• 02.06.2013
      17:35 Uhr
      Calle del Arte Eine Straße für die Kunst | arte
       

      In Maracaibo findet seit 2001 jedes Jahr die das Kunstfestival Velada Santa Lucía statt. Die venezuelanische Künstlerin Clemencia Labin, die in Hamburg lebt, hat das Festival mit einem ungewöhnlichen Konzept ins Leben gerufen: Mehr als 240 Künstler sind eingeladen, ihre Kunst in den privaten Wohnräumen der Bewohner des Viertels rund um die Iglesia Santa Lucía zu präsentieren. Ein spannungsvolles Aufeinandertreffen der Bürger des Viertels mit Künstlern aus der ganzen Welt.

      Sonntag, 02.06.13
      17:35 - 18:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      HD-TV Stereo

      In Maracaibo findet seit 2001 jedes Jahr die das Kunstfestival Velada Santa Lucía statt. Die venezuelanische Künstlerin Clemencia Labin, die in Hamburg lebt, hat das Festival mit einem ungewöhnlichen Konzept ins Leben gerufen: Mehr als 240 Künstler sind eingeladen, ihre Kunst in den privaten Wohnräumen der Bewohner des Viertels rund um die Iglesia Santa Lucía zu präsentieren. Ein spannungsvolles Aufeinandertreffen der Bürger des Viertels mit Künstlern aus der ganzen Welt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Viviane Blumenschein

      Die Bewohner des Viertels Santa Lucía stellen nicht einfach irgendeinen Raum zur Verfügung - sie öffnen vielmehr ihre "gute Stube", den Mittelpunkt ihres Familienlebens; inklusive der Couchgarnitur, des Madonnenschreins, der privaten Familienfotos und des Plastikblumenarrangements. Das erfordert ein hohes Maß an Vertrauen auf der einen und enormes Fingerspitzengefühl auf der anderen Seite.

      Was werden die Künstler denken, wenn sie in den Häusern stehen? Wie werden sie die Räume verändern? Was wird die Kunst mit dem Zuhause anstellen? Am Ende ist nichts mehr wie es war. Hier prallen im wahrsten Sinne des Wortes Weltbilder aufeinander; es wird diskutiert, gelacht, geweint, gegessen und gemeinsam gefeiert.

      Am Ende ist etwas passiert. Es hat eine Kommunikation stattgefunden, ein Austausch. Künstler, Kunst und Bewohner sind eine Verbindung eingegangen, die so schnell nicht wieder gelöst werden kann. Es ist keine Magie, sondern der Zauber von Kunst, die immer auch mit Wahrheit zu tun hat. Umso mehr, weil sie in einem belebten Raum stattfindet, abseits lebloser Museen und Galerien. Die Kunst integriert sich in die Räume der Bewohner - oder ist es umgekehrt? Die Facetten scheinen unendlich, reichen von verspielter Konzeptkunst über Malerei, Plastik, Performance bis hin zur politisch engagierten Kunst, die auch den Zustand des armen "reichen" Öllandes Venezuela widerspiegelt.

      Die Vielfalt ist ein Markenzeichen der Velada, mit den Jahren ist auch die Qualität der Kunst gestiegen. Das gesamte Viertel wird während der Velada auf den Kopf gestellt und verwandelt sich für wenige Tage in eine Straße für die Kunst.

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