• 25.03.2013
      13:55 Uhr
      Wann war der Mann ein Mann? Fernsehfilm Frankreich 2012 (Le Déclin de l'empire masculin) | arte
       

      Simon, Mitte 30, Komponist und Klavierlehrer, hat sich bisher die Arbeit im Haushalt und für die zwei Töchter Violette und Adèle mit seiner dynamischen Ehefrau Camille geteilt. Als Camille wegen einer Beförderung für einige Zeit ganztags mit Überstunden arbeitet, nimmt er es erstmals klaglos hin, allein für Haus und Töchter zuständig zu sein. In höchster Not gibt es nur noch Mireille, Simons Schwiegermutter, die ihm zur Seite steht.

      Montag, 25.03.13
      13:55 - 15:30 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      HD-TV Stereo

      Simon, Mitte 30, Komponist und Klavierlehrer, hat sich bisher die Arbeit im Haushalt und für die zwei Töchter Violette und Adèle mit seiner dynamischen Ehefrau Camille geteilt. Als Camille wegen einer Beförderung für einige Zeit ganztags mit Überstunden arbeitet, nimmt er es erstmals klaglos hin, allein für Haus und Töchter zuständig zu sein. In höchster Not gibt es nur noch Mireille, Simons Schwiegermutter, die ihm zur Seite steht.

       

      Vom Donner gerührt ist Simon, als ein Cro-Magnon-Mensch aus dem Naturkundemuseum plötzlich in seiner Küche auftaucht und ihn zum Wildwerden auffordert. Doch als Camille anfängt, Zeit mit ihrem Boss Antoine, Frauenheld und weltläufiger Managertyp, zu verbringen, beginnt Simon, seinem Urahnen doch ein paar Kniffe abzuschauen. Mehr und mehr legt sich Simon robustere Manieren zu, was seine Frau und seine Kinder aufscheucht und schließlich zum Äußersten treibt ...

      Mit hochkomischer Verve und auf dem Roman von David Abiker basierend erzählt Regisseur Angelo Cianci "Wann war der Mann ein Mann?" von einem modernen Mann auf der Suche nach seiner Männlichkeit. Die alten wie auch die gerade noch aktuellen Rollenbilder sind zerfallen. Da geht sein Blick in die Vorgeschichte: Wann war der Mann je ein Mann? Als die Sprachentwicklung noch in den Windeln lag und man die Frauen mit einem erlegten Mammut beeindrucken konnte oder doch zur heutigen Zeit, wo die Gleichberechtigung Einzug gehalten hat? Und ist der Mann von heute überhaupt noch ein echter Mann - oder einfach nur eine schlechtere Frau?

      Angelo Cianci, Regisseur und Autor, realisierte diverse herausragende Kurzfilme wie "Mes quatre dernières volontés" (1998), "Les Vieux Jours" (1999), "Le Coeur net" (1999), "La Boîte Noire" (2002) und den etwas längeren Film "Après" (2003), bei dem er auch schon Géraldine Pailhas engagierte. Sein erster langer Spielfilm, "Dernier étage, gauche, gauche", erhielt 2011 den FIPRESCI-Preis auf der Berlinale.

      Grégori Derangère, der als gutmütiger doch einfallsreicher Musiker-Hausmann gestrickt, gab sein Filmdebüt 1993 im Fernsehfilm "Un air de liberté" von Eric Barbier. 1996 war er neben Charlotte Gainsbourg in Eric Rochants "Anna von Oz" zu sehen - seinem ersten Kinofilm. 2003 trat er neben Isabelle Adjani und Gérard Depardieu in Jean-Paul Rappeneaus "Bon Voyage" auf; 2005 war er der des Aramis in "Die drei Musketiere" (Regie: Pierre Aknine), 2007 spielte er in John Stricklands Drama "Der Mord an Prinzessin Diana".und 2010 im Thriller "L'Assaut" von Julien Leclercq.

      Géraldine Pailhas verkörpert Camille, eine ausnehmend weiblich-charmante und doch toughe Mutter und Businessfrau. Sie spielte in "La neige et le feu" (1991, Regie: Claude Pinoteau) und "Ein Mann am Meer" (1993, Regie: Jacques Doillon), bevor ihr 1994 als unerfüllte Sehnsucht von Johnny Depp und Marlon Brando mit "Don Juan DeMarco" (1994, Regie: Jeremy Leven) der Durchbruch gelang. Es folgten Philippe Harels "Singles unterwegs" (1997), François Ozons "5x2 - Fünf mal zwei" (2004), Gérard Pirès "Sky Fighters" (2005), Josée Dayans "Ein Schloss in Schweden" (2008) und Christophe Lamottes "Une nouvelle vie" (2011).

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      13:55 - 15:30 Uhr (95 Min.)
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