• 02.06.2013
      17:05 Uhr
      Ein Tag im Leben des Cellisten Johannes Moser Dokumentationsreihe Deutschland 2012 | arte
       

      Der Deutsch-Kanadier Johannes Moser will sich nicht zwischen dem klassischem Cello und seiner elektronischen Variante, dem E-Cello entscheiden. Beides spielt er meisterhaft, einige Komponisten haben ihm Werke für elektronisches Cello auf den Leib geschrieben. Die Dokumentation begleitet ihn einen Tag lang in Frankfurt und New York City, wo er seinen Lebensmittelpunkt hat.

      Sonntag, 02.06.13
      17:05 - 17:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Der Deutsch-Kanadier Johannes Moser will sich nicht zwischen dem klassischem Cello und seiner elektronischen Variante, dem E-Cello entscheiden. Beides spielt er meisterhaft, einige Komponisten haben ihm Werke für elektronisches Cello auf den Leib geschrieben. Die Dokumentation begleitet ihn einen Tag lang in Frankfurt und New York City, wo er seinen Lebensmittelpunkt hat.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Holger Preuße

      Im September vergangenen Jahres gab Johannes Moser sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern. Dabei war selbstverständlich das klassische Cello gefragt. Stardirigent Zubin Mehta hatte ihn persönlich eingeladen. Johannes Moser bereitete sich mit einer Mentaltrainerin monatelang intensiv auf die vier Konzerte in der Philharmonie vor. Die Idee für diese Art der Vorbereitung hatte er sich von Profi-Sportlern abgeschaut, denn Johannes Moser überlässt nur ungern etwas dem Zufall.

      Zurzeit lebt Johannes Moser in New York und pendelt von dort aus zu den Konzertsälen der Welt: "Ich bin eigentlich unterwegs seit meiner Geburt. Meine Mutter hat mich sofort mit auf Tournee genommen. Sie ist Sängerin und hat mit mir gesungen bis sie im achten Monat schwanger war, dann musste sie für die Geburt unterbrechen. Nach einem halben Jahr sind wir dann wieder auf Tournee gegangen. Das heißt, dass das Reisen einfach ganz normal ist."
      Die Dokumentation begleitet Johannes Moser auf dem Weg zwischen den Kontinenten, zwischen Amerika und Europa. Sie beginnt in New York City, mit Joggen im Central Park am frühen Morgen, ersten Proben einer Debussy-Sonate mit einem neuen Klavierpartner, etwas Fast Food am Broadway mit anderen Cellisten während des Make-Music-New-York-Tags; dann telefoniert Johannes Moser mit seiner Mentaltrainerin via Skype, mit deren Unterstützung er vor vor wichtigen Konzerten Entspannungsübungen macht.

      Anschließend die Fahrt zum Flughafenmit dem Ziel Frankfurt. Dort stehen Proben mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester an. Auf dem Spielplan steht das Cello-Konzert von Édouard Lalo. Johannes Moser lässt es sich nicht nehmen, zwischendurch auch noch Schüler zu unterrichten. Schließlich ist der 33-Jährige seit kurzem Ordentlicher Professor an der Musikhochschule in Köln.

      Die Reihe "Ein Tag im Leben ..." begleitet junge, unkonventionelle Musiker über einen leichten, ganz persönlichen Zugang. Die Kamera ist bei der gemeinsamen Probe mit Freunden dabei, begleitet die Künstler durch ihren Alltag, hastet mit ihnen von Ort zu Ort und filmt sie beim Musizieren in unbefangener Stimmung und an ungewöhnlichen, privaten Orten. Die Reihe will ganz bewusst Künstler in ein anderes Licht rücken und sie eben nicht auf den großen Bühnen des internationalen Musikbusiness erleben. Die ungezwungene Atmosphäre außerhalb des Rampenlichts ermöglicht Eindrücke, die im disziplinierten Konzertbetrieb sonst nicht denkbar sind. Das Private, die andere Seite im Leben der Musiker, steht im Mittelpunkt. Beabsichtigt ist die Möglichkeit eines neuen, anderen - vielleicht sogar authentischeren - Verständnisses ihrer Kunst.

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