• 26.09.2015
      01:30 Uhr
      Aufbruch zur Einheit (2/3) Sommer 1990 | phoenix
       

      In der dreiteiligen Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit" blickt der MDR weniger auf die weltpolitischen Ereignisse in Berlin und Leipzig als vielmehr auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Mitte Juni 1990. Seit einigen Tagen sind die Augen der Welt auf Italien gerichtet. Dort findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt und ein gesamtdeutsches Märchen nimmt seinen Lauf: Zum ersten Mal werden Ost und West gemeinsam ein Weltmeisterteam feiern.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 26.09.15
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In der dreiteiligen Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit" blickt der MDR weniger auf die weltpolitischen Ereignisse in Berlin und Leipzig als vielmehr auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Mitte Juni 1990. Seit einigen Tagen sind die Augen der Welt auf Italien gerichtet. Dort findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt und ein gesamtdeutsches Märchen nimmt seinen Lauf: Zum ersten Mal werden Ost und West gemeinsam ein Weltmeisterteam feiern.

       

      In der dreiteiligen Dokumentation "1990 - Aufbruch zur Einheit" blickt der MDR weniger auf die weltpolitischen Ereignisse in Berlin und Leipzig als vielmehr auf die Geschehnisse in der Region Mitteldeutschland. Mitte Juni 1990. Seit einigen Tagen sind die Augen der Welt auf Italien gerichtet. Dort findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt und ein gesamtdeutsches Märchen nimmt seinen Lauf: Zum ersten Mal werden Ost und West gemeinsam ein Weltmeisterteam feiern.

      • Logistischer Kraftakt

      Unterdessen rollen in der Heimat unzählige schwer bewachte Geldtransporte über die Straßen. Sie sind Teil eines Prozesses, der vier Monate zuvor angestoßen wurde: die Währungsunion. Ein bislang beispielloses Unterfangen, bei dem Horst Grzywatz für die Region Halle die Vorbereitungen leitet. Räumlichkeiten müssen auf Vordermann gebracht und parallel gültige DDR-Geld-Bestände eingesammelt werden. Bundesbanker Horst Grzywatz begleitet die Aktivitäten mit seiner Videokamera und hält die teils kuriosen Ereignisse für die Nachwelt fest. Nicht selten treffen dabei Welten aufeinander. Bis zum großen Tag der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli wird häufig improvisiert und zu unkonventionellen Methoden gegriffen.

      • Ansturm auf die bunte Warenwelt

      Die dort erhältlichen bunt verpackten und glänzenden Produkte aus dem Westen versprühen eine ungeheure Anziehungskraft auf die DDR-Bürger, viele Händler profitieren davon ungemein. Auch in Zschopau, wo das Ehepaar Schütze im eigenen Hausflur seit März seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Obst und Gemüse bestreitet, ist die Nachfrage riesig. Bald muss ein neuer Verkaufsraum her.
      Doch der Ansturm auf die bunte Welt der Westprodukte hat auch ihre Schattenseiten, einheimische Waren werden förmlich überrollt und verschwinden teils von der Bildfläche. So beispielweise im sächsischen Werdau, wo Georg Meusel mit dem "Werdau-Crimmitschauer Wochenblatt" die erste alternative Zeitung Sachsens nach dem Mauerfall gegründet hatte. Da sich die Käufer auch hier zunehmend den bunten Konkurrenzblättern aus dem Westen hingezogen fühlen, muss das enthusiastische Projekt schließlich der Realität weichen.

      • Zurück in Familienbesitz

      Große Ziele werden derweil nahe der innerdeutschen Grenze im thüringischen Steinach verfolgt. Dort hat die Firma "Marolin" nicht nur ihren Sitz, sondern nun auch einen neuen Besitzer. Das Unternehmen, das viele Jahre auch über die Landesgrenzen hinaus einen guten Ruf besaß, geht wieder in den Familienbesitz von Walter Greiner und Evelyn Forkel über. Sie sehen für ihr spezielles Spielzeuggewerbe durchaus eine Chance in der Marktwirtschaft. "Man hat ja noch 1990 oder 1989 über sechs Millionen Umsatz mit diesen kleinen Tierchen gemacht", erinnert sich die Evelyn Forkel. Doch die Währungsumstellung macht beiden zunächst einen Strich durch die Rechnung.

      Film von Christian H. Schulz

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 26.09.15
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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