• 21.07.2019
      00:00 Uhr
      phoenix history Die Deutschen II | phoenix
       

      Kaiser, Könige, Päpste und Reformanten - sie alle haben die deutsche Geschichte geprägt. "phoenix history" beleuchtet in "Die Deutschen II" zentrale Figuren der deutschen Geschichte.
      Dokumentationen:

      • ca. 00.00, 14.00 Uhr: "Die Deutschen II - Karl der Große und die Sachsen"
      • ca. 00.45, 14.45 Uhr: "Die Deutschen II - Friedrich II. und der Kreuzzug"
      • ca. 01.30, 15.30 Uhr: "Die Deutschen II - Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen"
      • ca. 02.15, 16.15 Uhr: "Die Deutschen II - Karl IV. und der Schwarze Tod"

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.07.19
      00:00 - 03:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

      Kaiser, Könige, Päpste und Reformanten - sie alle haben die deutsche Geschichte geprägt. "phoenix history" beleuchtet in "Die Deutschen II" zentrale Figuren der deutschen Geschichte.
      Dokumentationen:

      • ca. 00.00, 14.00 Uhr: "Die Deutschen II - Karl der Große und die Sachsen"
      • ca. 00.45, 14.45 Uhr: "Die Deutschen II - Friedrich II. und der Kreuzzug"
      • ca. 01.30, 15.30 Uhr: "Die Deutschen II - Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen"
      • ca. 02.15, 16.15 Uhr: "Die Deutschen II - Karl IV. und der Schwarze Tod"

       

      Karl der Große (747-814 n. Chr.), "Vater Europas", schuf ein Imperium von Ungarn nach Spanien, von der Nordsee bis nach Mittelitalien. Unter ihm entstand eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität.

      Friedrich II. (1194 - 1250), das "Staunen der Welt" genannt, war der einzige Herrscher dieser Zeit, dem es gelang das Heilige Grab in Jerusalem ohne Gewalt zu erobern. Sein Reich, von Sizilien bis zur Nordseeküste, regierte Friedrich vor allem durch die Verteilung von Privilegien.

      Hildegard von Bingen (1098 - 1179), die populärste Deutsche des Mittelalters war auf Augenhöhe mit den Mächtigen ihrer Zeit. Besonders ihre Wahrnehmung der Natur, in der sie ein Spiegelbild der göttlichen Weltordnung sah, gilt als außergewöhnlich.

      Während einer der dramatischsten Epochen der deutschen Geschichte regierte Karl IV.(1316 - 1378), der spätere römisch-deutsche Kaiser. In der Mitte des 14. Jahrhunderts erlag rund ein Drittel der Deutschen an den Folgen der Pest.

      Dokumentationen:

      • "Die Deutschen II - Karl der Große und die Sachsen", Film von Werner Biermann

      Er galt schon bei seinen Zeitgenossen als „Vater Europas“: Karl der Große. Er schuf ein Fundament, das den Kontinent prägte. Deutsche und Franzosen betrachten den legendären Karolinger gleichermaßen als Stammvater. Karls Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien.

      Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpunkte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches miteinander verbinden.

      Am Weihnachtstag im Jahr 800 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt. Die römische Kaiserwürde und Reichsidee gingen damit auf das fränkische Herrscherhaus über. Daran konnten später die ostfränkischen und dann die deutschen Könige anknüpfen. Die Grundlage für ein späteres Reich der Deutschen schuf Karl auch durch seine Eroberungen in der Mitte Europas. Dreißig Jahre lang hatte er Krieg gegen die Sachsen geführt, bis er sie schließlich blutig unterwarf und zwang, Christen zu werden. Mit ihrer Eingliederung verschob sich der Schwerpunkt des Frankenreichs nach Osten. Nachdem sich das Imperium Karls ein Jahrhundert später endgültig in ein West- und in ein Ostreich geteilt hatte, waren es ausgerechnet die Nachfahren der einst heidnischen Sachsen, die genug Macht, Willen und Einfluss besaßen, um in die Fußstapfen des großen Karolingers zu treten. So erwarb Otto der Große als von den deutschen Stämmen gewählter „ostfränkischer“ König die Kaiserkrone und legte damit den Grundstock zur Entwicklung der römisch-deutschen Tradition.

