• 14.01.2014
      06:45 Uhr
      Tatort Peru - Im Bann der Nasca-Linien Bilderrätsel der Menschheit | phoenix
       

      Die Nasca-Linien - riesige Scharrbilder im Wüstensand - im Süden von Peru zählen zu den berühmtesten Hinterlassenschaften der Vorzeit. Immer wieder bietet das Ensemble aus mythischen Figuren, exotischen Tierdarstellungen und geometrischen Symbolen Anlass für Spekulationen. Die Dokumention stellt die jüngsten Forschungsergebnisse vor und verfolgt die Entschlüsselung des größten Bilderrätsels der Menschheit. Eingebettet in Spielszenen, wird das Leben der Nasca-Indianer rekonstruiert - bis hin zum Untergang der rätselhaften Hochkultur.

      Dienstag, 14.01.14
      06:45 - 07:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Nasca-Linien - riesige Scharrbilder im Wüstensand - im Süden von Peru zählen zu den berühmtesten Hinterlassenschaften der Vorzeit. Immer wieder bietet das Ensemble aus mythischen Figuren, exotischen Tierdarstellungen und geometrischen Symbolen Anlass für Spekulationen. Die Dokumention stellt die jüngsten Forschungsergebnisse vor und verfolgt die Entschlüsselung des größten Bilderrätsels der Menschheit. Eingebettet in Spielszenen, wird das Leben der Nasca-Indianer rekonstruiert - bis hin zum Untergang der rätselhaften Hochkultur.

       

      Im Süden Perus finden sich mit den Nasca-Linien - riesigen Scharrbildern im Wüstensand - rätselhafte Hinterlassenschaften einer vergangenen Kultur. Fest steht, dass es sich bei den Gravuren weder um Landebahnen für Außerirdische noch um astronomische Kalenderanlagen handelt. Ein Team von Wissenschaftlern um den Archäologen Markus Reindel rückt den Erbauern der Linien erstmals mit forensischen Hightech-Methoden zu Leibe.

      Nach Reindels Ansicht bilden die Linien ein Geflecht aus Pilgerwegen, das für Massenveranstaltungen genutzt wurde. Und er vermutet, dass die Nasca-Linien in den Sand gezeichnete Botschaften an die Wettergötter sind. Schamanen wollten die überirdischen Mächte gnädig stimmen, um das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Immer wieder suchten Dürreperioden das sensible Ökosystem am Wüstenrand heim. Je trockener es wurde, desto monumentaler gestalteten die Nasca ihre Scharrbilder. Die Menschen sollten auf den heiligen Bühnen Platz finden, um in einem gemeinsamen Kraftakt den Göttern Opfer darzubringen.

      Molekulargenetische Untersuchungen verraten sogar, dass die Vorfahren der Geoglyphenbauer vor rund 14.000 Jahren aus dem eisigen Sibirien nach Peru kamen. Den Immigranten muss das Nasca-Plateau wie ein Garten Eden vorgekommen sein. Üppige Flussoasen boten Nahrung im Überfluss. Die Nasca errichteten ein Wirtschaftsimperium mit Handelsbeziehungen bis nach Ecuador. Doch anhaltender Wassermangel besiegelte schließlich das Schicksal der Gemeinschaft. Von ihren Göttern verlassen, zogen Tausende von Klima-Flüchtlingen auf der Suche nach einer neuen Heimat die Anden hinauf. Zurück ließen sie ihre Scharrbilder.

      Die Linien im Wüstensand dokumentieren den schleichenden Wandel, der die blühende Region in eine Einöde verwandelte. Damit sind die Gravuren der Atacama-Wüste mehr als gigantische Kultanlagen. Sie sind eine ewige Botschaft an die Nachwelt.

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