• 23.10.2019
      02:30 Uhr
      phoenix history Orte deutscher Geschichte - Berlin | phoenix
       

      Dokumentationen:

      • Superbauten der Geschichte: Der Reichstag
      • Böse Bauten: Hitlers Architektur - Eine Spurensuche in Berlin
      • Die Berliner Gedächtniskirche: Ein deutsches Denkmal
      • Das Berliner Olympiastadion: Von Hitlers Arena zur Spionagezentrale

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 23.10.19
      02:30 - 05:30 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      VPS 03:00
      Stereo

      Dokumentationen:

      • Superbauten der Geschichte: Der Reichstag
      • Böse Bauten: Hitlers Architektur - Eine Spurensuche in Berlin
      • Die Berliner Gedächtniskirche: Ein deutsches Denkmal
      • Das Berliner Olympiastadion: Von Hitlers Arena zur Spionagezentrale

       

      Dokumentationen:

      • Superbauten der Geschichte

      Der Reichstag
      Film von Friedrich Scherer

      Wie kaum ein anderes Gebäude verkörpert der Berliner Reichstag die Geschichte Deutschlands vom Kaiserreich bis heute. Vor allem ist er ein "Überlebenskünstler". In Brand gesetzt, zerschossen und erobert, fast abgerissen, ummauert und verlassen, verhüllt und am Ende auferstanden wie Phönix aus der Asche, bildet er die Höhen und Tiefen deutscher Vergangenheit ab – und nicht nur der parlamentarischen. Er ist ein Zeuge guter und schlechter Zeiten, ein Ort der Wendepunkte deutscher Geschichte.

      Mit feierlichem Zeremoniell wurde das Gebäude am 5. Dezember 1894 eingeweiht. Auf dem Königsplatz vor dem Reichstag in Berlin stand das Militär in Reih und Glied, die gesamte Regierung, Abgeordnete, Heerscharen von Journalisten und viele Schaulustige waren erschienen, um die Schlusssteinlegung zu erleben, die Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich vornahm. Der jedoch war alles andere als begeistert von dem neuen Bau. "Reichsaffenhaus" nannte er ihn abschätzig und ließ auch den Architekten Paul Wallot seine Missbilligung spüren. Der neue Sitz des Parlaments war Wilhelm II. ein Dorn im Auge, am liebsten hätte er ohne die Volksvertreter geherrscht. Doch ließ sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen. Otto von Bismarck hatte die Deutschen 1871 unter preußischer Führung geeint. Das deutsche Kaiserreich war als Bündnis zwischen preußischer Königsmacht und bürgerlicher Nationalbewegung entstanden. Zwar hatte der Reichstag als gesamtdeutsches Parlament nur beschränkte Befugnisse, aber er bot auch der Opposition, etwa den Sozialdemokraten, ein Forum.

      • Böse Bauten

      Hitlers Architektur - Eine Spurensuche in Berlin
      Film von Andreas Sawall

      Trotz Kriegsschäden und späterer Versuche, sämtliche bauliche Hinterlassenschaften des Nazi-Regimes auszulöschen: Einige dieser unbequemen Monumente haben bis heute überlebt. Wie sollen wir mit ihnen umgehen?

      Manche Zeugnisse von Hitlers architektonischem Größenwahn sind im Stadtbild noch gut zu erkennen, andere aber sind versteckt und überwuchert oder gar nur durch Forschungen im Untergrund oder Erkundungen aus der Luft aufzuspüren. Mit archäologischen Grabungen und der exklusiven Öffnung von Bunker-Labyrinthen bringt die ZDF-Dokumentation „Böse Bauten“ das bauliche Schattenreich der Nazi-Zeit ans Tageslicht.

      Besonders viele Relikte von Nazi-Architekturen finden sich in Berlin. Einige sind weithin sichtbar, wie etwa das Olympiastadion, andere nahezu unbekannt und sehr versteckt. Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer plante bis zum Kriegsende 1945 die neue Hauptstadt „Germania“. Letztendlich wurden von den maßlosen Protzbauten und den kilometerlangen Aufmarschstraßen so gut wie nichts verwirklicht.