      • "Die Deutschen II - Friedrich II. und der Kreuzzug", Film von Christian Feyerabend und Daniel Sich

      "Das Staunen der Welt nannten manche Zeitgenossen den Staufer "Friedrich II. (1194 bis 1250), dessen Reich von Sizilien bis zur Nordseeküste reichte. Neben Deutsch sprach er Italienisch, Französisch, Griechisch und Arabisch, dichtete, philosophierte und schrieb ein Buch über die Falkenjagd.
      Als Kleinkind schon besaß er die deutsche Königswürde, seine Mutter Konstanze von Sizilien ließ ihn dort zum Monarchen krönen. Auf deutschem Boden tobte ein erbitterter Thronstreit zwischen Staufern und Welfen. Wieder einmal war das Fürstenlager gespalten, und der Papst mischte mit. Später eroberte Friedrich die Herrschaft im Norden zurück. Seine Heimat aber blieb Italien. Er lebte die meiste Zeit außerhalb deutscher Lande und machte auch keinen Hehl aus seiner Vorliebe für den Süden. Herkunft, Wesen und Auftreten ließen ihn in Deutschland zu einem Fremden werden, und doch fühlten sich dort viele zu diesem exotisch anmutenden Monarchen auf seltsame Weise hingezogen. Friedrich regierte das Land vor allem durch die Verteilung von Privilegien, was die Fragmentierung des Reiches und die Selbstständigkeit der Landesherren förderte. Nach langem Zögern unternahm Friedrich II. einen Kreuzzug ins Heilige Land. Großes Interesse zeigte der Staufer an der arabischen Kultur und Wissenschaft. Als einzigem Herrscher dieser Zeit gelang es Friedrich II., das Heilige Grab in Jerusalem ohne einen einzigen Schwertstreich zu erobern.

      • "Die Deutschen II - Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen", Film von Friederike Haedecke

      Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) gilt als die populärste Deutsche des Mittelalters - auf Augenhöhe mit den Mächtigen ihrer Zeit. Sie war Visionärin, Naturwissenschaftlerin, Politikerin, Komponistin, Theologin und sogar Managerin zweier von ihr gegründeter Klöster. Viele ihrer Schriften, vor allem ihre Kenntnisse der Naturheilkunde, haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Andere werfen noch immer Fragen auf.

      Während die einen in Hildegards Visionen eine Art Drogenrausch der Kräuterkundigen vermuten, sehen andere darin eine prophetische Gabe, sogar einen Beweis ihrer Heiligkeit. Besondere Nähe zu Gott für sich zu beanspruchen war nicht ungefährlich. Ihren Mut schöpfte sie aus religiösem Sendungsbewusstsein. Hildegards Visionen waren ein mächtiges Instrument für eine Frau in einer Zeit, in der das weibliche Geschlecht komplett unter männlicher Verfügungsgewalt stand. Sie schaffte es, dass der Papst selbst ihre Visionen anerkannte und enthob sich damit des Verdachtes, eine Ketzerin zu sein.

      Aus heutiger Sicht besonders bahnbrechend war ihre Wahrnehmung der Natur, in der sie ein Spiegelbild der göttlichen Weltordnung sah. Auch den menschlichen Körper und die Sexualität beschrieb sie eingehend und mit großer Unbefangenheit.

      • "Die Deutschen II - Karl IV. und der Schwarze Tod", Film von Jürgen Ast und Rolf Bergmann

      Die Regierungszeit Karls IV. (1316-1378) zählt zu den dramatischsten Epochen der deutschen Geschichte. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts rafft die Pest ein Drittel der Deutschen dahin. Der König, der in dieser Schreckenszeit regierte, entstammte der Dynastie der Luxemburger.

      Karl IV. wurde 1316 in Prag geboren. Sein Vater Johann hatte eine böhmische Prinzessin geheiratet und war dadurch einer der mächtigsten Männer im Reich geworden. 1346 gelang es dem ehrgeizigen Luxemburger, durch die Zahlung horrender Bestechungsgelder seinen Sohn Karl als Gegenkönig zum amtierenden Ludwig dem Bayern wählen zu lassen. Karls Position im Reich war zunächst schwach, aber durch den plötzlichen Tod Ludwigs, wenige Monate nach der Wahl, änderte sich die Lage.

      Wird geladen...
      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.07.19
      00:00 - 03:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.05.2021