• 08.09.2013
      22:30 Uhr
      Laetitia, allein unter Wölfen Porträt einer ungewöhnlichen Frau | phoenix
       

      Das Dörfchen Puplovo liegt in der russischen Taiga. Vor fünf Jahren gesellte sich dort mitten in der Wildnis zu einer Handvoll Einheimischen die junge Laetitia Becker aus Straßburg. In dem schlichten Holzhaus trotzt sie ganz allein mit ihrem Pyrenäenschäferhund Thalis dem harten russischen Winter. Hier hat sie ihre Lebensaufgabe und wie es scheint auch das vollkommene Glück gefunden: die Verhaltensforschung von Wölfen. Mittlerweile beherrscht Laetitia nicht nur die Landessprache, sondern auch die der Wölfe. Ein Filmteam hat die ungewöhnliche junge Frau und ihre Wölfe in der russischen Einsamkeit besucht.

      Sonntag, 08.09.13
      22:30 - 23:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das Dörfchen Puplovo liegt in der russischen Taiga. Vor fünf Jahren gesellte sich dort mitten in der Wildnis zu einer Handvoll Einheimischen die junge Laetitia Becker aus Straßburg. In dem schlichten Holzhaus trotzt sie ganz allein mit ihrem Pyrenäenschäferhund Thalis dem harten russischen Winter. Hier hat sie ihre Lebensaufgabe und wie es scheint auch das vollkommene Glück gefunden: die Verhaltensforschung von Wölfen. Mittlerweile beherrscht Laetitia nicht nur die Landessprache, sondern auch die der Wölfe. Ein Filmteam hat die ungewöhnliche junge Frau und ihre Wölfe in der russischen Einsamkeit besucht.

       

      In Russland gelten Wölfe nach wie vor als Schädlinge. Das schonungslose Jagen der Tiere ist seit jeher erlaubt. Die junge Französin Laetitia Becker und der russische Biologe Vladimir Bologov möchten die Einstellung der Bevölkerung zu den geächteten Tieren ändern. Vladimir ist der Leiter der Forschungs- und Auswilderungsstation Chisty Les mitten in der Taiga. Zur Station gehören mehrere Gehege in einem 35 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet. Jedes Jahr nimmt die Station Wolfswelpen aus russischen Zoos auf. Außerdem bringen Jäger Jungtiere, deren Eltern sie erschossen haben, hierher.

      Das Hauptanliegen ist die Wiederauswilderung der Tiere. Sie werden zwar von Laetitia versorgt, dürfen sich aber nicht zu sehr an sie gewöhnen. Doch die meisten ihrer Schützlinge kennen die Nähe von Menschen. Laetitia will erfahren, ob eine Wiederauswilderung dennoch möglich ist. Sie verbringt Tage und Wochen damit, bewegungslos im Gehege zu sitzen. Sie beobachtet das Verhalten der Wolfsjungen und verfolgt, inwieweit sich die Jungtiere selbst mit Nahrung versorgen können. Laetitia und Vladimir kämpfen gegen den unkontrollierten Abschuss von Wölfen in Russland. Ihr Ziel ist es, das Prämiensystem, nach dem russische Jäger eine bestimmte Summe Geld pro Pelz erhalten, abzuschaffen und dem Wolf zumindest eine Schonzeit einzuräumen.

      23 Wölfe konnte Vladimir bis heute auswildern. Bald sollen drei Tiere aus Laetitias Bestand folgen. Erstmals konnten sie die Mittel aufbringen, GPS-Halsbänder für die Tiere zu erwerben, um deren Verbleib in der Wildnis weiterhin verfolgen und dokumentieren zu können. Es ist ein einsamer, ein harter Kampf, den Laetitia führt. Obwohl sie nicht weiß, ob die bevorstehende Auswilderung gelingen wird, ist sie sich sicher: "Meine Zukunft liegt in Russland, in meiner Arbeit wird es immer um Wölfe gehen."

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      Sonntag, 08.09.13
      22:30 - 23:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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