• 17.03.2019
      12:00 Uhr
      Presseclub Spiel auf Zeit - Wann endet das Brexit-Chaos? | phoenix
       

      Der Brexit-Poker und kein Ende: Der Austrittstermin Großbritanniens aus der EU stand eigentlich lange fest. Am 29. März sollten die Briten die EU verlassen. Doch das Unterhaus in London hat Premierministerin Theresa May einen Strich durch die Rechnung gemacht.
      Was bringt ein Brexit-Aufschub?
      Darüber diskutiert Jörg Schönenborn mit den Gästen:

      • Ruth Berschens; Europa-Korrespondentin, Handelsblatt
      • Eric Bonse; Freier Journalist und EU-Korrespondent der taz
      • Klaus-Dieter Frankenberger; Verantwortlicher Redakteur Außenpolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung
      • Jörg Lau; Außenpolitischer Koordinator im Ressort Politik, Die Zeit

      Sonntag, 17.03.19
      12:00 - 13:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Der Brexit-Poker und kein Ende: Der Austrittstermin Großbritanniens aus der EU stand eigentlich lange fest. Am 29. März sollten die Briten die EU verlassen. Doch das Unterhaus in London hat Premierministerin Theresa May einen Strich durch die Rechnung gemacht.
      Was bringt ein Brexit-Aufschub?
      Darüber diskutiert Jörg Schönenborn mit den Gästen:

      • Ruth Berschens; Europa-Korrespondentin, Handelsblatt
      • Eric Bonse; Freier Journalist und EU-Korrespondent der taz
      • Klaus-Dieter Frankenberger; Verantwortlicher Redakteur Außenpolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung
      • Jörg Lau; Außenpolitischer Koordinator im Ressort Politik, Die Zeit

       

      Der Brexit-Poker und kein Ende: Der Austrittstermin Großbritanniens aus der Europäischen Union stand eigentlich lange fest. Am 29. März sollten die Briten die EU verlassen. Doch das Unterhaus in London hat Premierministerin Theresa May einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Abgeordneten haben das Austrittsabkommen der britischen Regierung mit den 27 EU-Staaten abgelehnt und auch einen Austritt ohne Abkommen kategorisch ausgeschlossen. Stattdessen fordern sie eine Brexit-Verlängerung, eine Verschiebung des Austrittdatums. Jetzt liegt der Ball bei den EU-Staats- und Regierungschefs, die auf ihrem Gipfel kommende Woche einstimmig darüber entscheiden müssen, ob sie einen Aufschub gewähren wollen oder nicht. Wenn ja, um wie viel Zeit? Bis zur Europawahl im Mai oder sogar für eine Dauer von ein bis zwei Jahre, wie es EU-Ratspräsident Donald Tusk vorgeschlagen hat? Was bringt ein Brexit-Aufschub? Ist die tief gespaltene britische Regierung in der Lage, angesichts der verfahrenen Situation eine Lösung zu finden?

      Zahlreiche EU-Politiker sind angesichts des Brexit-Chaos frustriert und verärgert. Sie warnen davor, dass das Thema die im Mai anstehenden Europawahlen überlagern könnte. Zudem stellt sich die Frage: Welche Rechte haben die Briten dann noch? Dürfen sie über den neuen Kommissionspräsidenten und den EU-Haushalt mitbestimmen? Wie funktioniert ein Europa mit einem Mitgliedsland, das eigentlich nicht mehr dabei sein will, aber muss? Wer hat mehr zu verlieren – die Briten oder Europa?

      • Ruth Berschens; Europa-Korrespondentin, Handelsblatt

      Ruth Berschens ist seit 2008 „Handelsblatt"-Korrespondentin in Brüssel und Leiterin des Korrespondentenbüros. Sie absolvierte die Kölner Journalistenschule und studierte Volkswirtschaft in Köln. Anschließend arbeitete Ruth Berschens zunächst als freie Journalistin. Von 1989 bis 1992 war sie Redakteurin bei der Nachrichtenagentur „Reuters", dann berichtete sie für die „Wirtschaftswoche", unter anderem als Korrespondentin aus Paris und Brüssel. 1999 ging sie als Redakteurin zur „Berliner Zeitung", wo sie stellvertretende Leiterin des Parlamentsbüros wurde. 2001 wechselte sie zum „Handelsblatt", leitete ab 2003 dort das Ressort Wirtschaft und Politik und ging im Anschluss als Korrespondentin nach Paris.

      • Eric Bonse; Freier Journalist und EU-Korrespondent der taz. die tageszeitung

      Nach einem Volontariat und kurzer Tätigkeit als Lokalredakteur bei der „Westdeutschen Zeitung“ in Düsseldorf wechselte Eric Bonse 1984 nach Hamburg, wo er Politikwissenschaft und Informatik studierte. Danach arbeitete er sieben Jahre als Frankreich-Korrespondent in Paris, u.a. für den „Tagesspiegel“ und das „Handelsblatt“. 2001 übernahm er beim „Handelsblatt“ die Leitung des Ressorts Außenpolitik. 2004 wechselte er als EU-Korrespondent nach Brüssel. Seit 2011 arbeitet Eric Bonse freiberuflich, u.a. für die „taz“ und den „Cicero“. Er betreibt das Blog „Lost in EUrope“. Ende 2018 erschien sein E-Book „Der verhinderte Neustart - Ist die EU noch reformierbar?“

      • Klaus-Dieter Frankenberger; Verantwortlicher Redakteur Außenpolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung

      Klaus-Dieter Frankenberger studierte Amerikanistik, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Frankfurt. Nach dem Examen 1981 arbeitete er zunächst am Zentrum für Nordamerika-Forschung in Frankfurt. Nach einem Auslandsaufenthalt in Washington begann Klaus-Dieter Frankenberger 1986 seine Arbeit für die politische Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dort befasst er sich mit Themen europäischer und internationaler Politik. Seit 2001 ist er verantwortlicher Redakteur für das Ressort Außenpolitik der Zeitung.

      • Jörg Lau; Außenpolitischer Koordinator im Ressort Politik, Die Zeit

      Während seines Germanistik- und Philosophie-Studiums in Bochum schrieb Jörg Lau als freier Autor für verschiedene Tageszeitungen. Von 1993 bis 1996 war er Redakteur für Literatur und Kultur bei der „taz. die tageszeitung“. 1997 wechselte er zur Wochenzeitung „Die Zeit“ ins Hauptstadtbüro, mit den Schwerpunktthemen Migration, Integration und Islam in Europa. Seit 2007 ist Jörg Lau für das Ressort Außenpolitik zuständig, zunächst als Redakteur in Berlin und seit 2013 als Außenpolitikchef der „Zeit“ in Hamburg.

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