• 30.01.2015
      07:00 Uhr
      Tauchfahrten: Das Ende der Admiral Graf Spee Film von Heike Nelsen-Minkenberg und Martin Papirowski | phoenix
       

      Als die Admiral Graf Spee am 21. August 1939 in Wilhelmshaven die Anker lichtet, ahnt niemand, dass der deutsche Panzerkreuzer nicht mehr zurückkehrt. Zehn Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges macht sich das Paradeschiff der Deutschen Flotte auf den Weg zu einer geheimen Mission. Das Ziel kennt allein Kapitän Hans Langsdorff, der seinen brisanten Auftrag erst auf hoher See enthüllt: Die Graf Spee soll sich im Südatlantik auf die Lauer legen und den englischen Handelsverkehr beobachten. Eine "getarnte Mobilmachung", wie es im Logbuch heißt, um im Kriegsfall die Versorgung des Königreichs mit Gütern aus den Kolonien zu kappen.

      Freitag, 30.01.15
      07:00 - 07:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Als die Admiral Graf Spee am 21. August 1939 in Wilhelmshaven die Anker lichtet, ahnt niemand, dass der deutsche Panzerkreuzer nicht mehr zurückkehrt. Zehn Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges macht sich das Paradeschiff der Deutschen Flotte auf den Weg zu einer geheimen Mission. Das Ziel kennt allein Kapitän Hans Langsdorff, der seinen brisanten Auftrag erst auf hoher See enthüllt: Die Graf Spee soll sich im Südatlantik auf die Lauer legen und den englischen Handelsverkehr beobachten. Eine "getarnte Mobilmachung", wie es im Logbuch heißt, um im Kriegsfall die Versorgung des Königreichs mit Gütern aus den Kolonien zu kappen.

       

      Als die Admiral Graf Spee am 21. August 1939 in Wilhelmshaven die Anker lichtet, ahnt niemand, dass der deutsche Panzerkreuzer nicht mehr zurückkehrt. Zehn Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges macht sich das Paradeschiff der Deutschen Flotte auf den Weg zu einer geheimen Mission. Das Ziel kennt allein Kapitän Hans Langsdorff, der seinen brisanten Auftrag erst auf hoher See enthüllt: Die Graf Spee soll sich im Südatlantik auf die Lauer legen und den englischen Handelsverkehr beobachten. Eine getarnte Mobilmachung , wie es im Logbuch heißt, um im Kriegsfall die Versorgung des Königreichs mit Gütern aus den Kolonien zu kappen. Die Dokumentation erzählt die außergewöhnliche Geschichte des umstrittenen Kapitäns Langsdorff.

      Am 26. September erhält der Kommandant Order, so viele britische Schiffe zu versenken wie möglich. Die Jagd ist eröffnet. In den ersten Kriegsmonaten geht der Plan auf: Innerhalb weniger Wochen schickt die Admiral Graf Spee knapp 50.000 Bruttoregistertonnen auf den Meeresboden. Der gigantische Verlust setzt die Heeresleitung in London Whitehall unter Zugzwang. Tag und Nacht glühen in der Zentrale der Royal Navy die Telefondrähte. Der britische Nachrichtendienst ist der Admiral Graf Spee verzweifelt auf den Fersen. Doch ohne Erfolg. In den Weiten des Ozeans bleibt der Taschenpanzerkreuzer unentdeckt. Um ihre Frachter bestmöglich zu schützen, bleibt der Admiralität nichts anderes übrig, als den englischen Flottenverband im Südatlantik zu verstärken. Die Strategie der Deutschen ist aufgegangen: Großbritannien zieht seine Kriegsschiffe von den Kampfschauplätzen im Nordatlantik ab.

      Im Dezember beschließt Kapitän Langsdorff die Rückkehr in die Heimat. Doch zuvor will er einen letzten großen Coup landen. Der Geheimdienst in Berlin meldet englische Schiffskonvois vor Südamerika. Langsdorff wittert seine große Chance und hält mit voller Kraft auf die Küste zu - dem Feind direkt in die Arme. Denn was sein Maat am Morgen des 13. Dezember für einen Geleitzug hält, entpuppt sich als Verband hochgerüsteter Kriegsschiffe. Kurze Zeit später tobt die erste Seeschlacht des Zweiten Weltkrieges vor der Mündung des Rio de la Plata. Zwar kann Langsdorff dem Gegner schweren Schaden zufügen, doch auch die Spee kassiert vernichtende Treffer. Der Handelsstörer muss den nächsten Hafen anlaufen, um die Maschinen zu überholen. Mit langsamer Kraft voraus steuert der Kapitän das neutrale Montevideo an. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich bald herausstellen sollte. Denn Uruguays Unabhängigkeit besteht nur auf dem Papier. Tatsächlich pflegt die Regierung mit Großbritannien enge Wirtschaftsbeziehungen. Langsdorff wird auf Drängen des englischen Botschafters die notwendige Aufenthaltsdauer zur Reparatur verwehrt. Ihm bleiben nur wenige Tage, sein Schiff auf Vordermann zu bringen. In der Zwischenzeit gehen die feindlichen Kampfverbände vor der Flussmündung auf Position. Langsdorff weiß, er sitzt in der Falle und fasst einen waghalsigen Plan.

      Am Abend des 17. Dezember läuft das Kriegsschiff unter den Augen der Weltöffentlichkeit aus dem Hafen aus. Tausende von Schaulustigen und Reporter säumen den Pier. Sie wollen dabei sein, wenn die Engländer die Deutschen ins Kreuzfeuer nehmen. Doch plötzlich zerreißt eine Explosion die Stille über dem Rio de la Plata. Die Admiral Graf Spee geht in Flammen auf und versinkt kampflos im Meer. In einer kühnen Aktion hatte Langsdorff die Spee in die Luft gesprengt. Ein Großteil der 1100 Mann starken Besatzung war längst auf dem sicheren Weg nach Argentinien.

      Bis zuletzt hielt Langsdorff an seinem Entschluss fest, mit der Spee unterzugehen. Für ihn war es eine Frage der Ehre, bis zum bitteren Ende auf der Kommandobrücke zu bleiben. Doch dann flüchtet auch er nach Buenos Aires. Dort will er sicherstellen, dass die argentinischen Behörden Hitlers Soldaten als Schiffbrüchige anerkennen und von einer Internierung absehen. Die Schuld am Verlust der Graf Spee aber wiegt schwer auf den Schultern des Kommandanten. Am 19. Dezember nimmt er sich das Leben. Adolf Hitler verurteilte das Vorgehen seines Untergebenen als Feigheit vor dem Feind.

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      Freitag, 30.01.15
      07:00 - 07:45 Uhr (45 Min.)
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