• 25.03.2013
      07:05 Uhr
      KurzSchluss - Das Magazin Magazin Deutschland 2013 | arte
       

      Themen:

      • Begegnungen - Gerd Schneider und Elmar Freels
      • Zoom - Glaube im Kurzfilm
      • Kurzfilme: Der Diener, Messerspitze

      Montag, 25.03.13
      07:05 - 08:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      HD-TV Stereo

      Themen:

      • Begegnungen - Gerd Schneider und Elmar Freels
      • Zoom - Glaube im Kurzfilm
      • Kurzfilme: Der Diener, Messerspitze

       
      • Begegnungen - Gerd Schneider und Elmar Freels

      Die Regisseure Elmar Freels und Gerd Schneider nähern sich dem Thema Glauben in ihren Kurzfilmen auf sehr unterschiedliche Weise an. Während es in Schneiders Kurzfilm "Der Diener" um die Auseinandersetzung mit Kindesmissbrauch im kirchlichen Kontext geht und der Glaube zu einer Zerreißprobe für den Protagonisten wird, provoziert Freels in seinem realistisch anmutenden Film "Maria" mit der Geschichte eines Mädchens, das Marienerscheinungen hat.
      "KurzSchluss - Das Magazin" trifft die beiden Filmemacher zu einem Gespräch in der Gnadenkapelle in Marpingen (Saarland), wo es 1876 und 1999 zu Marienerscheinungen gekommen sein soll.

      • Zoom - Glaube im Kurzfilm

      Glaube ist brisant und aktuell. Glaube ist hoch politisch und sehr naiv. Glaube ist mächtig und wird doch so oft belächelt. Glaube polarisiert und irritiert im rationalen Heute. Wie wird das Thema im Kurzfilm behandelt? Lassen sich Glaube und Religion trennen? Trauen sich die Filmemacher an das universale Thema in der kurzen Filmform heran? Und wenn ja, wie?
      "KurzSchluss - Das Magazin" trifft die Leiterin des Kölner Kurzfilmfestivals "Unlimited" Marita Quaas und den Pfarrer Werner Schneider-Quindeau, der als Filmbeauftragter der evangelischen Kirche regelmäßig auf verschiedenen Festivals den ökumenischen Filmpreis mit vergibt sowie langjähriges Mitglied der Jury des deutschen Kurzfilmpreises war.

      • Der Diener

      Kurzfilm Deutschland 2012
      Der katholische Priester Rainer Gotthardt hat eine schwere Aufgabe zu erfüllen: Er soll Sarah Urban und ihren Sohn Thomas durch Geld zum Schweigen bringen. Thomas ist von einem Priester missbraucht worden. Unsicher geworden, sucht er Kardinal Schöller auf, der ihn jedoch dazu bewegt, weiterzumachen, zum Wohle der Kirche. Gotthardt besucht daher Sarah Urban und bekommt auch die Unterschrift der überforderten, alleinerziehenden Mutter. Die Situation eskaliert, als Thomas den Priester angreift.
      Gotthardt gerät anschließend in schwerste Gewissensnöte, weshalb er zu Hause die unterschriebene Vereinbarung vernichtet. Zur selben Zeit nimmt Thomas Rache an der Kirche und zündet in seiner Pfarrkirche einen kostbaren Seitenaltar an ...

      Regie: Gerd Schneider
      Drehbuch: Gerd Schneider
      Kamera: Dominik Berg
      Musik: Natalia Dittrich

      Im Dezember 2012 kündigte die katholische Kirche die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen auf, das mit der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals innerhalb der Kirche beauftragt war. Zudem wurde die kostenlose Hotline für Missbrauchsopfer abgeschaltet. Gleichzeitig wurde bekannt, dass ein Vergewaltigungsopfer in Köln von zwei Krankenhäusern in katholischer Trägerschaft mit der Begründung abgewiesen wurde, eine gynäkologische Untersuchung könne, aufgrund der damit verbunden Beratung zum Schwangerschaftsabbruch, nicht vorgenommen werden.
      Gerd Schneider, Jahrgang 1974, ist nicht nur Filmemacher, sondern auch Theologe. Nach dem Abitur 1993 studierte er katholische Theologie und Philosophie an der Universität in Bonn und war Priesteramtskandidat der Erzdiözese Köln. Während des Studiums machte er mehrere Praktika, darunter eine klinische Seelsorgeausbildung sowie drei Monate im Seelsorgeteam einer JVA. Von 1995 bis 1996 absolvierte er ein Auslandsjahr an der Universität Wien, mit dem Schwerpunkt Pastoral- und Fundamentaltheologie. Er schloss sein Studium 1998 ab.
      Ab 2000 studierte er an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich Regie, wo er 2007 seinen Abschluss machte. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur, Autor und Illustrator.

      • Messerspitze

      Kurzfilm USA 2008 (Knife Point)
      Gerry ist Handelsreisender. Er verkauft Messer in Upstate New York. Wegen eines Motorschadens hängt er in einem abgelegenen Motel fest. Die durchreisende Familie der Hurleys bietet ihm unerwartet eine Mitfahrgelegenheit an. Während der Reise muss Gerry erkennen, dass er in die Falle einer religiös fanatischen Sekte geraten ist.

      "Knife Point", ein kurzer Thriller ohne Happy End, beeindruckt vor allem durch sein langsames Erzähltempo. Die Inszenierung des amerikanischen Regisseurs Carlo Mirabella-Davis nutzt den zeitlichen Freiraum für die subtile Schilderung der Charaktere und ihrer seelischen Abgründe. Mit einer ganz eigenen Filmsprache deckt er unter der Oberfläche scheinbarer Harmonie den gefährlichen Zusammenhang zwischen familiärer Gewalt und religiösem Fanatismus auf.

      Regie: Carlo Mirabella-Davis
      Drehbuch: Carlo Mirabella-Davis
      Kamera: Chris Dapkins
      Musik: Dika Durbuzovic-McKinley

      Carlo Mirabella-Davis ist Mitbegründer von Elkcreek Cinema. Das Filmkollektiv gibt es seit 1998 und widmet sich Kurzfilmen und Dokumentarfilmen, denen die Gegend Upstate New York als Inspirationsquelle dient. Der Regisseur absolvierte einen Masterstudiengang an der NYU Tisch School of the Arts (Graduate Film) und unterrichtet seitdem an der New York Film Aca-demy.

      "KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

      Wird geladen...
      Montag, 25.03.13
      07:05 - 08:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      HD-TV Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.02.2023