• 04.06.2013
      02:35 Uhr
      Metropolis Magazin | arte
       

      Themen:

      • Metropolenreport Brighton
      • Jamie Cullum
      • Tartuffe - Inszenierung von Luc Bondy
      • Korea - Korea, gesehen von dem Fotografen Dieter Leistner
      • Wieviel DDR steckt in Angela Merkel? Eine Biografie beleuchtet ihre frühen Jahre
      • Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks

      Nacht von Montag auf Dienstag, 04.06.13
      02:35 - 03:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      HD-TV Stereo

      Themen:

      • Metropolenreport Brighton
      • Jamie Cullum
      • Tartuffe - Inszenierung von Luc Bondy
      • Korea - Korea, gesehen von dem Fotografen Dieter Leistner
      • Wieviel DDR steckt in Angela Merkel? Eine Biografie beleuchtet ihre frühen Jahre
      • Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks

       

      Metropolenreport Brighton
      Mit nur 50 Minuten Fahrzeit von Victoria Station könnte sich Brighton an der Südküste Englands schon fast als Vorort Londons bezeichnen. Dabei hat die hübsche Seestadt allen Grund, stolz auf die eigene Identität zu sein. Und gerade im Mai ruft nicht London, sondern die junge trendige Küstenstadt, denn es finden gleich zwei Kulturfestivals statt: Das Brighton Festival, das größte UK-Kultur-Festival, und das legendäre Musikfestival "The Great Escape". "Metropolis" trifft die Band "Bastille", die vor zwei Jahren auf dem Festival entdeckt wurde. Heute füllen sie den Brighton Dome, das größte Haus am Platz. Nick Cave, Slimboyfat, Jimmy Somerville hat es hierher gezogen und alle haben die Stadt künstlerisch gewürdigt. Hier liebt man Style, Fashion und Pop - es heißt sogar, dass die Brighton den "Dandy" hervorgebracht hat.

      Jamie Cullum
      Über zehn Millionen verkaufte Alben und Singles weltweit, ausverkaufte Tourneen und außergewöhnliche Projekte - Jamie Cullum ist ein Multitalent, seine Musik ein Crossover aus Jazz, Pop, Swing, Hip-Hop und Rock'n Roll. Als Jugendlicher tingelte er durch die Clubs, verdiente sich damit sein Film- und Literaturstudium, und bei den Brit Awards wurde er als "Britisch Breakthrough Act" nominiert. Er spielte mit Katie Melua live in London und auch zum Geburtstag der Queen.
      Im Mai erscheint sein sechstes Album: "Momentum". "Das Album handelt von der Zeit zwischen Jugend und Erwachsensein, wenn du noch mit einem Bein in einer dieser Phasen steckst. Du beginnst die Welt in einer anderen Weise zu verstehen und so viele Dinge zu erkennen - hässliche ebenso wie schöne. Du steckst mittendrin zwischen neuen, frischen Ansichten und den alten Problemen in deinem Kopf", so Jamie.
      Zum ersten Mal hat er mit seiner Live-Band Aufnahmen gemacht, hat sich auf die locker aufgenommenen Home-Recordings verlassen. Es ist wohl das erste Cullum-Album, das größtenteils im Schlafanzug entstanden ist. Denn auch seine Ehefrau Sophie Dahl riet ihm einfach: "Mach dir nicht so einen Kopf um konkrete neue Songideen, geh doch einfach in dein Zimmer und amüsiere dich".

      Tartuffe - Inszenierung von Luc Bondy
      Die zeitlose Gültigkeit, die in den Texten von Molière steckt, lässt sich gerade in Krisenzeiten wunderbar neu entdecken. Wenn die Gesellschaft ins Schlingern gerät und den Boden unter den Füßen verliert, schlägt die Stunde der Komödiendichter. Luc Bondy hat das Stück "Tartuffe" für die Wiener Festwochen neu übersetzt und bearbeitet. Mit geradezu hypnotischer Kraft zieht der religiöse Heuchler Tartuffe, der sich das Vertrauen des Familienoberhauptes Orgon erschlichen hat, dessen ganze Familie an den Rand des Abgrunds, raubt sie komplett aus und zerstört sie nahezu.
      Bondy hat sich für seine letzte Inszenierung als Direktor der Wiener Festwochen zusammen mit dem Wiener Burgtheater eine einmalige Besetzung gesichert: Joachim Meyerhoff als Tartuffe, Gert Voss als Familienoberhaupt Orgon und Edith Clever kehrt nach langer Abwesenheit in der Rolle der Zofe auf die Bühne zurück.
      Im Herbst wird das Stück im Pariser Odéon Theater gezeigt, dessen Direktor seit 2012 Luc Bondy ist.

