• 17.08.2014
      18:30 Uhr
      Arthur Die Erfindung eines Königs | phoenix
       

      Die mittelalterliche Detektivgeschichte legt die spannende und faszinierende Suche nach dem wahren König Artus und dem Ort des Heiligen Grals ins Hochmittelalter um 1200. Ein fiktiver Ich-Erzähler, der junge Dichter und Minnesänger Wolfram, begibt sich vom europäischen Kontinent aus auf eine detektivische Reise nach England, um dort das sagenhafte Urreich des König Artorius zu suchen. Später verschlägt es ihn in die Bretagne, nach Burgund sowie in die Klöster und an die Höfe des deutschen Minnegesangs in Franken und Bayern.

      Sonntag, 17.08.14
      18:30 - 20:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 18:29
      Stereo

      Die mittelalterliche Detektivgeschichte legt die spannende und faszinierende Suche nach dem wahren König Artus und dem Ort des Heiligen Grals ins Hochmittelalter um 1200. Ein fiktiver Ich-Erzähler, der junge Dichter und Minnesänger Wolfram, begibt sich vom europäischen Kontinent aus auf eine detektivische Reise nach England, um dort das sagenhafte Urreich des König Artorius zu suchen. Später verschlägt es ihn in die Bretagne, nach Burgund sowie in die Klöster und an die Höfe des deutschen Minnegesangs in Franken und Bayern.

       

      Die mittelalterliche Detektivgeschichte legt die spannende und faszinierende Suche nach dem wahren König Artus und dem Ort des Heiligen Grals ins Hochmittelalter um 1200. Ein fiktiver Ich-Erzähler, der junge Dichter und Minnesänger Wolfram, begibt sich vom europäischen Kontinent aus auf eine detektivische Reise nach England, um dort das sagenhafte Urreich des König Artorius zu suchen. Später verschlägt es ihn in die Bretagne, nach Burgund sowie in die Klöster und an die Höfe des deutschen Minnegesangs in Franken und Bayern. Dabei entdeckt er nach und nach, dass skrupellose Geschichtsfälscher am Werk sind, die sich die Sage von König Artus zunutze machen wollen, um ihre Macht zu festigen, ihre Klöster zu sanieren und den Kampf um den wahren Christenglauben zu führen.

      Die Spurensuche nach der wohl berühmtesten Sage des Mittelalters führt den fiktiven Erzähler Wolfram zunächst nach Wales und Cornwall, in faszinierende Landschaften mit Burgen, Klöstern und Ruinen. Hier soll er einmal geherrscht haben, der wirkliche Artus, nicht die Märchengestalt, die an den Höfen überall in Mode ist. Laut des Historikers Geoffrey von Monmouth, der um 1135 auf Lateinisch eine Geschichte Britanniens vorgelegt hatte, jagte im 6. Jahrhundert ein König Artorius, prophetisch beraten durch den keltischen Druiden und Zauberer Merlinus, im Norden die sächsischen Eindringlinge und im Süden die römischen Kolonisatoren aus dem Land. Er soll ein Römer-Heer von 500.000 Mann vernichtet haben, und nur Verrat hinderte ihn daran, nach Rom zu marschieren, um die Weltherrschaft zu erringen.

      Über 200 mittelalterliche Handschriften von Geoffreys fabelhafter Historie sind überliefert. Niemand störte sich offenbar daran, dass er gar keine Belege für seine Ausführungen hatte. Ein reines Propagandawerk, das den nacheinander von Römern, Sachsen und Normannen heimgesuchten Briten eine gloriose Vergangenheit bescheinigen sollte.

      Der wahre König Artus ist bis heute ein Rätsel. Selbst unter Historikern herrscht keine einhellige Meinung. Sofern er als Einzelperson gelebt hat - und nicht etwa sein Name als Sammelbezeichnung für mehrere Feldherren, Könige und Ritter gebraucht wurde - lebte er im sogenannten dunklen Zeitalter zwischen dem Abzug der Römer aus Britannien um 410 und der Landübernahme durch die Angelsachsen. Diese mehr als ein Jahrhundert währende Zeit zeichnet sich durch eine spärliche, widersprüchliche Quellenlage aus. Immerhin wird in der um 820 niedergeschriebenen "Historia Brittonum" Artus als Heerführer erwähnt, der zusammen mit den britischen Königen gegen die einfallenden Sachsen kämpfte. Immer wieder finden Wissenschaftler Hinweise, die auf die Existenz des edlen Ritters hinweisen sollen. Doch die meisten erweisen sich als mittelalterliche Fälschung.

      Gerade diese Tricks aus der frühen Zeit des Artus-Tourismus wird der minnekundige Detektiv und Held des Dokumentarfilms, Wolfram, am eigenen Leibe erfahren. Am Ende wird er erkennen, wer der wahre Artus ist: ein rätselhafter britannischer Heerführer aus grauer Vorzeit, der erst durch die bunte Fantasie genialer Hofpoeten zum idealen König wurde.

      Kommentiert und ergänzt wird die mittelalterliche Detektivgeschichte von Jean Markale aus Frankreich, Geoffrey Ashe aus England und Rudolf Simek aus Deutschland, den führenden Artus-Forschern der Gegenwart. Außerdem kommen moderne Artus-Dichter - sowohl aus der internationalen Fantasy-Szene als auch aus den anspruchsvollen Literatenkreisen - um vom immerwährenden Charme des Artusstoffes zu schwärmen.

      Dokumentarische Aufnahmen von frühesten Schriften und Abbildungen zum Artusmythos sowie opulente Bilder magischer Orte und Landschaften ergänzen die produzierte Dokumentation.

      Ein Film von Wilfried Hauke

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      Sonntag, 17.08.14
      18:30 - 20:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 18:29
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