• 29.01.2015
      03:30 Uhr
      Thema: Mexikos Drogenkrieg Moderation: Klaus Weidmann | phoenix
       

      Vor sieben Wochen verschwanden 43 Studenten im mexikanischen Guerrero. Es heißt, sie seien getötet worden, doch viele Angehörige glauben dies den Behörden nicht, und protestieren gegen die unzureichende Verbrechensaufklärung und Gewalt im Land. Im phoenix Thema "Mexikos Drogenkrieg" spricht Klaus Weidmann mit dem Menschenrechtsaktivisten Abel Barrera Hernandez, der die Familien der verschwundenen Studenten vertritt. Gast im Studio ist außerdem Ingrid Spiller, Leiterin des Regionalreferats Lateinamerika der Heinrich-Böll-Stiftung.

      • Darin die Dokumentation: Showdown am Rio Grande - Drogenkrieg in Mexiko

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 29.01.15
      03:30 - 04:45 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

      Vor sieben Wochen verschwanden 43 Studenten im mexikanischen Guerrero. Es heißt, sie seien getötet worden, doch viele Angehörige glauben dies den Behörden nicht, und protestieren gegen die unzureichende Verbrechensaufklärung und Gewalt im Land. Im phoenix Thema "Mexikos Drogenkrieg" spricht Klaus Weidmann mit dem Menschenrechtsaktivisten Abel Barrera Hernandez, der die Familien der verschwundenen Studenten vertritt. Gast im Studio ist außerdem Ingrid Spiller, Leiterin des Regionalreferats Lateinamerika der Heinrich-Böll-Stiftung.

      • Darin die Dokumentation: Showdown am Rio Grande - Drogenkrieg in Mexiko

       

      Vor sieben Wochen verschwanden 43 Studenten im mexikanischen Guerrero. Es heißt, sie seien getötet worden, doch viele Angehörige glauben dies den Behörden nicht, und protestieren gegen die unzureichende Verbrechensaufklärung und Gewalt im Land. Im phoenix Thema "Mexikos Drogenkrieg" spricht Klaus Weidmann mit dem Menschenrechtsaktivisten Abel Barrera Hernandez, der die Familien der verschwundenen Studenten vertritt. Gast im Studio ist außerdem Ingrid Spiller, Leiterin des Regionalreferats Lateinamerika der Heinrich-Böll-Stiftung.

      Der Bürgermeister der Stadt Iguala soll die Gefangennahme und die Auslieferung der 43 Studenten an eine kriminelle Organisation angeordnet haben. Die Bevölkerung glaubt nicht an eine gründliche und wahrheitsgetreue Ermittlungsarbeit. Das Vertrauen in die Rechtstaatlichkeit des Landes haben die meisten Menschen in Mexiko schon lange verloren. Zwar kämpft die Regierung seit acht Jahren mit Militärgewalt gegen die großen Drogenkartelle, aber mit wenig Erfolg. Nach Expertenschätzungen sollen in diesem blutigen Krieg bereits 80.000 Menschen getötet worden sein, Tausende werden vermisst. Wird dieser Fall der "Los 43" der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt? Kann diese Krise die Kraft entwickeln, die Mexiko braucht, um einen Umbruch zu erreichen?

      Darin die Dokumentation: Showdown am Rio Grande - Drogenkrieg in Mexiko

      Die gefährlichste Stadt der Welt - Bagdad? Kabul? Nein, dieses zweifelhafte Prädikat verdient sich eine Stadt direkt an der Grenze zu den USA - die mexikanische Ciudad Juárez. Dort wurden im vergangenen Jahr allein 2.500 Menschen getötet, das entspricht einer Quote von 190 Morden pro 100.000 Einwohnern. In Juárez allein starben 2009 mehr Zivilisten als in ganz Afghanistan - das ist der fürchterliche Blutzoll des Drogenkriegs. Hier wird im Stundentakt gemordet. Die Grenzstadt Ciudad Juárez ist eine der wichtigsten Transitrouten für Kokain und andere Drogen in die USA, und hier haben die Mafiosi eine unglaubliche Macht.

      Die Perspektivlosigkeit in dieser Wüstenstadt treibt viele Jugendliche in den Drogenhandel, hier können sie schnelles Geld verdienen, und sich Autos und andere Statussymbole leisten. Polizisten gelten in Mexiko oft als korrupt, aber diejenigen, die sich nicht bezahlen lassen, stehen unter ständiger Lebensgefahr, ihre Arbeit ist gefährlich und der Tod in Juárez ist ein ständiger Begleiter. Im Gefängnis von Juárez sitzen einige der rivalisierenden Banden-Mitglieder ein. Vor einigen Monaten kam es im Hochsicherheitstrakt zu Schießereien zwischen den verschiedenen Kartellen - der Krieg geht auch dort weiter.

      Es ist nicht ungefährlich, mit solchen Drogenkriminellen Kontakt aufzunehmen - aber manche packen vor der Kamera aus. Für diese Reportage begeben sich der SWR-Korrespondent Stefan Schaaf und sein Team in die Hölle des Drogenkriegs und müssen dabei so vorsichtig vorgehen wie bei einem Frontbesuch - nur, dass man in Juárez nie weiß, wo die Front verläuft.

      Film von Stefan Schaaf

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 29.01.15
      03:30 - 04:45 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.09.2022