• 16.03.2019
      00:00 Uhr
      phoenix persönlich Ines Geipel zu Gast bei Alfred Schier | phoenix
       

      Es sei nicht einfach für sie, über ihre persönliche Geschichte zu sprechen, so die ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel. Ihre Sportkarriere wurde jäh beendet, weil ihr bei einer Blinddarmoperation gesamte Bauch samt Muskulatur durchschnitten wurde. Doch sie wolle an ihrer Biographie deutlich machen, „wozu ein System in der Lage war, wie weit es gehen konnte, wenn man zum Feind erklärt wurde".
      In der Sendung „phoenix persönlich" spricht Alfred Schier mit der Ines Geipel über ihr Leben in der DDR, über die politische Situation in den neuen Ländern und darüber, wie sie ins Visier der Staatssicherheit geriet.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 16.03.19
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Es sei nicht einfach für sie, über ihre persönliche Geschichte zu sprechen, so die ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel. Ihre Sportkarriere wurde jäh beendet, weil ihr bei einer Blinddarmoperation gesamte Bauch samt Muskulatur durchschnitten wurde. Doch sie wolle an ihrer Biographie deutlich machen, „wozu ein System in der Lage war, wie weit es gehen konnte, wenn man zum Feind erklärt wurde".
      In der Sendung „phoenix persönlich" spricht Alfred Schier mit der Ines Geipel über ihr Leben in der DDR, über die politische Situation in den neuen Ländern und darüber, wie sie ins Visier der Staatssicherheit geriet.

       

      Es sei nicht einfach für sie, über ihre persönliche Geschichte zu sprechen, so die ehemalige DDR-Spitzensportlerin Ines Geipel. Ihre Sportkarriere wurde jäh beendet, weil ihr bei einer Blinddarmoperation im Auftrag der Stasi der gesamte Bauch samt Muskulatur durchschnitten wurde. Doch sie wolle an ihrer Biographie deutlich machen, „wozu ein System in der Lage war, wie weit es gehen konnte, wenn man zum Feind erklärt wurde". Sie sei zur „Sportverräterin" erklärt worden, habe nicht mehr zum „Sportclan" gehört, „das war natürlich auch eine maximale politische Aufladung". Denn der Sport sei wie „der heilige Gral" für die DDR gewesen, „der einzige Bereich, wo man super erfolgreich war, sichtbar war, auch in der Welt. Und insofern hat man natürlich jeden Einzelnen sehr genau beäugt."

      In der Sendung „phoenix persönlich" spricht Alfred Schier mit der Schriftstellerin Ines Geipel über ihr Leben in der DDR, über die politische Situation in den neuen Ländern und darüber, wie sie ins Visier der Staatssicherheit geriet.

      Ines Geipel mahnt eine Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit an, die die Zeit des Nationalsozialismus miteinschließen müsse. „Wir haben viel über die DDR gesprochen, aber der Osten erzählt sich gerade über diese Verzahnung zweier Diktaturen, Nationalsozialismus und DDR, und das spielt sich logischerweise vor allen Dingen in den Familien ab." So sieht Ines Geipel ihre persönliche Familiengeschichte exemplarisch für das, was sich in zahlreichen Familien abspielte. Es sei vieles „weggedrückt, beschwiegen, verklärt, verdrängt" worden, so Geipel, deren aktuelles Buch „Umkämpfte Zone" eine Verzahnung von Familiengeschichte und Zeitgeschichte darstellt. Ihre Kindheit sei eine Kindheit mit vielen Geheimnissen gewesen, erklärt Ines Geipel, deren Großväter in der SS waren und deren Vater unter acht verschiedenen Identitäten 15 Jahre als Agent für die Staatssicherheit im Westen tätig war.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.07.2019