• 17.08.2014
      12:00 Uhr
      Presseclub Waffen ja - schießen nein? Deutschlands Dilemma mit dem Krieg | phoenix
       

      Jörg Schönenborn im Gespräch mit:

      • Petra Pinzler
      • Eva Quadbeck
      • Michael Stürmer
      • Andreas Zumach

      Sonntag, 17.08.14
      12:00 - 13:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Jörg Schönenborn im Gespräch mit:

      • Petra Pinzler
      • Eva Quadbeck
      • Michael Stürmer
      • Andreas Zumach

       

      Die ersten deutschen Hilfslieferungen mit Medikamenten und Lebensmitteln sind in den Irak unterwegs, doch der Druck in der Frage, wie sich Deutschland weiter engagieren soll, wächst. Schließlich hatten Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen kurz nach ihrem Amtsantritt verkündet, dass Deutschland mehr Verantwortung in den Krisenherden der Welt übernehmen wolle. Und jetzt, wo der Ernstfall im Irak da ist?
      Frankreich hat Waffenlieferungen an die Kurden beschlossen, die USA unterstützen den Kampf gegen die Islamisten mit Luftschlägen. Und Deutschland?

      Frank-Walter Steinmeier will sich im Irak erst einmal selbst ein Bild über die Lage machen. Er und Bundeskanzlerin Angela Merkel schließen inzwischen aber nicht mehr aus, den Kampf gegen die Miliz Islamischer Staat im Nordirak mit Waffen zu unterstützen. "Wir nutzen den Spielraum, den uns der politische und rechtliche Rahmen für Rüstungsexporte gibt", sagte Merkel in einem Interview. Eine Kehrtwende. Schließlich galt immer das Credo der Bundesregierung, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern. Und gerade erst hatte sich Vizekanzler Gabriel für eine restriktivere Rüstungsexportpolitik stark gemacht.Wie ist die Kehrtwende der Bundesregierung zu verstehen? Soll Deutschland Waffen in den Irak liefern? Welche Verantwortung müssen wir in solchen Krisen übernehmen? Braucht Deutschland eine neue Rüstungsexportpolitik?

      • Petra Pinzler

      Seit Herbst 2007 Mitglied des Hauptstadtbüros der Wochenzeitung Die Zeit ; Diplomvolkswirtin (Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften) und Absolventin der Kölner Journalistenschule; anschl. für verschiedene öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten tätig; 1994 Wechsel zur Zeit , zunächst in die Wirtschaftsredaktion, dann von 1998 bis 2002 USA-Korrespondentin in Washington, ab 2002 Europa-Korrespondentin in Brüssel.

      • Eva Quadbeck

      Seit 2002 Parlamentskorrespondentin für die "Rheinische Post" und seit 2014 Büroleiterin in Berlin Schwerpunkte: Politik von Kanzlerin Angela Merkel, die CDU sowie Sozial-, Gesundheitspolitik.
      Während des Studiums (Geschichte, Politik) in Düsseldorf freie Mitarbeit für die "Rheinische Post" und Radio RPR; von 1996-1998 Volontariat bei der Rheinischen Post , anschl. dort in verschiedenen Redaktionen tätig, darunter Medien und Politische Nachrichten.

      • Michael Stürmer

      Historiker, Publizist und seit 1998 Chefkorrespondent für die "Welt"-Gruppe sowie Adjunct Professor of International Relations, Johns Hopkins University, Bologna Campus.
      Studium (Geschichte, Philosophie, Sprachen) u.a. in London und Berlin; 1965 Promotion; 1971 Habilitation an der TH Darmstadt; ab 1973 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Erlangen; Gastprofessuren u.a. in Harvard, Toronto, Bologna und an der Sorbonne; 1988-1998 Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, Ebenhausen; Publikation zahlreicher Bücher, darunter "Welt ohne Weltordnung. Wer wird die Erde erben?" (Murmann 2006).

      • Andreas Zumach

      Freier Journalist. Schwerpunkte: Völkerrecht, internationale Organisationen sowie die Konflikte in der Golfregion
      davor u.a. Redakteur der Berliner Zeitung "Die Neue ; anschließend bis 1987 friedenspolitischer Mitarbeiter der "Aktion Sühnezeichen/Friedensdienst ; 2005 erschien sein Buch Die kommenden Kriege. Ressourcen, Menschenrechte, Machtgewinn. Präventivkrieg als Dauerzustand?

      Der Presseclub ist eine aktuelle Diskussionssendung, in der das jeweils wichtigste politische Thema der Woche aufgearbeitet wird. Journalistinnen und Journalisten mit unterschiedlichen Standpunkten analysieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln politische Ereignisse und Entwicklungen. Dabei wird der Hintergrund von Schlagzeilen aufgehellt, und es entsteht im Dialog ein Wettstreit um die Interpretation von politischen Vorgängen. Für das Publikum ergibt sich damit ein Angebot von Meinungen, die sich in der Diskussion überprüfen lassen müssen und auf diese Weise ihre Glaubwürdigkeit und Plausibilität unter Beweis stellen müssen.

      Bei Presseclub Nachgefragt (12.45 Uhr) haben die Zuschauer die Möglichkeit, telefonisch Fragen an die Gäste des Presseclubs zu richten. Presseclub Nachgefragt läuft immer sonntags im Anschluss an den Presseclub im Ersten exklusiv bei phoenix.

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      Sonntag, 17.08.14
      12:00 - 13:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.05.2021