• 10.11.2015
      18:15 Uhr
      Helmut Schmidt - Der deutsche Kanzler Film von Gunter Hofman und Ruprecht Eser | phoenix
       

      Zum Tod von Helmut Schmidt

      • Vieles, was Helmut Schmidt in seinen Kanzlerjahren beschäftigte, ist auch heute wieder aktuell: Terrorismus, Grenzen des Wachstums, Energiekrise, Verbreitung von Atomwaffen und ein immer weiter ausfransendes Parteiensystem. Wie wird man mit solchen Aufgaben fertig? Was macht gutes Regieren und einen starken Kanzler aus? Im Gespräch mit Helmut Schmidt und mit Zeitzeugen gingen die beiden Autoren diesen Fragen nach, die politischen Dramen und Höhepunkte seiner Kanzlerjahre werden mit dokumentarischem Material und mit assoziativen Neudrehs dem Zuschauer noch einmal vor Augen geführt.

      Dienstag, 10.11.15
      18:15 - 19:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      Zum Tod von Helmut Schmidt

      • Vieles, was Helmut Schmidt in seinen Kanzlerjahren beschäftigte, ist auch heute wieder aktuell: Terrorismus, Grenzen des Wachstums, Energiekrise, Verbreitung von Atomwaffen und ein immer weiter ausfransendes Parteiensystem. Wie wird man mit solchen Aufgaben fertig? Was macht gutes Regieren und einen starken Kanzler aus? Im Gespräch mit Helmut Schmidt und mit Zeitzeugen gingen die beiden Autoren diesen Fragen nach, die politischen Dramen und Höhepunkte seiner Kanzlerjahre werden mit dokumentarischem Material und mit assoziativen Neudrehs dem Zuschauer noch einmal vor Augen geführt.

       

      Acht Jahre lang, zwischen 1974 und 1982, hat Helmut Schmidt als Kanzler die Geschicke der Bundesrepublik Deutschland gelenkt.

      Die Dokumentation zeichnet ein politisches Porträt der Amtsjahre, die Schmidt mit dem Image eines Machers begann. Doch schon bald wurde er herausgefordert: Der Terror der RAF brachte die Republik an den Rand des Ausnahmezustands, besonders auf dem Höhepunkt der Schleyer-Entführung und des Kidnappings der Lufthansa-Maschine Landshut, die schließlich in Mogadischu mit dem Eingreifen einer Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes endete. Der Arbeitgeber-Präsident Schleyer wurde von den Terroristen ermordet. Helmut Schmidt hatte eine moralische Last auf sich genommen, an der er damals zu zerbrechen drohte. Er hatte entschieden: Der Staat darf sich nicht erpressen lassen.

      In seine Amtszeit fielen auch Weltwirtschaftskrise und Ölpreisschock - seine Antwort: autofreie Sonntage, für die wirtschaftswunderverwöhnte Republik ein Schock. Schmidt, der "Macher", laviert sich durch die Krise: "Besser fünf Prozent Schulden, als fünf Prozent Arbeitslosigkeit." Sein Weg wird immer einsamer: Als er sich für die Ost- und Entspannungspolitik mit zeitgleicher Nachrüstung entscheidet, steht auch seine Partei, die SPD, nicht mehr geschlossen hinter ihm. Es folgen Konflikte mit der Friedensbewegung und Willy Brandt - es geht um den NATO-Doppelbeschluss.

      Schließlich wechselt der Koalitionspartner FDP die Seiten und besiegelt die Wende hin zum CDU-Kanzler Helmut Kohl. Der kann schließlich die Früchte der Wiedervereinigung ernten. Trotz aller Verwerfungen gilt Helmut Schmidt heute als Maßstab für eine "gute Kanzlerschaft", als "Entscheider", der seine Maßstäbe nicht aus den Augen verliert. Ist er der deutsche Kanzler? Wie hat seine Amtsführung die Bundesrepublik geprägt?

      Vieles, was Schmidt in seinen Kanzlerjahren beschäftigte, ist auch heute wieder aktuell: Terrorismus, Grenzen des Wachstums, Energiekrise, Verbreitung von Atomwaffen und ein immer weiter ausfransendes Parteiensystem. Wie wird man mit solchen Aufgaben fertig? Was macht gutes Regieren und einen starken Kanzler aus?

      Im Gespräch mit Helmut Schmidt und mit Zeitzeugen gingen die beiden Autoren diesen Fragen nach, die politischen Dramen und Höhepunkte seiner Kanzlerjahre werden mit dokumentarischem Material und mit assoziativen Neudrehs dem Zuschauer noch einmal vor Augen geführt.

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