• 27.08.2019
      15:45 Uhr
      Mein Dresden Die zerrissene Stadt | phoenix
       

      Dresden ist eine schöne, eine stolze Stadt. Aber auch eine tief zerrissene Stadt. Das erlebt man sofort, wenn man das Wort „Pegida“ in den Mund nimmt. Dann ist man Freund oder Feind. Es ist eine ganz persönliche Reise durch eine Stadt der Risse, in der die Nerven blank liegen bis hinein in die Familien. Die meisten, die Bruni Reitzenstein getroffen hat, fühlen sich nicht als Wendeverlierer und können mit der Pegida-Bewegung wenig anfangen. Im Gegenteil: Sie wollen, dass ihre Heimatstadt nicht immer mit den Protest-Demonstranten in Verbindung gebracht wird. Dennoch ist Unzufriedenheit deutlich zu spüren.

      Dienstag, 27.08.19
      15:45 - 16:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 16:00
      Stereo

      Dresden ist eine schöne, eine stolze Stadt. Aber auch eine tief zerrissene Stadt. Das erlebt man sofort, wenn man das Wort „Pegida“ in den Mund nimmt. Dann ist man Freund oder Feind. Es ist eine ganz persönliche Reise durch eine Stadt der Risse, in der die Nerven blank liegen bis hinein in die Familien. Die meisten, die Bruni Reitzenstein getroffen hat, fühlen sich nicht als Wendeverlierer und können mit der Pegida-Bewegung wenig anfangen. Im Gegenteil: Sie wollen, dass ihre Heimatstadt nicht immer mit den Protest-Demonstranten in Verbindung gebracht wird. Dennoch ist Unzufriedenheit deutlich zu spüren.

       

      Dresden ist eine schöne, eine stolze Stadt. Aber auch eine tief zerrissene Stadt. Das erlebt man sofort, wenn man das Wort „Pegida“ in den Mund nimmt. Dann ist man Freund oder Feind.

      Es ist eine ganz persönliche Reise durch eine Stadt der Risse, in der die Nerven blank liegen bis hinein in die Familien. „Bananen wollten wir haben, Flüchtlinge haben wir bekommen“, sagt ihr Großcousin Frank, Pegida-Anhänger und bekennender AfD-Wähler. Für ihn ist klar: Merkel muss weg. Viele ehemalige Klassenkameraden der Autorin Bruni Reitzenstein, die 1984 per Ausreiseantrag die DDR verlassen hat, sehen das hingegen anders. Sie sind stolz darauf, dass eine Ostdeutsche Bundeskanzlerin ist. Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin im Jahr 2015 halten viele hier allerdings auch für einen Fehler. Die meisten, die Bruni Reitzenstein getroffen hat, fühlen sich nicht als Wendeverlierer und können mit der Pegida-Bewegung wenig anfangen. Im Gegenteil: Sie wollen, dass ihre Heimatstadt nicht immer mit den Protest-Demonstranten in Verbindung gebracht wird. Dennoch ist Unzufriedenheit deutlich zu spüren: zu viele Westdeutsche in Führungspositionen, die Abwicklung der ehemaligen DDR durch die Treuhand, weniger Rente, Angst vor Arbeitslosigkeit und vor zu hohen Mieten.

      Dresden hatte immer eine besondere Stellung, eine Randlage in vielerlei Hinsicht – auch zu DDR-Zeiten als „Tal der Ahnungslosen“. Heute, im Jahr 30 nach dem Mauerfall, ist Dresden eine zerrissene Stadt.

      Film von Bruni Reitzenstein

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