• 25.01.2015
      14:00 Uhr
      Presseclub Draghis Geldschwemme und die Wahl in Griechenland - Rettung oder Ruin für Europa? | phoenix
       

      Müssen wir Griechenland bald noch mehr Schulden erlassen? Wer profitiert und wer verliert bei Mario Draghis Milliarden-Wette? Und rettet die EZB Europa aus der Krise? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im ARD-Presseclub mit seinen Gästen:

      • Ulrike Herrmann - Wirtschaftskorrespondentin der taz
      • Marina Kormbaki - Europa-Expertin beim Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Mediengruppe
      • Gregor Peter Schmitz - Europa-Korrespondent, Jurist, Politikwissenschaftler und regelmäßiger Kommentator im Deutschlandfunk und internationalen Medien
      • Wolfram Weimer - Publizist und Verleger

      • Darin: Presseclub nachgefragt

      Sonntag, 25.01.15
      14:00 - 15:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Müssen wir Griechenland bald noch mehr Schulden erlassen? Wer profitiert und wer verliert bei Mario Draghis Milliarden-Wette? Und rettet die EZB Europa aus der Krise? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im ARD-Presseclub mit seinen Gästen:

      • Ulrike Herrmann - Wirtschaftskorrespondentin der taz
      • Marina Kormbaki - Europa-Expertin beim Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Mediengruppe
      • Gregor Peter Schmitz - Europa-Korrespondent, Jurist, Politikwissenschaftler und regelmäßiger Kommentator im Deutschlandfunk und internationalen Medien
      • Wolfram Weimer - Publizist und Verleger

      • Darin: Presseclub nachgefragt

       

      Kaum Wachstum, eine Inflation nahe Null und mehr als 20 Millionen Arbeitslose: Europa steckt noch immer tief in der Wirtschaftskrise. Mit seinem gigantischen Gelddruckprogramm stemmt sich Mario Draghi dagegen: Jeden Monat pumpt die Europäische Zentralbank 60 Milliarden Euro in Europas Banken und nimmt ihnen dafür Staatsanleihen ab. Das Geld sollen die Banken als Kredite an Unternehmen weiterreichen. Dann könne die Wirtschaft endlich wieder wachsen, die Inflation steigen und der schwache Euro helfe den Exporteuren. Soweit der Plan.

      Doch bei uns in Deutschland zweifeln viele, dass er aufgeht. Billiges Geld gebe es wegen der Mini-Zinsen ja jetzt schon im Überfluss und trotzdem komme es nicht bei den Firmen an. Draghi sorge stattdessen dafür, dass Europas Krisenländer weniger Anreiz hätten, Reformen durchzuziehen. Die deutschen Sparer würden enteignet, der Euro zur Billigwährung. Viele andere Euro-Staaten hingegen jubeln. Das frische, billige Geld entlastet sie vom harten Brüsseler Reformdruck. Spanien, Italien oder Frankreich hadern mit den Vorgaben der reichen
      Deutschen und Europa droht politisch auseinander zu driften. Viele Bürger haben sich radikalen Parteien zugewandt, wie in Griechenland. Hier wird am Sonntag wohl die linke "Syriza" die Wahlen gewinnen. Sie will die Hilfspakete neu verhandeln und Schulden erlassen bekommen. Neuer Sprengstoff für Europa.

      Müssen wir Griechenland bald noch mehr Schulden erlassen? Wer profitiert und wer verliert bei Mario Draghis Milliarden-Wette? Und rettet die EZB Europa aus der Krise?
      Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im ARD-Presseclub mit seinen Gästen:

      • Ulrike Herrmann

      Wirtschaftskorrespondentin der taz ; Ausbildung zur Bankkauffrau, Besuch der Henri-Nannen-Schule sowie Studium (Geschichte und Philosophie) an der FU Berlin; anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin der Körber-Stiftung und Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager; 2000 Wechsel zur taz , dort Parlamentskorrespondentin, Leiterin der Meinungsredaktion und jetzt Wirtschaftskorrespondentin

      • Marina Kormbaki

      Marina Kormbaki ist Europa-Expertin beim Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Mediengruppe, ihre Artikel erscheinen in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung , der Leipziger Volkszeitung , der Märkischen Allgemeinen Zeitung in Potsdam und zahlreichen weiteren regionalen Tageszeitungen des Verlages. Sie beschäftigt sich in ihren Analysen und Reportagen schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der europäischen Staatsschulden- und Finanzkrise. Sie ist gebürtige Hannoveranerin mit griechischem Migrationshintergrund und studierte Sozialwissenschaften in Hannover.

      • Gregor Peter Schmitz

      Dr. Gregor Peter Schmitz ist Europa-Korrespondent mit Sitz in Brüssel. Zuvor arbeitete er sechs Jahre lang als USA-Korrespondent des SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE in Washington, wo er Teil des WikiLeaks- und NSA-Team des Magazins war und mit dem Arthur F. Burns-Preis und Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet wurde. Jurist und Politikwissenschaftler, Studienabschlüsse in München, Paris, Cambridge und Harvard. Vor seinem Eintritt in den SPIEGEL-Verlag Leitung des Brüsseler Büros der Bertelsmann-Stiftung. Autor des in zehn Sprachen übersetzten SPIEGEL-Bestseller "Wetten auf Europa: Gespräche mit George Soros" (DVA-Verlag, 2013) und regelmäßiger Kommentator im Deutschlandfunk und internationalen Medien.

      • Wolfram Weimer

      Wolfram Weimer ist Publizist und Verleger. In seiner Weimer Media Group erscheinen der Wirtschaftskurier , die Börse am Sonntag sowie das Magazin Denkzeit". Weimer war Chefredakteur der Tageszeitungen Die Welt und Berliner Morgenpost sowie des Nachrichtenmagazins Focus". Er ist außerdem Gründungsherausgeber des von ihm 2004 geschaffenen Politik-Magazins Cicero .

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      Sonntag, 25.01.15
      14:00 - 15:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

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