenn ich nur einen erreichen kann, ist das sehr viel wert."

      Auch Kommunen können etwas für die Verkehrssicherheit tun: In Neumünster fährt die Müllabfuhr nur noch mit Abbiege-Assistent in die Kurven. Technische Assistenzsysteme sollen helfen, die Gefahr des toten Winkels zu bannen. In der schleswig-holsteinischen Stadt ziehen Stadtrat, Technisches Betriebszentrum und eine Spedition an einem Strang und setzen auf mehr Sicherheit durch neue Technik.

      Mobilität ist zum Selbstverständnis unserer Zeit geworden - und bleibt doch ein Risiko: Jedes Jahr sterben weltweit 1,35 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Die ZDF-Dokumentationsreihe "plan b" zeigt, wie unsere Straßen sicherer werden können.

      Film von Anna Aumüller

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