      Zusammen mit dem Berliner Landesarchäologen Professor Matthias Wemhoff und Mitgliedern des Vereins „Berliner Unterwelten“ streift das ZDF durch das Berlin einer dunklen Zeit. Unterhalb des ehemaligen Flughafens Tempelhof sehen wir ein labyrinthartiges Tunnelsystem, in dem Zwangsarbeiter für den „Endsieg“ schuften mussten. In diesem Sommer erforschten die Archäologen dort die Reste eines der brutalsten Zwangsarbeiterlager Berlins.

      Vergessene Details der Nazizeit finden sich überall in der Hauptstadt, am Olympiastadion ein Hakenkreuz, ebenso wie in einem Verwaltungsgebäude des Deutschen Bundestages. Verschwunden ist die "Neue Reichskanzlei“, die Speer einst in Rekordbauzeit für den Führer baute. An ihrer Stelle befinden sich jetzt Ländervertretungen, Plattenbauten und ein chinesisches Restaurant.

      Der Ost-Berliner Fotograf Robert Conrad war einer der letzten Augenzeugen, der die Reste des Bunkers, in dem sich Hitler das Leben nahm, in den späten 1980er Jahren zu Gesicht bekommen hat. In der Dokumentation zeigt er seine gespenstischen Fotos einer unheimlichen Unterwelt, die es heute nicht mehr gibt. Was ist eigentlich von den anderen Bunkern unter der ehemaligen Reichskanzlei noch erhalten?

      Und was ist aus den hochwertigen Materialien geworden, mit denen diese Bauten erstellt wurden? An welchen Stellen der Stadt ist der rote Marmor der Reichskanzlei zu finden, der nach deren Zerstörung angeblich verbaut wurde. Etwa in der U-Bahnstation Mohrenstraße? Jüngst entdeckte Akten und wissenschaftliche Untersuchungen der Gesteinsproben werden zeigen, was Mythos und was Wahrheit ist.

      Die "bösen Bauten", die Stadtplaner gerne auch als "unbequeme Denkmale" bezeichnen, sind ein Teil unserer Geschichte, die nicht zu verdrängen ist und die an einigen Stellen auch nicht so einfach physisch abgeräumt werden kann. Die sperrigen, die verstörenden Baudenkmale: Sollen sie erhalten oder am Ende gar neu genutzt werden?

      • Die Berliner Gedächtniskirche

      Ein deutsches Denkmal
      Film von Christian Klemke und Andreas Christoph Schmidt

      Als die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gebaut wurde, sollte sie ein Nationaldenkmal sein und ein Tempel der Hohenzollernkaiser. Sie war schon immer mehr Denkmal als Kirche. Nur knapp 50 Jahre überstand sie unbeschädigt. Sie wurde Zeugin nationaler Selbstüberschätzung und der totalen Niederlage. Die Ruine der zerbombten Kirche wurde zum Antikriegs-Symbol, mit dem neu hinzugebauten Gebäudeensemble war sie das Aushängeschild des Schaufensters West-Berlin.

      Zu einem wirklichen nationalen Denkmal wurde sie dann auf ganz eigene Art. Zu einem einzigartigen Wahrzeichen. Als modernistische Stadtplaner das Trümmerfeld West-Berlin schleifen wollten und eine neue Stadt planten, waren es plötzlich die einfachen Berliner - bislang hatten sie der Kirche nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt - die ihnen in den Arm fielen. Nun, da sie Ruine war, kämpften sie plötzlich für sie.

      • Das Berliner Olympiastadion

      Von Hitlers Arena zur Spionagezentrale
      Film von Jan N. Lorenzen

      Das Berliner Olympiastadion ist ein unzerstört in unsere Gegenwart ragendes Relikt aus Hitlers untergegangenem Reich, kein unschuldiges Bauwerk, sondern ein Ort mit viel Vergangenheit. Es ist ein Ort der Massen bis heute.
      Zwei S-Bahn – und eine U-Bahn-Station sorgten schon bei der Eröffnung für die reibungslose An- und Abfahrt der Besuchermassen. Ein geheimer Tunnel, angelegt in den dreißiger Jahren, führt noch heute aus dem Stadion heraus – im Falle eines Terroranschlages würden Politiker und VIPs über diesen Tunnel das Stadion verlassen. Der Filmemacher Jan N. Lorenzen erzählt – mit unbekanntem Archivmaterial und spektakulären Luftaufnahmen – von den Geheimnissen eines öffentlichen Ortes.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 23.10.19
      02:30 - 05:30 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      VPS 03:00
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.02.2020