      Korea - Korea, gesehen von dem Fotografen Dieter Leistner
      Es ist noch nicht ausgestanden, Nordkoreas Atomwaffentests beschäftigen die Weltgemeinschaft - und Südkorea scheint gelassen zu bleiben. Nur wenige Fotografen hatten die Gelegenheit wie Dieter Leistner, beide Teile des Landes zu besichtigen. 2006 besuchte er das erste Mal Pjöngjang, eine Stadt, die nach dem Koreakrieg 1953 völlig zerstört war und von Architekten der Sowjetunion und der DDR wieder aufgebaut wurde. Seine Fotografien erzählen vom trostlosen Alltag, zeigen geisterhaft leere Straßen, Jungen und Mädchen in Uniform und zahlreiche Alltagsszenen. 2012 erhielt Leistner den Auftrag den Gegenpol Seoul, die Hauptstadt Südkoreas, zu fotografieren. In der Ausstellung "Korea-Power" im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main zeigt er nun sein Porträt eines geteilten Landes - ein Doppelporträt: Im Norden die Diktatur, im Süden die florierende Wirtschaftsmacht - doch es ist nicht alles Schwarz oder Weiß. "Metropolis" besucht Dieter Leistner in seinem Atelier in Würzburg.

      Wieviel DDR steckt in Angela Merkel? Eine Biografie beleuchtet ihre frühen Jahre
      Sie ist die mächtigste Frau Europas, gefürchtet und bewundert - aber vor allem ist sie ein Rätsel: Angela Merkel, die Sphinx aus Berlin. Ihre politischen Prinzipien? Wechselhaft. Ihre persönlichen Motive? Unbekannt. Und auch ihre private Geschichte lässt sie eher im Dunkeln. Pfarrerstochter, Naturwissenschaftlerin, Mitglied in der Freien Deutschen Jugend - und dann 1989 aktiv beim Demokratischen Aufbruch, bevor sie Helmut Kohls "Mädchen" wurde. Viel mehr ist nicht bekannt. Die Publizisten Ralf Goerg Reuth und Günther Lachmann versuchen nun, "Das erste Leben der Angela M." näher zu beleuchten. In ihrem Buch stellen sie die These auf, dass Angela Merkel zwar keine überzeugte DDR-Bürgerin war, aber doch mit dem System stärker verbunden, als bisher vermutet. In der FDJ habe sie den Posten einer Propagandasekretärin bekleidet, an der Universität engagierte sie sich ebenfalls im Sinne der Partei, ja, sie sei lange eher auf der Seite der Reformkommunisten gewesen - und nicht bei den Systemveränderern. Viele dieser Erfahrungen, meinen die Autoren, prägen die machtbewusste, aber verschwiegene Kanzlerin bis heute. "Metropolis" spricht mit Ralf Georg Reuth und fragt den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz nach seinem Merkel-Bild.

      Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks
      Eine Schausammlung mit ausnahmslos abschreckenden Beispielen für schlechten Geschmack bei den alltäglichen Dingen des Lebens gab es bereits 1909 im Stuttgarter Landesmuseum.
      Museumsdirektor Gustav E. Pazaurek richtete diese Abteilung der Geschmacksverirrungen ein und entwickelte eine komplexe Systematik, mit dem Ziel, die "bösen Dinge" zu entlarven und langfristig zu verbannen. Wie wenig das gelungen ist, zeigt heute ein einfacher Kaufhausbummel. Eine Ausstellung wendet die damalige Kategorien auf zeitgenössische Designobjekte und Massenartikeln an und stellt die Frage: Was ist eigentlich guter Geschmack, ist er ethisch oder moralisch motiviert? Gibt es Kriterien oder ist guter Geschmack eben einfach nur Geschmackssache?

      Neueste Filme und Bücher, Aktuelles aus Musik, Theater und Tanz präsentiert ARTE jede Woche in "Metropolis".

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 04.06.13
      02:35 - 03:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
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