• 17.08.2014
      09:45 Uhr
      Johnny und die Grenzsoldaten Ein Amerikaner auf Spurensuche an der Elbe | phoenix
       

      In einem Haus auf dem Elbberg bei Gatow in Niedersachsen brannte Tag und Nacht Licht. Über die Elbtalaue bis in die DDR hinein war es in den 70er Jahren zu sehen. In dem Haus lebten amerikanische Soldaten, die den Funk der sowjetischen Truppen abhörten. Die GIs waren junge Burschen, die sich auch aufs Feiern verstanden. 40 Jahre später macht sich einer von ihnen, Johnny Workman auf, ehemalige Grenzsoldaten der DDR wiederzufinden, die 1970 über die Elbe in den Westen geflohen waren, und deren erste Anlaufstation das Haus auf dem Elbberg war.

      Sonntag, 17.08.14
      09:45 - 10:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      In einem Haus auf dem Elbberg bei Gatow in Niedersachsen brannte Tag und Nacht Licht. Über die Elbtalaue bis in die DDR hinein war es in den 70er Jahren zu sehen. In dem Haus lebten amerikanische Soldaten, die den Funk der sowjetischen Truppen abhörten. Die GIs waren junge Burschen, die sich auch aufs Feiern verstanden. 40 Jahre später macht sich einer von ihnen, Johnny Workman auf, ehemalige Grenzsoldaten der DDR wiederzufinden, die 1970 über die Elbe in den Westen geflohen waren, und deren erste Anlaufstation das Haus auf dem Elbberg war.

       

      In einem Haus auf dem Elbberg bei Gatow in Niedersachsen brannte Tag und Nacht Licht. Über die Elbtalaue bis in die DDR hinein war es in den 70er Jahren zu sehen. In dem Haus lebten amerikanische Soldaten, die den Funk der sowjetischen Truppen abhörten. Die GIs waren junge Burschen, die sich auch aufs Feiern verstanden. 40 Jahre später macht sich einer von ihnen, Johnny Workman auf, ehemalige Grenzsoldaten der DDR wiederzufinden, die 1970 über die Elbe in den Westen geflohen waren, und deren erste Anlaufstation das Haus auf dem Elbberg war.

      Eines Nachts im Januar 1970 klopften bewaffnete DDR-Grenzsoldaten an die Tür des Hauses. Sie schossen Leuchtkugeln ab und riefen: "Wir sind frei, wir sind frei!" Sie mussten eine abenteuerliche Flucht hinter sich haben - quer über die zugefrorene Elbe. Das hell erleuchtete Haus der Amerikaner hatte ihnen als Orientierungspunkt gedient.

      Der ehemalige GI Johnny Workman aus Kalifornien kann diese Bilder nicht vergessen und macht sich über 40 Jahre später auf, die Soldaten aus der Zeit des Kalten Krieges wieder zu treffen. Er recherchiert im Schweriner Stasi-Unterlagen-Archiv und findet Hinweise auf eine "Fahnenflucht in besonders schwerem Fall". Er liest in den Akten über einen dritten Grenzsoldaten, der 1970 auf der Ostseite verhaftet worden war und wegen Beihilfe zur Fahnenflucht im Schweriner Stasi-Gefängnis und später im berüchtigten NVA-Militärgefängnis Schwedt einsaß.

      Als Johnny den in der DDR inhaftierten Soldaten im mecklenburgischen Burg Stargard aufspürt, verblasst die für ihn spektakuläre Episode aus seiner Wehrdienstzeit. Zu bitter sind die Berichte des Mannes. Der Soldat ist verurteilt worden, weil er nicht auf seine Kameraden schießen wollte. Und er nimmt den Amerikaner mit auf eine Zeitreise, zeigt ihm die Verhörzimmer und Gefängniszellen in Schwerin. Johnny Workman setzt alles daran, auch die 1970 geflüchteten Grenzsoldaten im Westen zu treffen. Ein Jahr benötigt er für seine Recherche, bis es dann am Ufer der Elbe zum Wiedersehen kommt.

      Thema: Grenzgeschichten

      Film von Thomas Balzer und Stefanie Gromes

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      Sonntag, 17.08.14
      09:45 - 10:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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