• 18.03.2019
      17:00 Uhr
      Seilbahn und Flugtaxi Wege aus dem Verkehrskollaps | phoenix
       

      Im bolivianischen La Paz gibt es das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Täglich nutzen bis zu 300 000 Menschen den "Teleférico". Kann das ein Modell für Europa sein?
      "planet e." zeigt den Kampf von Verkehrsexperten, Seilbahnbauern und Spezialfirmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt in den Großstädten. Zudem geht die Dokumentation der Frage nach, ob hochmoderne Seilbahntechnik sowie bemannte Drohnen das Verkehrschaos auf der Straße bändigen können.

      Montag, 18.03.19
      17:00 - 17:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Im bolivianischen La Paz gibt es das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Täglich nutzen bis zu 300 000 Menschen den "Teleférico". Kann das ein Modell für Europa sein?
      "planet e." zeigt den Kampf von Verkehrsexperten, Seilbahnbauern und Spezialfirmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt in den Großstädten. Zudem geht die Dokumentation der Frage nach, ob hochmoderne Seilbahntechnik sowie bemannte Drohnen das Verkehrschaos auf der Straße bändigen können.

       

      Im bolivianischen La Paz gibt es das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Täglich nutzen bis zu 300.000 Menschen den "Teleférico". Kann das ein Modell für Europa sein?

      Torsten Bäuerlen von der österreichischen Seilbahn-Firma Doppelmayr hat derzeit viel zu tun. Denn das Unternehmen wird im März die "silberne Linie" in Boliviens Hauptstadt La Paz fertig stellen. Dann schweben insgesamt zehn Bahnen zwischen den Schwesterstädten La Paz und El Alto hin und her. Das Netz misst gut 33 Kilometer, hat 26 Ein- und Ausstiegspunkte. Die Kabinen schweben über Friedhöfe, schmucke Wohnhäuser, Armenviertel, Gärten und Fabrikdächer hinweg.

      Von einem solchen City-Seilbahnnetz ist man in Deutschland noch weit entfernt. Hierzulande sind Seilbahnen überwiegend für touristische Ziele im Einsatz – etwa im Berliner Erholungspark Marzahn. Die Seilbahn wurde anlässlich der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017 errichtet und ist nach wie vor erfolgreich: drei Millionen Fahrten in den ersten sechs Monaten. Inzwischen plant auch die Stadt München eine urbane Seilbahn, die 4.000 Menschen pro Stunde und Richtung transportieren könnte.

      Der Luftraum über den Straßen ließe sich nicht nur von Seilbahnen nutzen, sondern auch von Drohnen. Geplant sind bemannte Mini-Flieger, die autark ihr Ziel in der City suchen. An der TH Ingolstadt wird im Bereich "Urban Air Mobility" bereits daran geforscht. In diesem Jahr sollen die ersten Test-Flüge eines Flugtaxis über eine Distanz von rund 20 Kilometern stattfinden. Ein solches Flugtaxi-Testfeld ist einzigartig in Europa.

      Eine Reihe von Unternehmen arbeitet bereits an entsprechenden Drohnen-Konzepten. Die Firma "Volocopter" beispielsweise glaubt daran, dass in zehn Jahren bemannte Mini-Flieger bis zu 100.000 Passagiere pro Stunde an ihr Ziel bringen. In "Volo-Hubs", modernen Gondelstationen, sollen alle 30 Sekunden Volocopter landen und starten. Die Experten wissen: Noch müssen viele rechtliche und administrative Hürden überwunden und Bedenken der Passagiere zerstreut werden, bis solche Ideen Wirklichkeit sind.

      "planet e." zeigt den Kampf von Verkehrsexperten, Seilbahnbauern und Spezialfirmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt in den Großstädten. Zudem geht die Dokumentation der Frage nach, ob hochmoderne Seilbahntechnik sowie bemannte Drohnen das Verkehrschaos auf der Straße bändigen können.

      Film von Patrick Zeilhofer und Volker Wasmuth

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