• 11.05.2013
      11:25 Uhr
      Trockengelegt - Konfliktherd Totes Meer arte
       

      Jedes Jahr sinkt der Spiegel des Toten Meeres um einen Meter. Das allmähliche Austrocknen geht auf die Salzgewinnung durch Chemiefabriken und die Verschmutzung des Jordans zurück. Eine mögliche Rettung wäre der Bau eines Kanals zwischen dem Roten und dem Toten Meer. Damit könnten Wasserkraftwerke betrieben werden, die das Meerwasser entsalzen und die Region mit Trinkwasser versorgen könnten. Aber dazu müssten sich die Anrainer des Toten Meeres, Jordanier, Israelis, Palästinenser einig werden.

      Samstag, 11.05.13
      11:25 - 12:40 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo HD-TV

      Jedes Jahr sinkt der Spiegel des Toten Meeres um einen Meter. Das allmähliche Austrocknen geht auf die Salzgewinnung durch Chemiefabriken und die Verschmutzung des Jordans zurück. Eine mögliche Rettung wäre der Bau eines Kanals zwischen dem Roten und dem Toten Meer. Damit könnten Wasserkraftwerke betrieben werden, die das Meerwasser entsalzen und die Region mit Trinkwasser versorgen könnten. Aber dazu müssten sich die Anrainer des Toten Meeres, Jordanier, Israelis, Palästinenser einig werden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie George Khleifi

      Sein Meeresspiegel sinkt jedes Jahr um einen Meter: Wenn nichts unternommen wird, ist das Tote Meer in 30 Jahren nur noch ein Teich. Die Dokumentation zeigt, dass das allmähliche Austrocknen des Toten Meeres eines der brisantesten Probleme des Nahen Ostens symbolisiert: Wasserknappheit.

      Wasser ist in dieser Region der Welt ein Konfliktherd: Es gilt das Gesetz des Stärkeren. Am schlimmsten trifft es derzeit die Palästinenser. Das prognostizierte Verschwinden des Toten Meeres ist von Menschen verursacht: Chemiefabriken mit Sitz in Jordanien und Israel gewinnen Mineralsalze aus dem Meer und beschleunigen damit die Verdunstung des Wassers.

      Der Jordan, der das Tote Meer jahrhundertelang mit Süßwasser speiste, kommt nur noch als stinkendes Rinnsal hier an. Er wird in seinem Verlauf von allen Nachbarstaaten angezapft, um den Bedürfnissen einer nicht ans Klima angepassten Landwirtschaft gerecht zu werden.

      Dabei sind Lösungen möglich, insbesondere der Bau eines Kanals zwischen dem Roten und dem Toten Meer. Damit könnten starke Wasserkraftwerke betrieben werden, um das Meerwasser zu entsalzen, die gesamte Region mit Trink- und das Tote Meer mit Frischwasser zu versorgen. Aber es gibt eine Voraussetzung: Alle Anrainer des Toten Meeres - Jordanier, Israelis, Palästinenser - müssten sich einigen, um diese Lösungen mit Unterstützung der Weltbank umzusetzen. Dann würde das Tote Meer zur Lebensquelle.

      Der Spiegel des Toten Meeres liegt 400 Meter unter dem anderer Meere, seine Landschaften sind von atemberaubender Schönheit, sein Wasser hat einzigartige heilende Eigenschaften. Die Katastrophe betrifft eine der Wiegen unserer Zivilisation und einen "Finalisten" der sieben neuen Weltwunder.

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