• 20.07.2019
      21:45 Uhr
      Hitlers Zorn Die Kinder von Bad Sachsa | phoenix
       

      "Verräter": so wurden die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 noch lange nach Kriegsende genannt. Und die Kinder der Widerstandskämpfer waren "Verräterkinder". Deren Väter wurden hingerichtet, ihre Mütter ins Gefängnis gesteckt. Die Töchter, Söhne und Enkel wurden in ein Nazi-Kinderheim nach Bad Sachsa im Harz verschleppt: 46 Mädchen und Jungen im Alter von einem Monat bis zu 15 Jahren.
      "Elemente, die jetzt unbarmherzig ausgerottet werden", befahl Adolf Hitler nur wenige Stunden nach dem gescheiterten Attentat. "Da ist Verräterblut drin", warnte Reichsinnenminister Heinrich Himmler und verfügte die "absolute Sippenhaftung".

      Samstag, 20.07.19
      21:45 - 22:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      "Verräter": so wurden die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 noch lange nach Kriegsende genannt. Und die Kinder der Widerstandskämpfer waren "Verräterkinder". Deren Väter wurden hingerichtet, ihre Mütter ins Gefängnis gesteckt. Die Töchter, Söhne und Enkel wurden in ein Nazi-Kinderheim nach Bad Sachsa im Harz verschleppt: 46 Mädchen und Jungen im Alter von einem Monat bis zu 15 Jahren.
      "Elemente, die jetzt unbarmherzig ausgerottet werden", befahl Adolf Hitler nur wenige Stunden nach dem gescheiterten Attentat. "Da ist Verräterblut drin", warnte Reichsinnenminister Heinrich Himmler und verfügte die "absolute Sippenhaftung".

       

      "Verräter": so wurden die Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 noch lange nach Kriegsende genannt. Und die Kinder der Widerstandskämpfer waren "Verräterkinder". Deren Väter wurden hingerichtet, ihre Mütter ins Gefängnis gesteckt. Die Töchter, Söhne und Enkel wurden in ein Nazi-Kinderheim nach Bad Sachsa im Harz verschleppt: 46 Mädchen und Jungen im Alter von einem Monat bis zu 15 Jahren.

      "Elemente, die jetzt unbarmherzig ausgerottet werden", befahl Adolf Hitler nur wenige Stunden nach dem gescheiterten Attentat. "Da ist Verräterblut drin", warnte Reichsinnenminister Heinrich Himmler und verfügte die "absolute Sippenhaftung". So wurden die Kinder zu Geiseln und bekamen einen anderen Namen.

      Aus Anlass des 75. Gedenktags des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler hat der mehrfach preisgekrönte NDR-Autor Michael Heuer die ehemaligen "Kinder von Bad Sachsa" getroffen. Zum ersten Mal sprechen sie im Fernsehen über ihr heutiges Leben: Wie haben sie das Trauma der Internierung in Bad Sachsa verarbeitet? Welchen beruflichen Weg sind sie gegangen? Und: Was denken sie heute über den wieder erstarkten Rechtsextremismus in Deutschland?

      Wilhelm Graf Schwerin, mit 90 Jahren der älteste Zeitzeuge, die Geschwister Helmtrud und Albrecht von Hagen, damals 8 und 11 Jahre alt, Friedrich-Wilhelm von Hase, der als 7-jähriger alleine ohne seine älteren Geschwister nach Bad Sachsa deportiert wurde, die drei Hansen-Geschwister Frauke, Karsten und Wolfgang und die Enkel Rainer und Carl Goerdeler, damals 4 Jahre bzw. 16 Monate alt. Ihr Großvater wäre nach einem geglückten Umsturz der Nazi-Herrschaft Reichskanzler geworden.

      Fünf Erfahrungen einer verlorenen Kindheit, aber zugleich einer nie aufgegebenen Hoffnung: dass Menschen in der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen.

      Wird geladen...
      Samstag, 20.07.19
      21:45 - 22:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.05.2021