• 15.12.2018
      04:45 Uhr
      Der Glanz der Schattenwirtschaft Film von Jan Kerckhoff | phoenix
       

      Der amerikanische Autor Robert Neuwirth macht sich für Schwarzmärkte stark. Seine These: Für viele Entwicklungsländer sei diese Art des Wirtschaftens sinnvoll. Neuwirth beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Armut und Ökonomie. Vier Jahre lang hat er in Slums von Entwicklungsländern gelebt. Schwarzmärkte ermöglichen dort oftmals eine halbwegs funktionierende Infrastruktur und ein Einkommen für die Armen. Ohne Steuern und Abgaben, ohne Auflagen, die die meisten Menschen ohnehin nicht erfüllen könnten. Mit Einfallsreichtum und Pfiffigkeit bauen sich viele Menschen ihr eigenes Geschäft auf.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 15.12.18
      04:45 - 06:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Der amerikanische Autor Robert Neuwirth macht sich für Schwarzmärkte stark. Seine These: Für viele Entwicklungsländer sei diese Art des Wirtschaftens sinnvoll. Neuwirth beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Armut und Ökonomie. Vier Jahre lang hat er in Slums von Entwicklungsländern gelebt. Schwarzmärkte ermöglichen dort oftmals eine halbwegs funktionierende Infrastruktur und ein Einkommen für die Armen. Ohne Steuern und Abgaben, ohne Auflagen, die die meisten Menschen ohnehin nicht erfüllen könnten. Mit Einfallsreichtum und Pfiffigkeit bauen sich viele Menschen ihr eigenes Geschäft auf.

       

      Der Film begleitet Robert Neuwirth und Michael Grimm auf ihren Recherchen in der afrikanischen Metropole Lagos und in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Die Dokumentation taucht ein in die kaum bekannte Welt der informellen Kleinstunternehmer. "Von den Informellen", so der Sozialökonom Michael Grimm, "kann ein wirtschaftlicher Aufschwung in Afrika ausgehen, der die Armut beendet."

      Der Film zeigt auch die Probleme der informellen Straßenhändler auf. Sie leiden an mangelhafter Stromversorgung, haben keine soziale und finanzielle Absicherung und sie bekommen keine dringend benötigten Kredite. Und obwohl der Staat immer wieder Steuern eintreibt, kümmert er sich nicht um die Infrastruktur. Stattdessen zerstört er die Lebensräume vieler Unternehmer.

      Im Stadtteil Makoko hat die Polizei in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Wohnhäuser ansässiger Fischer und Fischhändler abreißen lassen. Als sie protestierten, wurde ein Gemeindevertreter erschossen. Offizielle Begründung des Abrisses: Verschönerung des Stadtbildes. Doch die Anwohner glauben, dass ihr Grund und Boden für viel Geld an Spekulanten verkauft werden soll.

      Anstatt unterstützt zu werden, leiden Afrikas Kleinstunternehmer unter Repressalien und schlechter Infrastruktur - und schaffen es doch mit ihrer Kreativität und ihrem Willen, die Wirtschaft dort aufzubauen.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 15.12.18
      04:45 - 06:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.09.2019