• 09.05.2013
      08:55 Uhr
      Extreme Landschaften, Leben am Limit Himalaya - Leben am Abgrund | arte
       

      Einige Orte auf der Erde weisen aufgrund ihrer Höhenlage oder Temperaturen extreme Umweltbedingungen auf. Dennoch leben auch hier Menschen. Der dritte Teil der Dokumentationsrehe berichtet über ein Himalayadorf in extremer Höhe.

      Donnerstag, 09.05.13
      08:55 - 09:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Einige Orte auf der Erde weisen aufgrund ihrer Höhenlage oder Temperaturen extreme Umweltbedingungen auf. Dennoch leben auch hier Menschen. Der dritte Teil der Dokumentationsrehe berichtet über ein Himalayadorf in extremer Höhe.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Baek-Gyoo Hu
      Joong-Eon Park

      Die von ewigem Schnee bedeckten Gipfel des Himalayagebirges ragen hoch in die Wolken. Einige sind über 8.000 Meter hoch, darunter der Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Die gewaltige Gebirgskette durchzieht sechs Staaten, darunter Tibet, Indien und Pakistan. Nirgendwo ist es so hoch wie in Nepal, wo nicht weniger als neun Achttausender das Gesicht des Landes bestimmen. Doch selbst in diesen umwegsamen Bergen haben Menschen eine Heimat gefunden.

      Das nepalesische Bergdorf Tuman liegt in extremer Höhe und ist nur zu Fuß zu erreichen. Es wird - wie die umliegende Region auch - vom Volk der Tamang, einer Minderheit, die vor knapp 500 Jahren aus Tibet hierher einwanderte, bewohnt. Die Bewohner von Tuman bestreiten ihren Lebensunterhalt seit jeher mit Ackerbau und Viehzucht.

      Im Frühling und im Herbst brechen Angehörige des Volkes zu einem strapaziösen Marsch an die nepalesisch-tibetische Grenze auf, um dort den begehrten wilden Honig zu sammeln - ein gefährliches Metier, das viel Teamarbeit erfordert. Apis Laboriosa, die Felsenbiene, lebt im Himalaya und baut ihre Stöcke in steile Felswände. Sie ist die größte und aggressivste Bienenart; die Stiche der Tiere sind äußerst schmerzhaft.

      Seit 12 Jahrhunderten gilt der teure Honig aus dem Himalaya als wertvolles Heilmittel und wird vom nepalesischen Königshaus sehr geschätzt. In Nepal dürfen nur die indigenen Völker des Hochlands mit einer entsprechenden Erlaubnis der Regierung den wilden Honig des Himalaya ernten und damit handeln. So lange es im Himalaya noch Felsenbienen gibt, so lange werden die Männer der Tamang ihr Leben auf der Suche nach Honig riskieren.

      Auf der Reise zu den extremsten Landschaften begegnet man ganz normalen Menschen: Menschen, die dafür kämpfen, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben, und die den Elementen mit Zuversicht und Mut trotzen. Letztendlich also Menschen wie man sie überall antrifft. Egal, wie abgelegen oder exotisch die Heimat dieser Menschen auch sein mag: Sie hegen dieselben Träume und Hoffnungen wie andere auch.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.09.2019