• 22.04.2019
      22:00 Uhr
      mein ausland Persisches Tagebuch | phoenix
       

      Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reiste ZDF-Korrespondent Jörg Brase mit seinem Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigt Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch die Sanktionen der USA bedroht ist.

      Montag, 22.04.19
      22:00 - 23:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reiste ZDF-Korrespondent Jörg Brase mit seinem Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigt Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch die Sanktionen der USA bedroht ist.

       

      Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reiste ZDF-Korrespondent Jörg Brase mit seinem Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigt Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch die Sanktionen der USA bedroht ist.

      „Alle Welt denkt, der Iran, das seien schwarz verschleierte Frauen und bärtige Mullahs“, sagt die 25-jährige Shaghayegh, „doch der Iran ist auch ein modernes, hoch entwickeltes Land voller junger Leute, die Träume haben und so leben wollen, wie andere junge Leute auch.“ Shaghayegh findet einen Weg auszubrechen und sich ein Stück Privatheit zu erobern in einem Land, in dem das öffentliche Leben strengen Regeln unterliegt.

      Feyzollah Haghighi meint, der Iran sei wie ein Granatapfel. Schön und fest, außen bitter, innen süß. Haghighi ist 78 Jahre alt und zählt zu den Großen der alten iranischen Kunst des Teppichknüpfens. Am Rande Isfahans besitzt er einen Granatapfelhain, in den er sich zurückzieht, um Ruhe zu finden. „Denn wenn ich den Iran heute sehe, 40 Jahre nach der islamischen Revolution“, sagt Haghighi, „dann regt mich das zu sehr auf.“

      „Die Zukunft meines Sohnes ist unsere größte Sorge“, sagt der 40-jährige Behzad. Er lebt im Norden in der Millionenstadt Tabriz und versucht alles, damit eine seiner vielen Geschäftsideen funktioniert. Weil er und seine Frau unter den US-Sanktionen gegen den Iran leiden, denken sie darüber nach, ihre Heimat zu verlassen und ins Ausland zu gehen.

      Doch die meisten wollen bleiben, sehen ihre Zukunft im Iran, auch wenn die Islamische Republik ihnen das Leben oft nicht leicht macht. Aufgeben jedoch ist keine Option. „Seit über 20 Jahren kämpfe ich darum, wieder Farbe ins Leben der iranischen Frauen zu bringen“, sagt die bekannte Modedesignerin Mahla Zamani, „und ich werde diesen Kampf gewinnen.“

      Film von Jörg Brase und Niloufar Taghizadeh

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      Montag, 22.04.19
      22:00 - 23:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.12.2020